Rezension: Dirim, İnci & Wegner, Anke (Hrsg.) (2018): Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF_DaZ*. Opladen u.a.: Budrich [Reihe Mehrsprachigkeit und Bildung, Bd. 2]
Rezension: Dirim, İnci & Wegner, Anke (Hrsg.) (2018): Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF_DaZ*. Opladen u.a.: Budrich [Reihe Mehrsprachigkeit und Bildung, Bd. 2]
Der vorliegende Sammelband fußt auf den Erkenntnissen und Vorträgen der gleichnamigen Tagung „Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF und DaZ*“ vom September 2015 an der Universität Wien. Das Sternchen bei DaZ, welches auch schon im Titel des Sammelbandes zu sehen ist, ist angelehnt an İnci Dirims Vortrag „Postkoloniale Perspektiven auf DaZ“ vom Juni 2015 an der Universität Wien und soll einen kritisch-reflexiven Umgang mit dem DaZ-Begriff aufgrund seines differenzkonstruierenden Charakters nahelegen. Folglich wird – wie in der Tagung – auch im Sammelband auf die Frage nach den normativen Gegebenheiten in den Disziplinen DaF und DaZ eingegangen. Die kritisch-analytische Auseinandersetzung mit diesen beiden Formen der Deutschdidaktik, welche nach den Herausgeberinnen İnci Dirim und Anke Wegner nicht nur die Lehre eines simplen und pragmatischen Kommunikationsmittels darstellt, sondern auch mit gesellschaftlich-politischen Hegemonien korreliert, sei „für die (weitere) Konstitution des Faches unerlässlich“ (11). Angesichts dieser Sachlage zielt der Band insbesondere darauf ab, die Ziele und Arbeitsweisen von drei Tätigkeitsfeldern des Faches (Zielsetzungen, Forschungsmethoden, Praxis- und Politikbezug) zu analysieren, welche es dem Fach sowohl auf deutschsprachiger (DaZ) als auch auf internationaler (DaF) Ebene bisher erschwert haben, eine konvergente und wissenschaftstheoretische Positionierung einzunehmen (vgl. 12)

