Empirische Zugänge zu Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen – Einführung in den Themenschwerpunkt
Empirische Zugänge zu Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen – Einführung in den Themenschwerpunkt
Die Förderung mehrsprachiger Kompetenzen ist ein übergeordnetes Ziel des Fremdsprachenunterrichts. Auf politischer Ebene unterstreichen Bemühungen wie die 3-Sprachenformel (vgl. Europäische Kommission 1996: 62), die die Fähigkeit zur Kommunikation in mindestens zwei Gemeinschaftssprachen neben der Erstsprache fordert, die Notwendigkeit der Förderung individueller Mehrsprachigkeit. Infolge dieser sprachenpolitischen Zielsetzungen wurden Konzepte zur curricularen Implementierung mehrsprachiger Ansätze vorgelegt (u.a. Allgäuer-Hackl/ Brogan/Henning/Hufeisen/Schlabach 2015) und mehrsprachigkeitsdidaktische Überlegungen zur integrativen Vermittlung von romanischen Schulfremdsprachen angestellt (u.a. Bär 2009). Im Bereich Deutsch als Zweitsprache wurden Maßnahmen zur Förderung von Kindern mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit erarbeitet (u.a. Jeuk 2015). Neben der schulischen Förderung von Mehrsprachigkeit findet Sprachenlernen an verschiedenen anderen Bildungsinstitutionen und außerschulischen Lernorten wie Kitas, Volkshochschulen, Studienkollegs und auch an Universitäten statt, wo es wiederum unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen, Erwerbskontexte und Zielgruppen gibt.

