Rezension: LERCHER, MARIE-CHRISTIN & MIDDEKE, ANNEGRET (Hrsg.) (2006), Wider Raster und Schranken: Deutschland - Bulgarien - Österreich in der gegenseitigen Wahrnehmung. Wissenschaftliche Beiträge, Essays, Unterrichtsprojekte. Göttingen: Universitätsverlag.
Rezension: LERCHER, MARIE-CHRISTIN & MIDDEKE, ANNEGRET (Hrsg.) (2006), Wider Raster und Schranken: Deutschland - Bulgarien - Österreich in der gegenseitigen Wahrnehmung. Wissenschaftliche Beiträge, Essays, Unterrichtsprojekte. Göttingen: Universitätsverlag.
Die Bedeutungsvielfalt des Fremdheitsbegriffs in den zahlreichen wissenschaftlichen Alteritätsdiskursen (Xenologie, interkulturelle Hermeneutik, Stereotypenforschung, Kognitionspsychologie usw.) und in der Alltagskommunikation sprechen die Herausgeberinnen des Sammelbands, Marie-Christin Lercher und Annegret Middeke, bereits im Vorwort an. Sie betonen aber auch, wohin die Beschäftigung mit dem Fremden ganz bestimmt nicht führen darf bzw. wohin sie führen sollte: „[...] das gemeinsame Ziel jedoch sollte nicht das Beharren auf dem Eigenen, geschweige denn der von Tzvetan Todorov an der ‚Eroberung Amerikas’ exemplifizierte hermeneutisch e Sieg über den Anderen sein“, sondern die auf Toleranz gründende, möglichst konfliktfreie Interaktion zwischen den Menschen und ihren Kulturen.“ (VI). Bei einem solch hehren Vorsatz kann ein einzelnes Buch natürlich nicht viel mehr leisten als einen bescheidenen Beitrag. Der jedoch ist Autor/innen des Buches Wider Raster und Schranken im Großen und Ganzen vortrefflich gelungen.

