Klima und Wissen in der Stadtplanung - Wissensgenerierung in Stuttgart und Frankfurt a.M.
Klima und Wissen in der Stadtplanung - Wissensgenerierung in Stuttgart und Frankfurt a.M.
Der Klimawandel bringt neue Herausforderungen auf allen Ebenen mit sich, wobei Kommunen eine besondere Rolle zukommt. So entstehen weltweit die meisten CO2 Emissionen in städtischen Ballungsräumen. Gleichzeitig schaffen Sie heute den Lebensraum von morgen für ihre Bewohner:innen. Neue Herausforderungen und der Umgang mit ihnen bringen zahlreiche Entscheidungen mit sich, die wiederum einer Grundlage - nämlich Wissen – bedürfen, das zunächst geschaffen werden muss. Die vorliegende Arbeit geht deshalb der Fragestellung nach: Warum unterscheiden sich in Stuttgart und Frankfurt am Main die Maßnahmen bzgl. Klimaschutz und Klimaanpassung? Hierbei liegt die These zugrunde, dass sich die Unterschiede aus verschiedenen Wissensordnungen ergeben, die sich trotz ähnlicher Rahmenbedingungen beider Städte herausgebildet haben. Um dies zu prüfen werden beide Städte durch eine Dokumentenanalyse sowie Interviews vergleichend untersucht. Zugleich wird der Ansatz der Wissensordnungen nach Sheila Jasanoff und Holger Straßheim als Grundlage zur Identifikation der Merkmale der Wissensordnungen herangezogen. Es wird gezeigt, dass sich die beiden Städte in den Ausprägungen ihrer jeweiligen Wissensordnung unterschieden.
Climate change poses new challenges at all levels, and local authorities have a special role to play. For example, most of the world's CO2 emissions are produced in urban areas. At the same time, they are creating tomorrow's living space for their inhabitants today. New challenges and how to deal with them entail many decisions, which in turn require a foundation - knowledge - that must first be created. This study therefore examines the following question: Why do Stuttgart and Frankfurt am Main have different policies on climate change mitigation and adaptation? It is based on the hypothesis that the differences result from different knowledge systems, which have developed despite similar framework conditions in both cities. In order to test this hypothesis, document analysis and interviews will be conducted in both cities. At the same time, Sheila Jasanoff's and Holger Straßheim's approach to knowledge orders will be used as a basis for identifying the characteristics of the specific knowledge orders. There is evidence that the two cities are different in terms of the characteristics of their respective knowledge orders.

