Handlungsempfehlungen: Bilanzierung von Maßnahmen der Circular Economy im Rahmen eines zukunftsorientierten LCA/Carbon Footprints energietechnischer Anlagen und Komponenten. Teil I: Wissenschaftliche Grundlagen, Teil II: Praktische Anwendungshilfen
Handlungsempfehlungen: Bilanzierung von Maßnahmen der Circular Economy im Rahmen eines zukunftsorientierten LCA/Carbon Footprints energietechnischer Anlagen und Komponenten. Teil I: Wissenschaftliche Grundlagen, Teil II: Praktische Anwendungshilfen
Die Transformation des Energiesystems ist mit einem erhöhten Materialbedarf verbunden. Vor diesem Hintergrund ist es wesentlich, auch die mit den Materialien für Anlagen und Komponenten einhergehenden Treibhausgasemissionen (THG-E) zu vermindern und gleichzeitig mögliche Versorgungsrisiken durch kritische Rohstoffe zu verringern. Eine wesentliche Strategie dazu ist die Circular Economy (CE). Um mögliche Einsparungen durch Maßnahmen der CE zu bilanzieren, ist eine Erfassung des gesamten Lebenszyklus von Anlagen und Komponenten auf Basis des Life Cycle Assessment (LCA, dt. Ökobilanz), erforderlich. Das LCA ist eine etablierte wissenschaftliche Methodik und wird seit langem auch in Großunternehmen der Industrie eingesetzt. Gerade bei der Bilanzierung von Maßnahmen der CE, insbesondere bei der Betrachtung von Materialkreisläufen über alle Lebenszyklusphasen von Produkten und vom Designprozess bis zur Antizipation des zukünftigen End-of-Life-Managements, existieren aber wesentlichen Schwachstelle der Bilanzierung: (1) eine uneinheitliche Begrifflichkeit und Abgrenzung von CE-Maßnahmen, (2) Unsicherheiten bei der Bilanzierung von Materialkreisläufen und End-of-Life-Allokationen sowie (3) die unzureichende Integration zukunftsorientierter Szenarien, insbesondere bei langlebigen Produkten im Energiesektor. Das Projekt Kreislauf-E-Wende adressiert diese Problembereiche durch Vorschläge für Terminologien, Systemperspektiven und methodische Standards, die eine transparente, praxisnahe und zukunftsgerichtete Anwendung der LCA im CE-Kontext ermöglichen. Die vorliegenden Handlungsempfehlungen fassen in Teil I die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projekts zusammen und bieten in Teil II praxisorientierte Handlungshilfen für unterschiedliche Anwendergruppen. Sie sind damit konzipiert als Lösungsansätze für die oben genannten Problembereiche und unterstützen Praktiker bei der die Bilanzierung von Maßnahmen der CE im Rahmen des LCA und des Product Carbon Footpring (PCF).

