Untersuchung der bauphysikalischen Leistungsfähigkeit funktionalisierter Papiere im hygroskopischen Feuchtebereich
Untersuchung der bauphysikalischen Leistungsfähigkeit funktionalisierter Papiere im hygroskopischen Feuchtebereich
Im Bauwesen gewinnen Materialien mit feuchtavariablen Dampfdurchlässigkeiten zunehmend an Relevanz. Insbesondere als feuchtevariable Dampfbremse finden Materialien mit feuchtavariablen Dampfdurchlässigkeiten Anwendung in Dach- und Wandaufbauten. Die Verwendung einer solchen Dampfbremse ermöglicht die Vermeidung übermäßiger Auffeuchtungen innerhalb der Konstruktion im Winter sowie ein Abtrocknen der Konstruktion im Sommer. Da Dampfbremsen ausschließlich aus Kunststoffen hergestellt werden, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Erschließung des recyclingfähigen Materials „Papier” für eine solche Anwendung. Dafür ist eine chemische Funktionalisierung der Papiere notwendig. Die vorliegende Arbeit untersucht die Sorptions- und Desorptionseigenschaften, die Wasserdampfdurchlässigkeit sowie den statischen Kontaktwinkel unterschiedlicher Beschichtungen. Ziel ist es, das Potential von funktionalisierten Papieren zur Nutzung als feuchtevariable Dampfbremse zu evaluieren. Des Weiteren werden numerische Simulationen eines Wand- sowie eines Dachaufbaus durchgeführt, um Anforderungen an eine innerhalb dieser Konstruktionen befindliche feuchtevariable Dampfbremse zu definieren.

