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  5. „Dass ich erkenne, was mich im Innersten zusammenhält“ : Das Tagebuch als sozialer Ort für Identitätsarbeit in der kommunikativen Ich-Schleife : Eine sprachwissenschaftlich-qualitative Textanalyse privater Tagebücher
 
  • Details
2025
Erstveröffentlichung
Dissertation
Verlagsversion

„Dass ich erkenne, was mich im Innersten zusammenhält“ : Das Tagebuch als sozialer Ort für Identitätsarbeit in der kommunikativen Ich-Schleife : Eine sprachwissenschaftlich-qualitative Textanalyse privater Tagebücher

File(s)
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Hauptpublikation
Herzberger-Nikibauer_Dissertation.pdf
CC BY 4.0 International
Format: Adobe PDF
Size: 5.99 MB
TUDa URI
tuda/13734
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-299805
DOI
10.26083/tuprints-00029980
Autor:innen
Herzberger-Nikibauer, Marianne ORCID 0009-0000-1342-0002
Kurzbeschreibung (Abstract)

Personale Identität gilt im postmodernen Verständnis als Projekt, in dem Menschen fortlaufend mit ihren inneren Ressourcen Passungs- und Synthesearbeit leisten, um sich selbst als kohärent, konsistent und sinnvoll zu erleben. Sie umfasst drei Dimensionen: einen sozialen und einen persönlichen Anteil sowie eine vermittelnde Instanz, die beide zu einem stimmigen Ganzen verschränkt und das Einheitserleben über Zeiten und Kontexte hinweg sichert. Die Arbeit untersucht das private Tagebuch als interaktiven Raum der Identitätsarbeit. Theoretisch werden Gattungsforschung, postmoderne Identitätstheorien und Modelle der Autokommunikation verknüpft. Methodisch wird eine qualitativ-linguistische Analyse zweier authentischer Tagebücher durchgeführt. Dabei werden kommunikative Muster des Selbstgesprächs, sprachliche Formen der Selbstpositionierung und der individuelle Stil der Tagebuchautor:innen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen erstens, dass Tagebücher dialogisch eine triadische Struktur aus den Gesprächsinstanzen Ich, Du und einer dritten Bezugseinheit entwickeln, wodurch gelernte Interaktionsmuster abgebildet werden. Zweitens verknüpfen die Texte kontinuierlich gesellschaftliche Rollen mit individuellem Erleben; so entsteht Identitätsarbeit, die soziale Erwartungen und persönliche Kohärenz iterativ vermittelt. Drittens lässt sich eine „Tagebuch-Ich-Identität“ fassen – eine medienspezifische Teilidentität, die wechselnde Funktionsrollen übernimmt, autokommunikativ agiert und durch ihr konstantes Sprachmuster die Einheit des Selbst stiftet. Damit positioniert die Dissertation das private Tagebuch als unverzichtbare Quelle für die Erforschung sprachlicher Identitätskonstruktion und erweitert gängige Kommunikationstheorien um ein systematisches Verständnis autokommunikativer Prozesse.

Freie Schlagworte

Tagebuch

Identität

Schreiben

Selbstgespräch

Autokommunikation

Sprache
Deutsch
Alternativtitel
“So that I may perceive whatever holds myself together in my inmost folds”
The diary as a social place for identity formation through self-talk. A qualitative linguistic text-analysis of private diaries.
Alternatives Abstract

In the postmodern understanding, personal identity is a project in which people continuously use their inner resources to fit and synthesise in order to experience themselves as coherent, consistent and meaningful. It comprises three dimensions: a social and a personal part as well as a mediating instance that interweaves the two into a coherent whole and ensures the experience of unity across times and contexts. The work examines the private diary as an interactive space for identity work. Theoretically, genre research, postmodern identity theories and models of autocommunication are linked. Methodologically, a qualitative-linguistic analysis of two authentic diaries is carried out. Communicative patterns of self-talk, linguistic forms of self-positioning and the diarists' individual styles are analysed. The results show, firstly, that diaries develop a triadic structure in dialogue from the conversational instances of I, you and a third reference unit, whereby learned interaction patterns are depicted. Secondly, the texts continuously link social roles with individual experiences; this results in identity work that iteratively conveys social expectations and personal coherence. Thirdly, a ‘diary ego identity’ can be conceptualised - a media-specific partial identity that takes on changing functional roles, acts in an autocommunicative manner and, through ist through its constant language pattern. The dissertation thus positions the private diary as an indispensable source for the study of linguistic identity construction and expands current communication theories to include a systematic understanding of autocommunicative processes.

Fachbereich/-gebiet
02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft > Germanistik – Angewandte Linguistik
DDC
100 Philosophie und Psychologie > 100 Philosophie
300 Sozialwissenschaften > 300 Sozialwissenschaften, Soziologie
400 Sprache > 400 Sprache, Linguistik
Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort
Darmstadt
Datum der mündlichen Prüfung
11.11.2024
Gutachter:innen
Janich, Nina
Rapp, Andrea
Handelt es sich um eine kumulative Dissertation?
Nein
Name der Gradverleihenden Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort der Gradverleihenden Institution
Darmstadt
PPN
529798174

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