Funktion durch Aufwand: Mit Gründlichkeit zur Innovation
Funktion durch Aufwand: Mit Gründlichkeit zur Innovation
Die Bootsgeschwindigkeit eines Ruderbootes skaliert sich wie die Zahl der Ruderer hoch 1/9: Ein Achter ist um 8 % schneller als ein Vierer. Die Geschwindigkeit wächst wie die Masse der Ruderer hoch 1/36. Das Schwergewichtsboot ist um den Faktor (95 kg/70 kg) hoch 1/36, d. h. um nur etwa 3% ... 4% schneller als die leichten Jungs. Grund: Die Ruderer müssen ihre Masse über die Strecke bewegen.
Das Skalierungsgesetz, Wirkungsgrad (85% Riemenrudern, 94% Skullen) und Kleiberkonstante (ε = 10 ⋅ 34 W/kg(3/4) Frauen, 12 ⋅ 61 W/kg(3/4) Männer) folgen aus einer Ähnlichkeitsbetrachtung und Energiebilanz des Systems „Rudern“. Welcher Zusammenhang besteht zum Institut Fluidsystemtechnik der Technischen Universität Darmstadt?
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Ruderboote einschließlich der biologischen Antriebsmaschinen sind komplexe Fluidsysteme bei denen Effizienz über Sieg und Niederlage entscheiden. Das Beispiel stellt überzeugend ein Fluidsystem dar.
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Ein Ruderboot steht stellvertretend für das Team von 30 Forschern am Institut Fluidsystemtechnik und dessen Schlagkraft.
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Die genannten Ergebnisse entstammen einer aktuellen Forschungsarbeit des Instituts, in Kürze prominent veröffentlicht in der Zeitschrift „Science“. Die Arbeit ist exemplarisch für unsere Forschungsphilosophie: „Alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher“ (Albert Einstein). Ohne diese Philosophie, die zur Abstraktion und Klarheit zwingt, sind die zitierten Ergebnisse nicht erreichbar.

