Einleitung in den Themenschwerpunkt: Herkunftssprachen an Hochschulen
Einleitung in den Themenschwerpunkt: Herkunftssprachen an Hochschulen
Hochschulen sind de facto heute mehrsprachig. Zahlreiche Studierende bringen neben Deutsch und den gängigen Schulfremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch auch weitere Sprachen mit, die sie meist in ihrem familiären Umfeld gelernt haben und in verschiedenen Ausmaßen anwenden, da sie „ein individuell unterschiedliches Spektrum an Kompetenzen in der Herkunftssprache aufweisen“ (vgl. Brehmer/Mehlhorn 2015: 4). An deutschen Hochschulen haben etwa ein Fünftel der Studierenden einen Migrationshintergrund (vgl. HIS 2017: 11) und, auch wenn dies nicht auf die tatsächlichen Kenntnisse ihrer Herkunftssprache schließen lässt, haben diese Studierenden eine besondere Motivation und einen oft unterschätzten Zugang dazu. Diese „lebensweltliche Mehrsprachigkeit“ (Gogolin 1998) stellt ein großes Potenzial dar.

