Wie bezahlt man Open Access richtig? Überlegungen zur Umstellung des Erwerbungshaushaltes der ULB Darmstadt
Wie bezahlt man Open Access richtig? Überlegungen zur Umstellung des Erwerbungshaushaltes der ULB Darmstadt
Die ULB Darmstadt fördert seit geraumer Zeit ideell und praktisch Open Access (OA). Sie hat ein umfangreiches Konzept zur Beratung von Nutzerinnen und Nutzern der TU entwickelt, hat bei der Entwicklung der OA Policy der TU Darmstadt mitgewirkt und Infrastrukturen aufgebaut, um Publikationen im Green, Gold und Diamond OA zu veröffentlichen. Sie beteiligt sich an einschlägigen Ausschreibungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Finanzierung von OA-Publikationen, befördert mittelbar über DEAL OA oder schließt OA-Transformations- und Rahmenverträge. Hinzu treten Mitgliedschaften in und Förderung von Institutionen und Gremien, die OA unterstützen sowie Unterstützung bzw. Unterzeichnung einschlägiger Initiativen und Aufrufe. Diese Maßnahmen folgen der Überzeugung, dass sich das wissenschaftliche Publikationswesen innerhalb der nächsten Jahre in seinen wesentlichen Teilen auf OA umstellen wird (Schimmer, Geschuhn, Vogler 2015). Es liegt auf der Hand, dass sich dadurch auch die Finanzströme ändern und dass auch der Erwerbungsetat der ULB nicht mehr wie bisher ausschließlich für Medienerwerb durch Kauf oder Lizenzierung, sondern schrittweise für OA als dem primären Publikationsformat eingesetzt wird.

