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Policies addressing economic effects of new automation technologies

Eckardt, Marcel Steffen (2022):
Policies addressing economic effects of new automation technologies. (Publisher's Version)
Darmstadt, Technische Universität Darmstadt,
DOI: 10.26083/tuprints-00022501,
[Ph.D. Thesis]

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Item Type: Ph.D. Thesis
Status: Publisher's Version
Title: Policies addressing economic effects of new automation technologies
Language: English
Abstract:

The last decades have witnessed a rapid development and adoption of new automation technologies. These technologies transform the economy and, in particular, the labor market. Recent evidence suggests that automation is partly responsible for the decline in the labor share and the polarization of real wages. This cumulative dissertation is dedicated to the issue of this emerging income inequality, exploring the following policy instruments: a binding minimum wage, a task-specific tax, and policy complementarities to curb market power. This is done in three stand-alone papers, of which two papers have already been published.

The first paper examines whether a minimum wage is a suitable policy instrument for reducing the emerging income inequality resulting from automation. For this aim, we introduce a binding minimum wage in a task-based framework, in which tasks are performed by machines, low-skill, and high-skill workers. We show that the inequality between the low-skill wage and the other factor prices decreases when the minimum wage increases. However, an increase in the minimum wage may create ripple effects where low-skill workers are displaced by the other production factors and, consequently, the income share of low-skill workers is nonincreasing. Further, we explore the effects of automation on labor market outcomes along five different margins. In the presence of a minimum wage, we show that the output effects of automation at the extensive margin and the creation of new tasks are ambiguous. The reason for this is twofold: on the one hand, a positive impact of the cost-saving effect and, on the other hand, a negative impact of the displacement of low-skill workers. In particular, we emphasize a potential trade-off between less inequality of the factor prices and greater inequality of the income shares.

The second paper analyses the selection of the preferred level of automation in a political economy consisting of low-skill and high-skill workers. To control the level of automation, we implement a task-specific tax in a task-based framework. First, we assume that low-skill workers have the full power to select their favorite level of automation. In this setting, we show that they prefer to tax machines such that the level of automation is lower compared to the case without a tax. Then, we examine the impact of different types of technical changes and show that they influence the low-skill workers' selection of their favorite level of automation. Hence, these changes affect the inequality between low-skill and high-skill workers. Finally, we consider the high-skill workers' favorite level of automation and the aggregated outcome of a political process between both groups of workers. We observe that high-skill workers prefer a taxation of low-skill workers to increase the level of automation beyond the case without a tax. Therefore, the greater the power of high-skill workers in the political process is, the greater the selected level of automation is.

The third paper explores whether broad reforms are more advantageous than singular policies for raising workers' real wages. Recent evidence suggests that - most likely due to economies of scale - automation has been accompanied by an increase in firms' market power, not only in the product market but also in the labor market. As a result, mark-ups have increased, and nominal wages have come under pressure. As anti-competitive behavior of firms reduces workers' real wages, policymakers usually focus on antitrust regulation but neglect to curb employers' monopsony power. We show that there is a policy complementary by addressing both types of market power. Hence, broad reforms should be preferred.

Alternative Abstract:
Alternative AbstractLanguage

Die letzten Jahrzehnte waren von einer rasanten Entwicklung und Einführung neuer Automatisierungstechnologien geprägt. Diese Technologien verändern die Ökonomie und insbesondere den Arbeitsmarkt. Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Automatisierung mitverantwortlich ist für die sinkende Lohnquote und die Polarisierung der Reallöhne. Die vorliegende kumulative Dissertation betrachtet diese sich abzeichnende Einkommensungleichheit. In drei eigenständigen Papieren werden die folgenden Politikinstrumente untersucht, um der Einkommensungleichheit entgegenzuwirken: ein bindender Mindestlohn, eine aufgabenspezifische Steuer und politische Komplementaritäten zur Eindämmung der Marktmacht. Zwei dieser Papiere wurden bereits veröffentlicht.

Im ersten Papier wird untersucht, ob ein Mindestlohn ein passendes Politikinstrument ist, um die aufgrund von Automatisierung aufkommende Einkommensungleichheit zu reduzieren. Dazu führen wir einen bindenden Mindestlohn in einem aufgabenspezifischen Modellrahmen ein, in welchem Aufgaben von Maschinen, gering- und hochqualifizierten Arbeitern ausgeführt werden. Wir zeigen, dass die Ungleichheit zwischen den Lohn der geringqualifizierten Arbeiter und den anderen Faktorpreisen sinkt, wenn der Mindestlohn steigt. Jedoch kann eine Erhöhung des Mindestlohns Welleneffekte erzeugen, bei denen geringqualifizierte Arbeiter durch die anderen Produktionsfaktoren verdrängt werden. Folglich ist Lohnquote der geringqualifizierten Arbeiter nicht wachsend. Weiterhin untersuchen wir die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeitsmarktergebnisse entlang von fünf Margen. Wir zeigen, dass der Outputeffekt der Automatisierung an der extensiven Marge und der Erschaffung neuer Aufgaben nicht eindeutig ist im Beisein eines Mindestlohns. Das liegt einerseits am positiven Einfluss des Kosteneinsparungseffekts und andererseits am negativen Einfluss der Verdrängung von geringqualifizierten Arbeitern. Insbesondere wird ein potentieller Trade-off zwischen geringerer Ungleichheit von Faktorpreisen und größerer Ungleichheit von Einkommensquoten betont.

Im zweiten Papier analysieren wir die Auswahl des favorisierten Levels der Automatisierung in einer politischen Ökonomie, die aus gering- und hochqualifizierten Arbeitern besteht. Um das Level der Automatisierung zu regulieren, führen wir eine aufgabenspezifische Steuer in einem aufgabenspezifischen Modellrahmen ein. Zuerst nehmen wir an, dass geringqualifizierte Arbeiter uneingeschränkt ihr favorisiertes Level der Automatisierung auswählen können. In diesem Fall zeigen wir, dass sie bevorzugen Maschinen zu besteuern, so dass das Level der Automatisierung geringer ist als im Fall ohne Steuer. Anschließend untersuchen wir den Einfluss verschiedener technischer Veränderungen und zeigen, dass diese die Wahl des favorisierten Levels der Automatisierung der geringqualifizierten Arbeiter beeinflussen. Somit haben diese Veränderungen Auswirkungen auf die Ungleichheit zwischen gering- und hochqualifizierten Arbeitern. Schließlich untersuchen wir das favorisierte Level der Automatisierung von hochqualifizierten Arbeitern und das aggregierte Ergebnis eines politischen Prozesses zwischen beiden Arbeitergruppen. Dabei beobachten wir, dass hochqualifizierte Arbeiter eine Besteuerung von geringqualifizierten Arbeitern bevorzugen, um das Level der Automatisierung gegenüber dem Fall ohne Steuer zu erhöhen. Folglich gilt, dass je größer der Einfluss der hochqualifizierten Arbeiter im politischen Prozess ist, desto größer ist das gewählte Level der Automatisierung.

Das dritte Papier untersucht, ob breit angelegte Reformen vorteilhafter für die Erhöhung der Reallöhne der Arbeiter sind als singuläre Politiken. Jüngste Erkenntnisse suggerieren, dass - wahrscheinlich aufgrund von Skaleneffekten - Automatisierung mit einer Zunahme der Marktmacht von Unternehmen einhergeht, und zwar nicht nur auf dem Produktmarkt, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt. Infolgedessen sind Gewinnaufschläge gestiegen und Nominallöhne unter Druck geraten. Da wettbewerbswidriges Verhalten von Unternehmen die Reallöhne der Arbeiter senkt, fokussieren sich politische Entscheidungsträger normalerweise auf kartellrechtliche Regulationen, vernachlässigen jedoch die Eindämmung der Monopolmacht von Arbeitgebern. Wir zeigen, dass es eine politische Komplementarität durch die Adressierung beider Arten von Marktmarkt gibt. Somit sollten breit angelegte Reformen bevorzugt werden.

German
Place of Publication: Darmstadt
Collation: xv, 156 Seiten
Classification DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Divisions: 01 Department of Law and Economics > Volkswirtschaftliche Fachgebiete > Fachgebiet Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik
Date Deposited: 24 Oct 2022 12:06
Last Modified: 25 Oct 2022 07:05
DOI: 10.26083/tuprints-00022501
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-225010
Referees: Neugart, Prof. Dr. Michael ; Dawid, Prof. Dr. Herbert
Date of oral examination: 11 October 2022
URI: https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/22501
PPN: 500735328
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