Einführung. Erste Schritte zu einer multidisziplinären Quellenkunde für die Erforschung der Fluvialen Anthroposphäre
Einführung. Erste Schritte zu einer multidisziplinären Quellenkunde für die Erforschung der Fluvialen Anthroposphäre
Im Zentrum der kleinen Quellenkunde steht die kritische Einführung in unterschiedliche Wege der Erforschung der Fluvialen Anthroposphäre, also der Auenlandschaft unter dem zunehmenden Einfluss des Menschen im Verlauf der Zeit. Sie entstand im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2361 „Auf dem Weg zur Fluvialen Anthroposphäre“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das seit 2023 gefördert wird. Unter ‚Wegen der Forschung‘ wird der Prozess des wissenschaftlichen Forschens im fruchtbaren interdisziplinären Spannungsfeld zwischen natur und geisteswissenschaftlichen Disziplinen verstanden. Damit sind zum einen Methoden, zum anderen Untersuchungsgegenstände (‚Quellen‘) gemeint, die zu einem definierten Zweck – Erkenntnis der Vergangenheit – analysiert werden. Auch wenn also die Ausrichtung der Fragerichtung auf historische Erkenntnis zielt, vermeidet sie eine disziplinäre Engführung auf die überwiegend text und artefaktgebundenen Geschichtswissenschaften zugunsten eines multidisziplinären Ansatzes. Der Band versteht sich als Versuch der wechselseitigen Erläuterung disziplinär spezifischer Wege zur Erforschung vergangener Verhältnisse in Flussauen durch eine Vermittlung quellenkritischer Expertise. Die Einleitung stellt Schlüsselkonzepte und Fragestellungen sowie die einzelnen Beiträge des Bandes vor.

