<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Publishing DTD v1.2 20120330//EN" "http://jats.nlm.nih.gov/publishing/1.2/JATS-journalpublishing1.dtd">
<!--<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="article.xsl"?>-->
<article article-type="research-article" dtd-version="1.2" xml:lang="de" xmlns:mml="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
<front>
<journal-meta>
<journal-id journal-id-type="issn">1205-6545</journal-id>
<journal-title-group>
<journal-title>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</journal-title>
</journal-title-group>
<issn pub-type="epub">1205-6545</issn>
<publisher>
<publisher-name>Universit&#228;ts- und Landesbibliothek Darmstadt</publisher-name>
</publisher>
</journal-meta>
<article-meta>
<article-id pub-id-type="doi">10.48694/zif.4007</article-id>
<article-categories>
<subj-group>
<subject>Aufsatz zum Themenschwerpunkt</subject>
</subj-group>
</article-categories>
<title-group>
<article-title>Migrationssensibler Fremdsprachenunterricht &#8211; Voraussetzungen, Lerngelegenheiten und Ziele am sogenannten dritten Ort. Einf&#252;hrung in den Themenschwerpunkt</article-title>
</title-group>
<contrib-group>
<contrib contrib-type="author" corresp="yes">
<name>
<surname>Dietrich-Grappin</surname>
<given-names>Sarah</given-names>
<prefix>Prof. Dr.</prefix>
</name>
<email>sarah.dietrich-grappin@uni-bonn.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
</contrib>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>Gogolin</surname>
<given-names>Ingrid</given-names>
<prefix>Prof. Dr.</prefix>
</name>
<email>gogolin@uni-hamburg.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-2">2</xref>
</contrib>
<contrib contrib-type="author">
<name>
<surname>Usanova</surname>
<given-names>Irina</given-names>
<prefix>Dr.</prefix>
</name>
<email>irina.usanova@uni-hamburg.de</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-2">2</xref>
</contrib>
</contrib-group>
<aff id="aff-1"><label>1</label>Romanische Sprachen, Kulturen, Literaturen, Universit&#228;t Bonn</aff>
<aff id="aff-2"><label>2</label>Universit&#228;t Hamburg</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2024-08-27">
<day>27</day>
<month>08</month>
<year>2024</year>
</pub-date>
<pub-date pub-type="collection">
<year>2024</year>
</pub-date>
<volume>29</volume>
<issue>2</issue>
<fpage>1</fpage>
<lpage>20</lpage>
<permissions>
<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2024 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2024</copyright-year>
<license license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
<license-p>CC BY 4.0 International - Creative Commons, Namensnennung. See <uri xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</uri>.</license-p>
</license>
</permissions>
<self-uri xlink:href="https://zif.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/articles/10.48694/zif.4007"/>
</article-meta>
</front>
<body>
<p>Dass die neuen Bildungsstandards f&#252;r die 1. Fremdsprache eine &#8222;plurilinguale und interkulturelle Diskurskompetenz&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B29">KMK 2023: 6</xref>) als &#252;bergeordnete Zielkompetenz setzen, ist durchaus bemerkenswert: erstens, weil erstmals in der Geschichte der Fachpr&#228;ambeln f&#252;r den fremdsprachlichen Unterricht der Mehrsprachigkeits- und der Kompetenzbegriff eine Verbindung eingehen; zweitens, weil nun auch eine Form von Mehrsprachigkeit adressiert wird, die nicht aus dem Fach und Bildungssystem heraus entsteht. Plurilinguale Kompetenz wird als Lernvoraussetzung gefasst, die aufgrund von &#8222;Erfahrungen mit unterschiedlichen Registern, Dialekten, Herkunftssprachen&#8220; (ebd.) bereits vorhanden und durch die im Unterricht vermittelte(n) Fremdsprache(n) noch auszubauen sei. Auf Herkunftssprachen geht das Dokument eingangs unter Bezugnahme auf die &#8222;Heterogenit&#228;t der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler&#8220; und ihren &#8222;sozialen und kulturellen Hintergrund&#8220; (ebd.: 3) ein. W&#228;hrend Heterogenit&#228;t zun&#228;chst noch als Herausforderung f&#252;r den individuellen Bildungserfolg im Sinne der Standarderreichung anklingt (vgl. ebd.), sind Herkunftssprachen im weiteren Dokument ausschlie&#223;lich als Ressource markiert (diskursive und kommunikative Mittel, Strategien, Lexikogrammatik, soziolinguistisches und -kulturelles Wissen, vgl. ebd.: 7). Dabei wird herkunftssprachliches Vorwissen meist sprachlich (Standards zu Lesen, Sprechen, Schreiben, Sprachbewusstheit, Sprachlernkompetenz, vgl. ebd.: 12&#8210;16 und 23&#8210;25; <xref ref-type="bibr" rid="B12">Dietrich-Grappin 2024: 83&#8210;86</xref>), seltener kulturell gefasst (Standards zu Mediation/Sprachmittlung, interkulturelle Kompetenz, vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">KMK 2023: 17&#8210;18 und 20&#8210;21</xref>). Diese neue bildungspolitische Entwicklung in Deutschland, die ihren Ausgang auf europ&#228;ischer Ebene nahm (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Council of Europe 2018</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B12">Dietrich-Grappin 2024</xref>), wirft nicht nur hierzulande die Frage nach dem Verh&#228;ltnis von Fremdsprachenunterricht (FSU) und Migration auf, der wir im Rahmen des vorgelegten Themenschwerpunkts nachgehen m&#246;chten. Im Folgenden stellen wir definitorische &#220;berlegungen zum Schwerpunktthema (Kap. 1) und das Spektrum bisheriger Forschungszug&#228;nge vor, das sich in die empirische Kompetenz- und Einstellungsforschung aus der Perspektive der Lernenden (Kap 2), Einstellungsforschung zur Lehrperspektive (Kap. 3) sowie Beitr&#228;ge zur Weiterentwicklung von Unterrichtsmaterial (Kap. 4) und zur Diskussion von Lern- und Bildungszielen (Kap. 5) gliedert. Die Beitr&#228;ge dieses Themenhefts sind jeweils einem Forschungszugang zugeordnet und werden am Ende eines Abschnitts vorgestellt.</p>
<sec>
<title>1 Migrationssensibler Fremdsprachenunterricht: Herkunftssprachen und der &#8218;dritte Ort&#8216; als Bezugspunkte</title>
<p>Der Themenschwerpunkt widmet sich einer Vorstellung von FSU und Fremdsprachenforschung, die in besonderer Weise auf migrationsbedingte Mehrsprachigkeit R&#252;cksicht nimmt. Mit dem Konstrukt &#8222;migrationssensibler Fremdsprachenunterricht&#8220; wirft bereits Hohwiller (<xref ref-type="bibr" rid="B25">2017: 5</xref>) die Frage auf, &#8222;wie die Fremdsprachen ihren Teil zur Sprachbildung gestalten sollen&#8220;. Die Begriffspr&#228;gung weist somit gro&#223;e Affinit&#228;t zum Konzept der &#8222;Durchg&#228;ngigen Sprachbildung&#8220; auf (<xref ref-type="bibr" rid="B19">Gogolin/Dirim/Klinger/Lange/Lengyel/Michel/Neumann/Reich/Roth/Schwippert 2011</xref>). Dieses Konzept beruht auf Analysen zur Frage nach den H&#252;rden zum Erreichen von Bildungsgerechtigkeit, die f&#252;r Lernende mit Migrationsgeschichte im Bildungssystem selbst aufgestellt sind. Zu den Resultaten der Analysen geh&#246;rt, dass Diskrepanzen zwischen sprachlichen Lebensbedingungen und individuellem Sprachverm&#246;gen einerseits sowie dem sprachlichen Angebot der Schule bzw. des Unterrichts andererseits bestehen. Anschlie&#223;end an allgemeine Erkenntnisse &#252;ber Entwicklung und Lernen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B20">Gold 2015</xref>) ist das Aufgreifen von Vorwissen und Erfahrungen eine Voraussetzung <italic>sine qua non</italic> f&#252;r Bildungserfolg. Daher sind die mitgebrachten individuellen sprachlichen Kenntnisse und F&#228;higkeiten die Grundlage f&#252;r den weiteren Ausbau sprachlichen Wissens und K&#246;nnens, der durch Unterricht angeleitet wird. Je nach Lebenslage geh&#246;ren zum mitgebrachten Bestand auch herkunftssprachliche Erfahrungen aus Familien, die in mehr als einer Sprache leben. Mit dem Konzept &#8222;Durchg&#228;ngige Sprachbildung&#8220; wird darauf verwiesen, dass die Aufgabe der F&#246;rderung sprachlichen Wissens und K&#246;nnens sich nicht nur dem sprachlichen Unterricht stellt, sondern jedem Unterricht. Der Sprachunterricht &#252;bernimmt hier spezifische Aufgaben, sowohl mit Blick auf Einzelsprachen als auch in einer &#252;ber einzelsprachliche Sichtweisen hinausgehenden Perspektive (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B18">Gogolin 2020: 165</xref>).</p>
<p>Zusammen mit dem Konzept der &#8222;Durchg&#228;ngigen Sprachbildung&#8220; wurde eine Neufassung des Begriffs &#8222;Bildungssprache&#8220; vorgeschlagen (<xref ref-type="bibr" rid="B40">Reich 2013</xref>). Damit wird auf die Spezifik der sprachlichen Mittel aufmerksam gemacht, mit deren Hilfe man sich im Kontext formaler Bildung Erfahrung, Wissen und Urteilsverm&#246;gen aneignet. Es handelt sich also nicht um <italic>eine</italic> Sprache, sondern um eine spezielle Variante jeder Sprache, die in etablierten Bildungseinrichtungen gelehrt und gelernt werden soll. Aus dem Deutsch- und DaZ-Bereich und den Didaktiken der nichtfremdsprachlichen F&#228;cher liegen Konzepte vor, die sich spezifisch auf die Unterst&#252;tzung des Lernens von sprachlichen Mitteln richten, die eine besondere Rolle in der Kommunikation der jeweiligen Unterrichtsf&#228;cher spielen (z.B. &#8222;Sprachensensibler Fachunterricht&#8220;, <xref ref-type="bibr" rid="B31">Leisen 2013</xref>). Hier spiegelt sich eine Vorstellung von Sprachbildung im Sinne der F&#246;rderung der deutschen Sprache als Aufgabe aller F&#228;cher. Aufgrund dieser Engf&#252;hrung auf die deutsche Sprache, die im Fremdsprachenunterricht nicht im Fokus stehen kann, verhielten sich die Fremdsprachen zum Konzept &#8222;Durchg&#228;ngiger Sprachbildung&#8220; bislang verhalten (<xref ref-type="bibr" rid="B9">Caspari 2017: 201</xref>). Die z&#246;gerliche Rezeption erkl&#228;rt sich f&#252;r die nachgelernten Fremdsprachen (Romania; Deutsch als Fremdsprache) auch aufgrund ihrer bereits vorhan-denen mehrsprachigkeitsdidaktischen Tradition, die das Anliegen einer Ber&#252;cksichtigung sprachlichen Vorwissens bereits einzul&#246;sen versuchte &#8211; auch wenn sie auf schulisch vorgelernte Prestigefremdsprachen und eine zielsprachlich-lern&#246;konomische Legitimation ausgerichtet blieb. In j&#252;ngerer Zeit entwickelt sich die Mehrsprachigkeitsdidaktik in den Fremdsprachen jedoch dahingehend, den Herkunftssprachen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und dabei auch Ziele jenseits der Zielsprachenkompetenz in den Blick zu nehmen (Desiderat einer &#8222;aufgekl&#228;rten Mehrsprachigkeitsdidaktik&#8220;, <xref ref-type="bibr" rid="B41">Reimann 2016</xref>; &#8222;plurilinguale Kompetenz&#8220; als Bildungsziel, <xref ref-type="bibr" rid="B11">Dietrich-Grappin 2020</xref>). Die Anschlussf&#228;higkeit an das Konzept der &#8222;Durchg&#228;ngigen Sprachbildung&#8220; besteht offenkundig im gemeinsamen Interesse an migrationsbedingter Mehrsprachigkeit. Bei n&#228;herer Betrachtung werden zudem weitere Gemeinsamkeiten deutlich: Durch den Fokus auf Herkunftssprachen, die in gro&#223;er Zahl im fremdsprachlichen Klassenzimmer vorhanden sind, m&#252;ssen tats&#228;chliche Lernprozesse und -pr&#228;ferenzen sowie binnendifferenzierende Ma&#223;nahmen in Unterricht und Forschung st&#228;rker im Mittelpunkt stehen als kontrastivlinguistische &#220;berlegungen. Und durch die Problematisierung der Normativit&#228;t von fremdsprachlich-einzelsprachlicher Kompetenz wird die Frage nach sprachen&#252;bergreifenden und kulturellen Implikationen von Sprachbildung in der Migrationsgesellschaft virulent.</p>
<p>Einen wichtigen Bezugspunkt von migrationssensiblem FSU stellen Herkunftssprachen und ihre potenziell lernf&#246;rder- oder hinderliche Transferwirkung im Lernprozess ihrer Sprecher*innen dar, wobei in den Fremdsprachenf&#228;chern auch der Sonderfall auftreten kann, dass die Zielsprache als Herkunftssprache gesprochen wird (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">Beckmann/Hohwiller 2018</xref>). Unter R&#252;ckgriff auf das in den 1970er im angloamerikanischen Raum aufgekommene Konzept der <italic>heritage language</italic> lassen sich zwei Typen eines <italic>heritage speaker</italic> unterscheiden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B4">Brehmer/Mehlhorn 2018a: 17</xref>): Im weiten Verst&#228;ndnis werden darunter Sprecher*innen gefasst, die &#8222;eine besondere ethnische, kulturelle und emotionale Verbundenheit&#8220; (ebd.) mit der Herkunftssprache aufweisen, ohne sie zu beherrschen; das enge Begriffsverst&#228;ndnis impliziert hingegen das Vorhandensein herkunftssprachlicher Kenntnisse, die in einem spezifischen sprachenbiographischen und soziolinguistischen Kontext ausgebildet wurden:</p>
<disp-quote>
<p>Der Erwerb erfolgt ab der Geburt innerhalb der Familie, wobei die HS [= Herkunftssprache, Anmerkung der Hrsg.] aber soziopolitisch den Status einer Minderheitensprache aufweist und daher im Wesentlichen nur in bestimmten Funktionsbereichen (v.a. zur Kommunikation innerhalb der Familie) eingesetzt werden kann. (<xref ref-type="bibr" rid="B4">Brehmer/Mehlhorn 2018a: 18</xref>)</p>
</disp-quote>
<p>Demzufolge ist f&#252;r Herkunftssprachen kennzeichnend, dass sie ungesteuert im famili&#228;ren Kontext erworben werden, wobei der Erwerb meist fr&#252;her oder zumindest parallel zum Erwerb der Sprache der Mehrheitsgesellschaft einsetzt, der (wenn nicht auch &#252;ber ein Elternteil) &#252;ber die Kommunikation und Wissensvermittlung in Bildungsinstitutionen erfolgt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B4">Brehmer/Mehlhorn 2018a: 18</xref>). Herkunftssprecher*innen (HS) sind somit funktional zweisprachig. Im Unterschied zum englischen <italic>heritage</italic>, das auf die zweite (oder sp&#228;tere) Generation in der Migrationserfahrung verweist, impliziert die deutsche &#220;bertragung, dass auch noch eine direkte biographische Beziehung des Individuums zum Herkunftsland bestehen kann (vgl. ebd.: 19). &#220;ber den Sprachbesitz sind HS nur schwer zu definieren: Zwar wird ihre Sprachkompetenz in quantitativer Hinsicht mitunter von derjenigen abgegrenzt, &#252;ber die gleichaltrige monolingual sozialisierte Sprecher*innen verf&#252;gen; aufgrund hochgradig individueller Erwerbsverl&#228;ufe ist es in qualitativer Hinsicht jedoch unm&#246;glich, bestimmte Definitionsmerkmale anzusetzen. Dass also eher rezeptive (statt produktive) und eher m&#252;ndliche (statt schriftliche) Kompetenzen ausgebildet werden, sollte nur als Tendenz aufgefasst und vor dem Hintergrund weiterer Variablen betrachtet werden: Neben dem sozio&#246;konomischen Status und der Bildungsn&#228;he oder -ferne des famili&#228;ren Umfelds kann auch das Bildungssystem des Herkunftslandes und die Nutzung herkunftssprachlicher Unterrichtsangebote dar&#252;ber entscheiden, ob und wie die Herkunftssprache weitergegeben wird. Auch die Art der biographischen Beziehung der Familienmitglieder zum Herkunftsland und zu anderen HS bedingt den Entwicklungsraum f&#252;r herkunftssprachliches Sprachverm&#246;gen. F&#252;r migrationssensible Fremdsprachenforschung ist entscheidend, Migration und Sprachbesitz von HS (der mindestens eine vorhandene Zweisprachigkeit umfasst) als komplexen Variablenverbund zu betrachten, &#8222;possibly too complex for most forms of empirical research&#8221; (<xref ref-type="bibr" rid="B14">Duarte/Gogolin 2013: 3</xref>).</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt f&#252;r migrationssensiblen FSU besteht im Diskurs &#252;ber den &#8218;dritten Ort&#8216; &#8211; also die an postkoloniale Erw&#228;gungen anschlie&#223;ende <italic>Third Space Theory</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B3">Bhabha 2016</xref>), die die kulturelle Einzigartigkeit jedes Individuums betont, zugleich aber seine gleichberechtigte Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft einfordert. F&#252;r Hohwiller bezeichnet der dritte Ort in einem migrationssensiblen fremdsprachlichen Klassenzimmer einen Ort, &#8222;an dem niemand in der Lerngruppe aus sprachlichen Gr&#252;nden &#252;bervorteilt oder benachteiligt wird&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B25">Hohwiller 2017: 6</xref>). Hohwillers Auslegung des dritten Ortes bezieht sich auf sprachliches Lernen und die Frage der Bildungsgerechtigkeit, bei der er davon ausgeht, dass sie sich fremdsprachenspezifisch anders stellt. So seien mangelnde Deutschkenntnisse im einsprachig erteilten Englischunterricht kein Hindernis f&#252;r die Bildungsbeteiligung von HS (vgl. ebd.). Ob diese Aussage empirisch haltbar ist, sei dahingestellt (s. Kap. 2). In jedem Fall verdeutlicht Hohwiller, dass sich die Frage der Bildungsgerechtigkeit f&#252;r die Fremdsprachenf&#228;cher nicht in der F&#246;rderung der deutschen Sprache in ihrer bildungs- oder fachsprachlichen Variante ersch&#246;pfen kann. Vielmehr sind die Fremdsprachenf&#228;cher aufgefordert, eigene didaktisch-methodische Konzepte vorzulegen, die auch an herkunftssprachliche F&#228;higkeiten ankn&#252;pfen und eine F&#246;rderung des gesamten Sprachenrepertoires im Hinblick auf metasprachliche, lernstrategische und plurikulturelle Wissensbest&#228;nde intendieren. Das Konzept des dritten Ortes ist besonders geeignet, kulturellem Lernen in der Diskussion von Sprachbildung und fremdsprachlicher Bildung Aufmerksamkeit zu schenken und den sprachkompetenzbezogenen Status quo zu hinterfragen. Fremdsprachliche Lern- und Bildungsziele mit kulturellen Implikationen sind im migrationssensiblen FSU neu zu gewichten und so zu verfolgen, dass sie HS wie auch monolingual sozialisierten Lernenden den Ausdruck ihrer kulturellen Vielstim-migkeit erlauben.</p>
</sec>
<sec>
<title>2 Die Perspektive der Lernenden</title>
<p>Im Hinblick auf Lernende im FSU, die auch HS sind, liegen im deutschsprachigen Raum auf der einen Seite <italic>large-scale</italic>-Studien vor, die migrationsbedingte Mehrsprachigkeit als Variable f&#252;r die Ausbildung von Sprachkompetenz in der Zielsprache sowie von transversalem Kompetenzaufbau untersuchen, wobei Herkunftssprachenkompetenz in der Regel nicht gemessen wird. In der DESI-Studie konnte mithilfe sprachbiographischer und -kompetenzbezogener Daten im Deutschen und Englischen in der 9. Jahrgangsstufe bei Kontrolle der konfundierten Variablen Bildungsgang und sozialer Hintergrund gezeigt werden, dass HS im Englischen h&#246;here Testergebnisse beim Lese- und H&#246;rverstehen und in den Bereichen Grammatik und Sprachbewusstheit erzielten (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B23">Hesse/G&#246;bel/Hartig 2008: 218</xref>), w&#228;hrend sie in Deutsch unterlegen waren, insbesondere jene, die nicht auch Deutsch als ihre Erstsprache angaben (vgl. ebd.: 216). Von Geburt an zweisprachige HS erreichten zudem bessere Ergebnisse im Bereich Soziopragmatik des Englischen (vgl. ebd.: 218&#8211;219). Zudem wurde nachgewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen der &#252;ber Selbsteinsch&#228;tzungen ermittelten Herkunftssprachenkompetenz und den Leistungen im Deutschen (Textproduktion, Argumentieren) und Englischen (Soziopragmatik) besteht (vgl. ebd.: 220&#8211;221) und dass HS auch im Klassenverband zur Leistungssteigerung im Fach Englisch beitrugen (vgl. ebd.: 226). Auch Maluch/Kempert/Neumann/Stanat konnten einen positiven Effekt zwischen vorhandener Zweisprachigkeit und Englischleistungen f&#252;r die 6. Klasse nachweisen (vgl. ebd.: 80), allerdings erwiesen sich Deutschkenntnisse als st&#228;rkster Pr&#228;diktor f&#252;r erfolgreichen Englischerwerb (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B33">Maluch et al. 2015: 82</xref>). In Bezug auf die Ausbildung von Textkompetenz im Schweizer Bildungssystem (&#220;bergang der 6. in die 7. Klasse) wurden signifikante interlinguale und modalit&#228;ten&#252;bergreifende Korrelationen beim Schreiben (Textl&#228;nge) und Sprechen (Textl&#228;nge, Konnektorentokens) in Deutsch und den Fremdsprachen Englisch und Franz&#246;sisch und ein positiver Effekt f&#252;r HS beim Sprechen (Konnektorenh&#228;ufigkeit) ermittelt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B15">Egli Cuenat/Br&#252;hwiler 2020: 97&#8211;98</xref>), w&#228;hrend sich die Kognatenerkennung als wichtigster Pr&#228;diktor f&#252;r Lese- bzw. Detailverstehen erwies (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B34">Manno 2020: 67</xref>). F&#252;r den Sonderfall Zielsprache = Herkunftssprache sind zudem die von Mehlhorn/Brehmer beobachteten Effekte zum Besuch des Herkunftssprachenunterrichts Russisch und Polnisch interessant, der sich positiv auf &#220;bersetzungsf&#228;higkeiten im Wortschatzbereich und schriftsprachliche Kompetenzen (Tokens und Orthographie beim Schreiben, Leseverstehen) auswirkte, wobei sich die Ergebnisse aufgrund des geringen Stichprobenumfangs und der hohen Varianz im Stundendeputat nicht pauschalisieren lassen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B5">Brehmer/Mehlhorn 2018b: 279&#8211;287</xref>).</p>
<p>Auf der anderen Seite finden sich Interventionsstudien, die auf transversalen Kompetenzaufbau oder transferorientierte mehrsprachigkeitsdidaktische Interventionen fokussieren. Diese Forschungsrichtung erlaubt es, bestimmte Lerneffekte auf spezifische Lerngelegenheiten (s. Kap. 4) zur&#252;ckzuf&#252;hren, wobei aufgrund ihrer quantitativen Ausrichtung oftmals keine Daten dazu vorliegen, ob intendierte Lernprozesse auch tats&#228;chlich stattgefunden haben. Evidenz f&#252;r einen sprachen&#252;bergreifenden Aufbau von Textkompetenz liefert auch die SiMO-Studie f&#252;r die 6. Klasse, in der die Textprozedur <italic>Vergleichen</italic> als textsortentypische Handlung f&#252;r Figurenbeschreibungen in drei unterschiedlichen Experimentalgruppen untersucht wurde (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B36">Marx 2018: 92&#8211;94</xref>): Rein funktional orientierte Schemahilfen ohne Ausdruckshilfen erwiesen sich als effektivste Schreibf&#246;rderm&#246;glichkeit im Deutschunterricht, um die entsprechende Schreibkompetenz auch in der Herkunftssprache T&#252;rkisch auszubilden (vgl. ebd.: 94&#8211;95). Hopp &amp; Thoma untersuchen zwei auf systematische Sprachenvergleiche fokussierende Interventionen im Fach Englisch (<italic>Wh-questions &amp; passive</italic>, 3./4. Klasse) und zeigen Vorteile f&#252;r den Erwerb grammatischer Kompetenz auf, sofern sich der grammatische Gegenstand hinreichend von der Mehrheitssprache unterscheidet (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B26">Hopp/Thoma 2021: 478&#8211;479</xref>). Auch Busse/Cenoz/Dalmann/Rogge weisen f&#252;r eine Intervention zum Wortfeld <italic>body</italic> (3. Klasse), das spielerisch mithilfe von &#220;bersetzungen (ohne spezifischen Kognatenfokus) in die Schulsprache und vorhandene Herkunftssprachen erarbeitet wurde, einen signifikanten Lernzuwachs der Experimentalgruppe nach (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B7">Busse et al. 2020: 403&#8211;407</xref>). In einer Intervention &#252;ber 35 Englischstunden hinweg (4. Klasse), in denen jeweils eine mehrsprachige Aktivit&#228;t im Bereich Wortschatz, Grammatik und phonologische Bewusstheit und auch Sprachen integriert wurden, die nicht in den Klassen pr&#228;sent waren, konnten Hopp/Thoma/Kieseier/Jakisch/Sturm keine Lernvorteile f&#252;r die Experimentalgruppe feststellen, wenngleich sich phonologische Bewusstheit als wichtigster Pr&#228;diktor f&#252;r Lernzuw&#228;chse durch die Intervention erwies (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B27">Hopp et al. 2022: 7&#8211;9</xref>). G&#246;bel/Schmelter/Buret/Frede/Neuber/Struck untersuchen in der FRANZIMO-Studie eine &#252;ber 12&#8211;14 Franz&#246;sischstunden hinweg angelegte Intervention (7. Klasse), in der kognatenspezifischer Rezeptionstransfer im Mittelpunkt stand und die je nach Art und Umfang der tats&#228;chlich eingesetzten Aufgaben ausgewertet werden soll (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B17">G&#246;bel et al. 2021: 17</xref>).</p>
<p>Im Bereich der Kognition und Einstellungen findet Jakisch in ihrer Befragung von Sch&#252;ler*innen der 10. Jahrgangsstufe (Englischunterricht Gymnasium, davon 14,8 % HS) heraus, dass der grammatisch-lexikalische Einbezug von Herkunftssprachen (im Gegensatz zum Deutschen, gefolgt von den Fremdsprachen) mehrheitlich abgelehnt wird, was die Autorin auf fehlende diesbez&#252;gliche Unterrichtserfahrungen zur&#252;ckf&#252;hrt (<xref ref-type="bibr" rid="B28">Jakisch 2015: 203</xref>); etwaige Bezugnahmen erscheinen aus Sch&#252;ler*innen-Sicht legitimationspflichtig bzw. sollten mit methodischen oder interkulturellen Lernzielen verkn&#252;pft werden (vgl. ebd.: 204&#8211;205). In der DESI-Studie wurde f&#252;r HS, die auch Deutsch als Erstsprache angaben, das g&#252;nstigste Motivationsprofil im Fach Englisch ermittelt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B22">Helmke/Schrader/Wagner/Nold/Schr&#246;der 2008: 249</xref>). Auch R&#252;ck stellt fest, dass HS (9. Klasse, integrierte Gesamtschule) &#252;ber ein positiveres Selbstkonzept als Fremdsprachenlernende im Vergleich zu ihren monolingual sozialisierten Mitsch&#252;ler*innen verf&#252;gen, die Probleme signifikant h&#228;ufiger auf fehlende Eignung attribuierten und signifikant h&#228;ufiger Hemmungen bei der m&#252;ndlichen Anwendung der Fremdsprache angaben (<xref ref-type="bibr" rid="B43">R&#252;ck 2009: 134&#8211;135</xref>). Demgegen&#252;ber untersucht Volgger subjektive Theorien zur Mehrsprachigkeit von HS des T&#252;rkischen im FSU Franz&#246;sisch (10. und 12. Klasse), deren Selbstkonzepte als Mehrsprachige nicht ohne schulisch vermittelte Fremdsprachen auskommen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B47">Volgger 2010: 189</xref>). Stratilaki &amp; Bono decken in ihrer longitudinalen Studie an einer bilingualen Schule (Deutsch und Franz&#246;sisch) den Zusammenhang zwischen dem Erleben bilingualer Sprachpraktiken und der Entwicklung eines Selbstkonzepts auf, das Mehrsprachigkeit und kommunikative Kompetenz integriert und das <italic>native speaker</italic>-Ideal als unrealistisch zur&#252;ckweist (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B46">Stratilaki/Bono 2006: 31</xref>). Im Hinblick auf Lernstrategien fand Volgger &#220;berzeugungen der HS, Lernstrategien sehr bewusst zu reflektieren und anzuwenden (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B47">Volgger 2010: 190</xref>), und auch im Schweizer Textkompetenz-Projekt stuften die HS die Wirksamkeit von globalen und interlingualen Lesestrategien h&#246;her ein als einsprachig sozialisierte Lernende (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B35">Manno/Le Pape Racine 2020: 172</xref>). Bez&#252;glich der Einstellungen zur Aktivierung von herkunftssprachlichem Vorwissen im FSU fanden L&#252;thi &amp; Peyer in einer videografischen Beobachtungs- und Fragebogenstudie (Projektstunde, Primarstufe und Sekundarstufe I) heraus, dass nicht alle HS dem in Dreiergruppen bearbeiteten Arbeitsauftrag Folge leisteten, alle in der Gruppe vorhandenen Sprachen zu nutzen, wof&#252;r individuelle Faktoren (mangelnde herkunfts-sprachliche Kompetenz) neben gruppendynamischen (Wunsch, nur f&#252;r alle verst&#228;ndliche Sprachen zu verwenden, fehlende Wertsch&#228;tzung und <italic>othering</italic> durch Mitsch&#252;ler*innen) und situationsbezogenen (fehlende Einsicht in Funktion der Aktivierung) ausschlaggebend waren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B32">L&#252;thi/Peyer 2023: 52&#8211;55</xref>). Aus einem zus&#228;tzlich eingesetzten Fragebogen ergibt sich, dass nicht alle HS den Einbezug ihrer Herkunftssprachen bef&#252;rworten, eine Mehrheit sich jedoch daf&#252;r ausspricht (vgl. ebd., 52). In der bereits erw&#228;hnten mehrst&#252;ndigen Interventionsstudie im Fach Englisch (4. Klasse) konnten Sturm/Jakisch/Kieseier/Hopp ermitteln, dass HS der Intervention gegen&#252;ber positiver eingestellt waren als ihre monolingual sozialisierten <italic>peers</italic>; sie fanden au&#223;erdem heraus, dass die diesbez&#252;glichen positiven Einstellungen mit positiven Sichtweisen auf Englisch als Fremdsprache, Fremdsprachenlernen allgemein und der erlebten Selbstwirksamkeit im Fach korrelierten und dass positiv eingestellte Teilnehmende bessere Resultate im Wortschatzerwerb aufwiesen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B45">Sturm et al. 2024: 700&#8211;703</xref>). In der ebenfalls bereits erw&#228;hnten FRANZIMO-Studie im Fach Franz&#246;sisch (7. Klasse) wurde hingegen eine gr&#246;&#223;ere Wertsch&#228;tzung von migrationsbedingter Mehrsprachigkeit seitens monolingual sozialisierter Lernender ermittelt; auch die Bereitschaft der HS zur Nutzung interlingualer Lernstrategien unter Einbezug der Herkunftssprachen nahm durch die Intervention zu (<xref ref-type="bibr" rid="B17">G&#246;bel et al. 2021: 16</xref>). In Bezug auf herkunftssprachlichen Produktionstransfer, der auf einer angenommenen &#196;hnlichkeit zwischen Sprachen basiert, ermittelt Kropp in Interviews mit Studierenden, die HS des Italienischen sind, dass er als bedeutsam zur Gestaltung eigener Beitr&#228;ge im FSU Franz&#246;sisch, Spanisch, Englisch und Latein erinnert wurde, was mit den Retrospektionen zu den Reaktionen der Lehrkr&#228;fte kontrastiert (zielsprachliche Korrektur ohne vertiefende Bezugnahmen bei Interferenzen, ausbleibendes oder negatives Anerkennungshandeln bei positivem Transfer im Franz&#246;sisch- oder Spanischunterricht) (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B30">Kropp 2020: 173&#8211;174</xref>).</p>
<p>F&#252;r den Sonderfall von HS, deren Herkunftssprache zugleich Zielsprache ist, skizziert Reimann mithilfe einer retrospektiven Befragung von Studierenden, qualitativen Interviews von Sch&#252;ler*innen, deren Herkunftssprache Spanisch ist (8. Klasse-Oberstufe), und von Spanisch-Lehrkr&#228;ften ein in allen Datens&#228;tzen konsistentes Kompetenzprofil von HS im Spanisch-FSU, das St&#228;rken im Bereich H&#246;rverstehen, Sprechen, Lexik, interkulturelle Kompetenz und Schw&#228;chen in der Orthographie &amp; Grammatik umfasst (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B42">Reimann 2020: 227&#8211;228, 233&#8211;235, 239&#8211;241</xref>). Den Sch&#252;ler*innen zufolge ist die &#220;bertragung der Expert*innenrolle in den St&#228;rkebereichen mit einem spezifischen Aufrufverhalten durch die Lehrkr&#228;fte assoziiert (Ignorieren von Meldungen und Aufrufen beim Nicht-Melden), welches sie als demotivierend einordnen (aufgrund von Langeweile und im Fall von Nicht-Wissen), wohingegen sie eine Differenzierung nach oben durch zus&#228;tzliche Aufgaben und einen st&#228;rkeren Einbezug der Herkunftsvariet&#228;t und -kultur als motivierend empfinden (vgl. ebd.: 233&#8211;235). Auch Arona &amp; Kupisch schlie&#223;en anhand eines Rating-Experiments mit Italienischlehrkr&#228;ften, bei dem Dialektproben systematisch schlechter bewertet wurden, auf eine f&#252;r HS wom&#246;glich demotivierende Unterrichtspraxis im Bereich der m&#252;ndlichen Fehlerkorrektur (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B1">Arona/Kupisch 2022: 38</xref>). Mit Bezug zum Herkunftssprachenunterricht Russisch und Polnisch zeigen Brehmer &amp; Mehlhorn (<xref ref-type="bibr" rid="B4">2018a: 74</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B5">2018b: 271&#8211;272</xref>) auf, dass die HS meist die positiven Einstellungen ihrer Eltern zu seinem Nutzen &#252;bernehmen (Spracherhalt, <italic>literacy</italic>, Kontakt zu anderen HS).</p>
<p>In diesem Heft adressieren <bold>Marion Matthier</bold> und <bold>Simone Ganguillet</bold> die Potenziale (meta)narrativer Zug&#228;nge in der Lehrkr&#228;fteausbildung. Vorgestellt wird ein hochschuldidaktischer Versuch, f&#252;r den Berner Lehramtsstudierende der Primarstufe biografisch-narrative Interviews mit mehrsprachig aufgewachsenen Personen in derselben Region f&#252;hrten. Anhand von Interviewausschnitten zu zwei kontrastierenden F&#228;llen wird deutlich, wie migrationsbedingte Mehrsprachigkeit im Schweizer Bildungssystem erlebt und bewertet wird. Anna nahm ihre Herkunftssprache Tamilisch eher als Belastung wahr. Sie berichtet von diskriminierenden Erlebnissen in der Schule aufgrund ihrer Deutschkenntnisse, die dazu f&#252;hrten, dass sie sich an monolinguale Normen anpasste und ihre tamilische Sprache zur&#252;ckdr&#228;ngte. Belinda hingegen, die mit Portugiesisch und Deutsch aufwuchs, entwickelte trotz anf&#228;nglicher Schwierigkeiten in der Schule und aufgrund von aktiver Nutzung ihrer Sprachen im au&#223;erschulischen Leben eine ressourcenorientierte Sicht auf ihre Mehrsprachigkeit. Im Beitrag wird dargelegt, wie die teilnehmenden Lehramtsstudierenden in ihren Meta-Erz&#228;hlungen aus dem Material Wissen &#252;ber mehrsprachiges Aufwachsen und Leben generieren und reflektieren. Die Analyse zeigt, dass (meta)narrative Zug&#228;nge in der Hochschullehre geeignet sind, einen dritten Ort im Sinne der Erweiterung professionsrelevanter Kompetenzen zum Thema Mehrsprachigkeit zu schaffen. Matthier und Ganguillet betonen jedoch die Notwendigkeit einer flankierenden, zu vertiefter kritischer Reflexion f&#252;hrenden Begleitung, um den Studierenden zu helfen, ihre Spracheinstellungen und Machtverh&#228;ltnisse im Bildungssystem besser zu erkennen und zu hinterfragen.</p>
</sec>
<sec>
<title>3 Die Perspektive der Lehrkr&#228;fte</title>
<p>Im Hinblick auf Lehrkr&#228;fte im FSU liegen vor allem Einstellungsstudien zu migrationsbedingter Mehrsprachigkeit vor, wobei erst in j&#252;ngerer Zeit miterhoben wird, ob sich auch HS unter den Stichproben befinden. Heyder &amp; Sch&#228;dlich ermitteln in ihrer Fragebogenstudie mit Fremdsprachenlehrkr&#228;ften (Gymnasium und Gesamtschulen in Niedersachsen), dass f&#252;r sprachenvergleichendes Arbeiten zwar eine grunds&#228;tzliche Offenheit besteht, doch fehlende Sprachkompetenzen das gr&#246;&#223;te Hindernis f&#252;r den Einbezug anderer Sprachen darstellen, insbesondere von Herkunftssprachen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B24">Heyder/Sch&#228;dlich 2014: 194</xref>). Diese ablehnende Haltung best&#228;tigt M&#233;ron-Minuth in ihrer Interviewstudie mit Lehrkr&#228;ften, die zwei Fremdsprachen unterrichten (Gymnasien in Bayern, Baden-W&#252;rttemberg und Hessen) (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B38">M&#233;ron-Minuth 2018: 132</xref>), wobei neben der eigenen fehlenden Sprachkompetenz auch auf fehlende Deutschkenntnisse der HS, fehlende sprachentypologische N&#228;he und Interferenzgefahren sowie das gymnasiale Anforderungsniveau verwiesen wird; dagegen zeigen sich die Lehrkr&#228;fte f&#252;r den Einbezug romanischer oder germanischer Herkunftssprachen bzw. f&#252;r Englisch als f&#252;r alle verst&#228;ndliche Verkehrssprache offener (vgl. ebd.: 133&#8211;136, 290&#8211;293). Die von Jakisch interviewten Gymnasiallehrkr&#228;fte im Fach Englisch geben fachliche und organisatorische Hemmnisse (Zeit, Aufwand) an, die dazu f&#252;hrten, dass lebensweltliche Mehrsprachigkeit nur sporadisch aufgegriffen werde (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B28">Jakisch 2015: 310&#8211;312</xref>). Zugleich identifizieren sie den methodischen gefolgt vom grammatisch-lexikalischen Vermittlungsbereich als vielversprechend, deren Verzahnung f&#252;r Transfer- und Lerneffekte in anderen Sprachen sinnvoll erscheint, da die Lehrkr&#228;fte in isolierter Betrachtung keine unterrichtsmethodischen Zug&#228;nge jenseits des aufgekl&#228;rten Einsprachigkeitsideals konkretisieren (vgl. ebd.: 312&#8211;313). F&#252;r gymnasiale Fremdsprachenlehrkr&#228;fte mit Migrationshintergrund zeigt Kropp ein heterogeneres Einstellungsbild auf: Auch hier werden die bereits aufgef&#252;hrten Hinderungsgr&#252;nde ins Feld gef&#252;hrt, es zeigt sich in einem Fall aber auch die &#220;berzeugung, dass HS zu einem proaktiven Einsatz ihrer Herkunftssprache ermutigt werden m&#252;ssen, gerade auch in Form von Produktionstransfer im Unterrichtsgespr&#228;ch; f&#252;r diesen Fall sei ein Professionswissen charakteristisch, das Einsichten aus der Transferforschung mit einer gelebten migrationsbedingten Mehrsprachigkeit und konkreten Unterrichtssituationen verbinden k&#246;nne (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B30">Kropp 2020: 174&#8211;178</xref>). Im Hinblick auf HS, deren Herkunftssprache der Zielsprache entspricht, beschreiben die f&#252;r das Spanische von Reimann befragten Lehrkr&#228;fte eine typische Leistungskurve (leichter Einstieg &#8211; Leistungsabfall &#8211; Stagnation oder Konsolidierung); sie erleben die &#220;bersch&#228;tzung der eigenen Kompetenzen von HS (und ihren Eltern), deren Leistungsbeurteilung und ihre eigenen F&#246;rderma&#223;nahmen als schwierig (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B42">Reimann 2020: 240&#8211;241</xref>).</p>
<p>Zudem l&#228;sst sich ein noch junges Forschungsinteresse an den Sichtweisen von Lehrkr&#228;ften ausmachen, die ihre Herkunftssprache als Zielsprache im FSU unterrichten. Wieland befragt Lehramtsstudierende zur Nutzung ihrer eigenen Herkunftssprache, einer lateinamerikanischen Variet&#228;t des Spanischen, im Praxissemester. Als beg&#252;nstigend f&#252;r den Gebrauch der eigenen Herkunftssprache in der Unterrichtspraxis erweisen sich die eigene Kompetenz in der Variet&#228;t, best&#228;rkende Vorerfahrungen in der universit&#228;ren Sprachpraxis, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit beim Einsatz der Variet&#228;t und positive R&#252;ckmeldungen von Mentor*innen und Sch&#252;ler*innen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B48">Wieland 2022: 14</xref>). Bei den von Brehmer/Mehlhorn befragten Russisch- und Polnischlehrkr&#228;ften problematisieren die Fremdsprachenlehrkr&#228;fte das jahrgangs&#252;bergreifende Unterrichten im Herkunftssprachenunterricht, w&#228;hrend die Herkunftssprachenlehrkr&#228;fte die gro&#223;e Heterogenit&#228;t ihrer Lerngruppen als Rahmenbedingung ihrer T&#228;tigkeit begreifen und die &#220;berzeugung entwickelt haben, dass ihr Unterricht dann effektiv ist, wenn er auch von der Familie unterst&#252;tzt wird (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B5">Brehmer/Mehlhorn 2018b: 273&#8211;274</xref>).</p>
<p>In diesem Heft untersucht <bold>Jeanette Hoffmann</bold> anhand einer <italic>key incident</italic>-Analyse zu Daten aus dem IMAGO-Projekt (&#8222;Bilderb&#252;cher &#8211; mehrsprachig, gereimt und textlos &#8211; in Kinderg&#228;rten und Grundschulen in S&#252;dtirol&#8220;), wie eine Deutsch- und Italienischlehrerin an einer deutschsprachigen Grundschule (Deutsch als L1 und Schulsprache, Italienisch als &#8218;zweite Sprache&#8216;) im offiziell dreisprachigen S&#252;dtirol auf den Einsatz mehrsprachiger Bilderb&#252;cher blicken. Es werden fachspezifische Sichtweisen auf den Untersuchungsgegenstand deutlich (Wahrnehmung der eigenen Person, Lerngruppe und Unterrichtspraxis als einsprachig durch die Deutschlehrkraft vs. Wahrnehmung der eigenen Person und Unterrichtspraxis als zweisprachig und derselben Lerngruppe als mehrsprachig durch die Italienischlehrkraft; Relevanz einsprachig-literar&#228;sthetischen Lernens vs. von Inhalten f&#252;r eine mehrsprachige Unterrichtspraxis). Der Beitrag schlie&#223;t mit dem Desiderat spezifischer bildungspolitischer Ma&#223;nahmen in Grenzregionen und einer mehrsprachigen Literaturdidaktik, deren Aufgabe es sein k&#246;nnte, m&#246;gliche mehrsprachige Welten zu imaginieren. Zudem betont Hoffmann das Potenzial mehrsprachiger Bilderb&#252;cher, &#8222;mehrsprachige Handlungsspielr&#228;ume in den Unterricht zu integrieren&#8220;, mit denen Sprachenrepertoires in der Klasse sichtbar gemacht und ein vertieftes Konzeptverst&#228;ndnis auch zu Sachfachthemen erreicht werden k&#246;nnen.</p>
</sec>
<sec>
<title>4 Die Weiterentwicklung von Lerngelegenheiten</title>
<p>Hohwiller zeigt verschiedene Ansatzpunkte f&#252;r die Weiterentwicklung von Lerngelegenheiten im migrationssensiblen FSU auf:</p>
<disp-quote>
<p>Zusammenfassend kann man also festhalten, dass migrationssensibler Fremdsprachenunterricht auf die Zug&#228;nglichkeit seiner deutschen Sprachinseln achtet. Seine ihm eigenen Kompetenzbereiche stellt er deutlich heraus und &#252;bt diese sinnvoll. Dabei unterbreitet er gerade auch auf inhaltlicher Seite passende Angebote. Schlie&#223;lich nutzt er immer wieder Unterrichtsszenarien des dritten Ortes. (<xref ref-type="bibr" rid="B25">Hohwiller 2017: 6</xref>)</p>
</disp-quote>
<p>Wie in diesem Zitat angedeutet, l&#228;sst sich im migrationssensiblen FSU zwischen Ans&#228;tzen und Methoden differenzieren, die einzelsprachlich-zielsprachlich (Ausbildung ziel-sprachlicher Mittel und Fertigkeiten) oder sprachen&#252;bergreifend-transversal (&#252;bergeord-nete Kompetenzbereiche) ausgerichtet sind. Dabei ist ein binnendifferenzierendes Angebot w&#252;nschenswert, das Lernziele transparent macht und f&#252;r HS eine Wahlm&#246;glichkeit schafft, ein- oder mehrsprachig unter Einbezug der Schulsprache, Herkunftssprache sowie ggfs. weiterer Fremdsprachen zu lernen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B32">L&#252;thi/Peyer 2023: 55&#8211;56</xref>).</p>
<p>Bisherige mehrsprachigkeitsdidaktische und lern&#246;konomisch ausgerichtete Ans&#228;tze sind demnach so zu erweitern, dass auch die Herkunftssprachen als Lernvoraussetzung ab der 1. Fremdsprache und die Fertigkeiten des Sprechens und Schreibens in der Zielsprache Ber&#252;cksichtigung finden. Von den in <xref ref-type="bibr" rid="B39">Mork&#246;tter 2019</xref> zusammengefassten interkom-prehensionsdidaktischen Methoden zur Ausbildung von Lese- und grammatischer Kompetenz sind das mehrsprachige W&#246;rterbuch und die Hypothesengrammatik gut zu adaptieren, indem HS hier &#8211; bei Bedarf digital gest&#252;tzt &#8211; selbstgesteuert auch Eintr&#228;ge zu ihrer Herkunftssprache vornehmen k&#246;nnen (Kognaten, metasprachlich-sprachenvergleichende Beobachtungen); f&#252;r HS, deren Herkunftssprache aus derselben Sprachenfamilie stammt wie die Zielsprache, l&#228;sst sich auch mit dem mehrsprachigen diagnostischen Schreiben arbeiten, das &#220;bersetzungen aus der Herkunftssprache in die noch unbekannte Zielsprache vorsieht und lernerseitige Hypothesenbildung sichtbar macht. Diesen Methoden ist gemeinsam, dass sie mit rezeptiv-schriftsprachlichen und metasprachlichen Vorwissensbest&#228;nden arbeiten. Zur Entwicklung positiver Selbstkonzepte von HS (s. Kap. 2) und Ausbildung produktiver Fertigkeiten in der Zielsprache ist zudem die Aktivierung produktiver und metakognitiver Vorwissensbest&#228;nde unter Ankn&#252;pfung an terti&#228;rsprachendidaktische &#220;berlegungen von Interesse. Zum einen k&#246;nnen nicht vorentlastete kommunikative Arbeitsauftr&#228;ge und eine anschlie&#223;ende Wortschatzarbeit zum Einsatz kommen, um HS f&#252;r Produktionstransfer als Kommunikationsstrategie im M&#252;ndlichen sowie f&#252;r Textprozeduren und Schemabildung im Schriftlichen zu sensibilisieren und das Vokabellernen in der Zielsprache zu motivieren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B13">Dietrich-Grappin/Hufeisen 2023: 20&#8211;22</xref>). Zum anderen ist eine binnendifferenzierte &#220;bungspraxis von Interesse, bei der HS auf Basis ihrer &#220;bungserfahrungen im Herkunftssprachen- oder FSU und von Selbsteinsch&#228;tzungen zu ihrem Sprachenbesitz in Bezug auf ein Grammatikthema zwischen &#220;bungstypen w&#228;hlen k&#246;nnen (einsprachige &#220;bungen, zweisprachige Parallel-&#220;bungen oder mehrsprachige deduktive &#220;bungen mit interlingualer Binnendifferenzierung) (vgl. ebd.: 21&#8211;22). Auch f&#252;r die sprachpraktische universit&#228;re Ausbildung von Fremdsprachenlehrkr&#228;ften w&#228;re der Einsatz analoger Verfahren ein Gewinn.</p>
<p>Im Hinblick auf &#252;bergeordnete Kompetenzbereiche erinnert Budde an das urspr&#252;nglich breite <italic>language awareness</italic>-Konzept, das Sprachbetrachtung, Sprachenlernen und Sprachengebrauch miteinander verbindet (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Budde 2015: 74&#8211;76</xref>). Bereits die ersten Einstellungsstudien mit HS im FSU pl&#228;dieren f&#252;r eine &#8222;Schaffung von Erfahrungsr&#228;umen&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B43">R&#252;ck 2009: 148</xref>) und ein holistisches Verst&#228;ndnis von <italic>language awareness</italic> (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B47">Volgger 2010: 173</xref>). Budde empfiehlt Aktivit&#228;ten, die Kommunikation und Aushandlung erm&#246;glichen, die Wahl sprachen- und kultur&#252;bergreifender Themen und Inhalte und einen sprachen&#252;bergreifenden Ausbau metasprachlicher und metakognitiv-lernstrategischer F&#228;higkeiten (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Budde 2015: 79</xref>). Angesprochen sind Arbeitsauftr&#228;ge, die HS in ihrer Identit&#228;t als plurilinguale und plurikulturelle Person und nicht nur als Lernende in einem Fremdsprachenlehrgang adressieren und bei denen auch fertigkeitsbezogenes und metakulturelles Vorwissen in der Herkunftssprache aktiviert wird. Ein auf den FSU &#252;bertragenes &#8222;Translanguaging&#8220;-Konzept (vgl. <bold>Birgit Sch&#228;dlich</bold> in diesem Heft), der <italic>global education</italic>-Ansatz (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B44">Schreiber/Siege 2017</xref>) und das Konzept der &#8222;komplexen Kompetenzaufgabe&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B21">Hallet 2012</xref>) k&#246;nnen wichtige methodische Impulse zur Weiterentwicklung entsprechender Lerngelegenheiten im FSU liefern. Entsprechende Verfahren sollten in Form von Selbsterprobungen und anschlie&#223;ender Reflexion auch Eingang in die fachdidaktischen Anteile der Lehrer*innenbildung finden. Dar&#252;ber hinaus empfiehlt sich f&#252;r HS, deren Herkunftssprache Zielsprache ist, eine Orientierung an folgenden Vermittlungsprinzipien: Kognitivierung und Sprachenvergleich zur implizit vorhandenen Grammatik, interkulturelle Bildung anhand der eigenen Lebenswelt und Herkunftskultur, Vermittlung der Standardsprache und von bildungs-sprachlichem Wortschatz anhand von Inhalten anderer Schulf&#228;cher (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B4">Brehmer/Mehlhorn 2018a: 85&#8211;86</xref>) sowie gemeinsame Unterrichtssequenzen im Sinne des Lernens durch Lehren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">Beckmann/Hohwiller 2018: 7</xref>). Das Projekt &#8222;Fran&#231;ais pour les bilingues&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B16">Egli Cuenat/Oliveira/Trommer 2019</xref>) bietet au&#223;erdem Anregungen, wie eine externe, schulisch organisierte und eine interne Differenzierung im FSU aufeinander abgestimmt werden und zusammenspielen k&#246;nnen.</p>
<p>In diesem Themenheft f&#252;hrt <bold>Birgit Sch&#228;dlich</bold> in ihrem Beitrag aus, dass nachgelernte Fremdsprachen besonders privilegiert f&#252;r eine migrationssensible Unterrichtsgestaltung seien. Sie gibt allerdings zu bedenken, dass diese weiteren Sprachen h&#228;ufig nur in gymnasialen Bildungsg&#228;ngen angeboten werden, die vielen migrationsbedingt mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen nicht offenstehen. Die Autorin sieht den Ansatz des <italic>Translanguaging</italic> als besonders geeignet daf&#252;r an, den Anforderungen mehrsprachiger Lerngruppen zu gen&#252;gen. Zwar seien unter diesem Terminus Ans&#228;tze unterschiedlicher Auspr&#228;gung vertreten und es werde Kritik an grundlegenden theoretischen Postulaten ge&#228;u&#223;ert &#8211; wie etwa der Zur&#252;ckweisung der M&#246;glichkeiten des &#8222;Z&#228;hlens&#8220; oder &#8222;Benennens&#8220; von Einzelsprachen. Dennoch sei der Ansatz f&#252;r eine Adaption an den fremdsprachlichen Unterricht geeignet, denn es werde die tats&#228;chliche sprachliche Lage der Lernenden aufgegriffen und in ein Lehrkonzept &#252;bersetzt, das von den historisch &#252;berkommenen, auf gesellschaftlichen Machverh&#228;ltnissen beruhenden normativen Setzungen befreit sei. Gemeint ist damit die Orientierung des fremdsprachlichen Unterrichts an jeweils einer Einzelsprache in einer Standardvariante, oder auch: an Nationalsprachen. Mit Translanguaging sei demgegen&#252;ber die M&#246;glichkeit gewonnen, die konkrete Erfahrungskonstellation in Lerngruppen als Ausgangspunkt f&#252;r epistemologische Reflexionen und die Einordnung sprachlicher Praxis in gesellschaftliche Verh&#228;ltnisse zu nutzen und in ihren Konsequenzen zu erforschen.</p>
<p>Einen Blick auf Lerngelegenheiten in der Hochschulbildung liefern <bold>Ir&#232;ne Zingg</bold> und <bold>J&#233;sabel Robin</bold> in ihrem Bericht &#252;ber den &#8222;bilingualen Studiengang/Cursus bilingue&#8220; f&#252;r Primarstufen-Lehrkr&#228;fte (Franz&#246;sisch/Deutsch) der P&#228;dagogischen Hochschule Bern und der Haute Ecole P&#233;dagogique BEJUNE (Berne, Jura, Neuch&#226;tel). Sie schildern die Potenziale zweisprachiger Bildungsg&#228;nge hinsichtlich der Sensibilisierung angehender Lehrkr&#228;fte f&#252;r migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und demokratische Bildungswerte. Die Autor*innen illustrieren anhand von Beispielen aus Lerntageb&#252;chern der Studierenden, wie diese ihre sprachlich-pragmatischen Fertigkeiten und ihre plurikulturellen und plurilingualen Kompetenzen reflektieren. Sie zeigen, dass die bilingualen Studieng&#228;nge dem Konzept des dritten Raums nahekommen, indem sie M&#246;glichkeiten bieten, monolinguale Strukturen kritisch zu hinterfragen und Grenzen aufzubrechen. Die Ausz&#252;ge aus den Lerntageb&#252;chern verdeutlichen, dass die vom Studiengang angebotenen immersiven Settings die Studierenden dabei unterst&#252;tzen, sich auch l&#228;ngerfristig mit ihrer pers&#246;nlichen sprachlichen Position auseinanderzusetzen und kritische Perspektiven auf die monolinguale Konzeption der Institution Schule zu entwickeln.</p>
</sec>
<sec>
<title>5 Die Weiterentwicklung von Lern- und Bildungszielen</title>
<p>Cantone fragt mit Blick auf das aktuelle Bildungssystem und nicht zuletzt auf die schulisch etablierten Sprachenf&#228;cher provokativ, ob die F&#246;rderung migrationsbedingter Mehrsprachigkeit und die &#8222;Verantwortung der Sprachweitergabe allein bei den Familien sowie bei einem kontrovers diskutierten, qualitativ nicht &#252;berpr&#252;fbaren au&#223;ercurricularen Herkunftssprachenunterricht&#8220; (<xref ref-type="bibr" rid="B8">Cantone 2020: 203</xref>) liegen sollen. In den neuen Bildungsstandards f&#252;r die erste Fremdsprache ist die Nutzung plurilingualen und somit auch herkunftssprachlichen Vorwissens einerseits als Standard bei den <italic>skills</italic> (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">KMK 2023: 12&#8211;16</xref>) und somit in einem Kompetenzbereich verortet, der die Unterrichts- und Pr&#252;fungspraxis im FSU insbesondere in den ersten Lernjahren permanent pr&#228;gt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B12">Dietrich-Grappin 2024: 84&#8211;86</xref>). Dies legitimiert migrationssensiblen FSU auch im Rahmen des funktionalen Einsprachigkeitsideals, w&#228;hrend er bislang nur mit den &#252;bergeordneten und wenig pr&#252;fungsrelevanten Kompe-tenzbereichen von Sprachmittlung, interkultureller Kompetenz, Sprachbewusstheit und Sprachlernkompetenz assoziiert war (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B25">Hohwiller 2017: 5&#8211;6</xref>). Auch in den neuen Standards umfassen diese Kompetenzbereiche Standards, die plurilinguales und plurikulturelles Vorwissen integrieren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">KMK 2023: 17&#8211;18; 20&#8211;21; 23&#8211;25</xref>), w&#228;hrend noch keine eigenen Standards f&#252;r plurilinguale und plurikulturelle Kompetenz als &#252;bergeordnete kommunikative Kompetenz (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Council of Europe 2018</xref>) vergeben wurden. Mit Spannung darf hier die Weiterentwicklung der Bildungsstandards f&#252;r das Abitur erwartet werden: Ab dem B2-Niveau sieht das Konzept des Europarats die Bew&#228;ltigung von Kommunikationssituationen in vielen Sprachen und Kulturen vor (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B12">Dietrich-Grappin 2024: 77&#8211;79</xref>). Mit Blick auf migrationssensiblen FSU sind in den aktuellen Standards dennoch neue Formulierungen im Bereich der interkulturellen Kompetenz und Mediation/Sprachmittlung hervorzuheben. Interkulturelle Kompetenz wird mit Plurikulturalit&#228;t assoziiert (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B29">KMK 2023: 6, Fu&#223;note 2</xref>) und ihre Vermittlung soll die &#8222;sprachliche und kulturelle Heterogenit&#228;t von Gesellschaft und damit auch von Schulgemeinschaft&#8220; und individuelle Ressourcen ber&#252;cksichtigen (ebd.: 20). Sprachmittlung geht eine Verbindung mit Mediation ein, die als interaktiver Prozess definiert wird, mit dem &#8222;Kommunikation, Verst&#228;ndnis und Kooperation&#8220; &#8222;zwischen Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft und Erfahrungen unterschiedliche [&#8230;] Grundlagen und Kompetenzen haben&#8220; (ebd.: 17), aufrechterhalten werden sollen. Aufgrund der Breite des Mediationskonzepts zeichnet sich eine Bedeutungsverschiebung f&#252;r die unterrichts- und pr&#252;fungspraktisch bereits verankerte Sprachmittlungskompetenz ab, deren interaktive und kulturelle Komponenten Bedeutung erlangen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B37">Marxl/M&#252;ller/R&#246;ssler/Sch&#228;dlich 2024</xref>). Die hier aufgezeigten Tendenzen kn&#252;pfen an die in den <italic>Post-Colonial</italic> Studies verankerte <italic>Third-Space</italic>-Theory an, die das Hauptaugenmerk der &#220;berlegungen auf die Einzigartigkeit jeder Person und ihrer sprachlichen Ressourcen sowie die gemeinsame Herstellung von Sinn in Lerngruppen richtet. Im historischen Rekurs geht es zudem um die Offenlegung der Zusammenh&#228;nge zwischen normativen Setzungen f&#252;r den Unterricht und gesellschaftlichen Machtverh&#228;ltnissen. Zu er&#246;rtern bleibt jedoch, welche Bestimmungs-merkmale f&#252;r die mit dem Lehren und Lernen im schulischen Kontext unweigerlich verbundene Anforderung der Beurteilung gelten sollen. Ohne Bezug zu einer Norm ist &#8218;Kompetenz&#8216; nicht denkbar. Fehlt die Explikation der angewendeten Norm, ist ein getroffenes Urteil willk&#252;rlich und ohne Aussagekraft. Die Kl&#228;rung des normativen Rahmens, dessen sich fremdsprachlicher Unterricht als dritter Ort bedient, ist eine Aufgabe, die in Zukunft noch intensiv zu bearbeiten sein wird.</p>
<p>In ihrer Stellungnahme in diesem Themenschwerpunkt weisen <bold>Ulrike Arras</bold> und <bold>Katharina Schuhmann</bold> dem Mediationskonzept eine entscheidende Rolle in Bildungssystemen von Migrationsgesell-schaften zu. Gerade Schule als &#8222;Treffpunkt kultur- und sprachen&#252;bergreifender Kommunikation&#8220; m&#252;sse Verantwortung f&#252;r die Adaptation dieses Konzepts &#252;bernehmen. Die Autorinnen skizzieren dessen Genese vom Referenzrahmen des Europarats bis hin zu seinem Begleitband und den neuen Bildungsstandards und gew&#228;hren einen Einblick in aktuelle mediationsbezogene Interaktionsforschung. Sie machen deutlich, dass mehrsprachige und plurikulturelle Kommunikation im Dreieck von Wissen &#8211; Mediation &#8211; Spracherwerb grunds&#228;tzlich alle F&#228;cher im Rahmen eines sprach- und migrationssensiblen Fachunterrichts betreffe, w&#228;hrend der spezifische Bildungsauftrag der (Fremd)Sprachenf&#228;cher darin bestehe, auch reflexive und strategische mediationsbezogene F&#228;higkeiten auszubauen. Und sie werfen einen Blick auf Mediation als &#8222;verbindendes Element&#8220; unseres gegenw&#228;rtigen und k&#252;nftigen gesellschaftlichen Miteinanders, gerade &#8222;weil ihre Funktion nicht allein die &#220;bertragung von sprachbasierten Informationen&#8220; sei, sondern sie &#8211; jenseits der Einsatzm&#246;glichkeiten digitaler tools &#8211; &#8222;auch (inter)kulturelle, emotionale und psychosoziale Aspekte der zwischenmenschlichen Kommunikation&#8220; integriere.</p>
</sec>
</body>
<back>
<ref-list>
<title>Literatur</title>
<ref id="B1"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Arona</surname>, <given-names>Sebastiano</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Kupisch</surname>, <given-names>Tanja</given-names></string-name> (<year>2022</year>): <article-title>Italienisch als Herkunftssprache im Fremdsprachenunterricht: Die Rolle der Dialektkompetenz</article-title>. <source>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</source> <volume>27</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>17</fpage>&#8211;<lpage>49</lpage>. <pub-id pub-id-type="doi">10.48694/zif.3491</pub-id> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B2"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Beckmann</surname>, <given-names>Sebastian</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Hohwiller</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <article-title>Herkunftssprecher/-innen im Fremdsprachenunterricht. Muttersprachler/-innen gewinnbringend mit einbeziehen</article-title>. <source>Praxis Fremdsprachenunterricht</source> <volume>5</volume>, <fpage>5</fpage>&#8211;<lpage>7</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B3"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Bhabha</surname>, <given-names>Homi K</given-names></string-name>. (<year>2016</year>): <source>&#220;ber kulturelle Hybridit&#228;t: &#220;bertragung und &#220;bersetzung</source>. <publisher-loc>Wien</publisher-loc>: <publisher-name>Turia und Kant</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B4"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Brehmer</surname>, <given-names>Bernhard</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Mehlhorn</surname>, <given-names>Grit</given-names></string-name> (<year>2018a</year>): <source>Herkunftssprachen</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name> (Linguistik und Schule. Von der Sprachtheorie zur Unterrichtspraxis).</mixed-citation></ref>
<ref id="B5"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Brehmer</surname>, <given-names>Bernhard</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Mehlhorn</surname>, <given-names>Grit</given-names></string-name> (<year>2018b</year>): <chapter-title>Unterricht in den Herkunftssprachen Russisch und Polnisch - Einstellungen und Effekte</chapter-title>. In: <string-name><surname>Mehlhorn</surname>, <given-names>Grit</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Brehmer</surname>, <given-names>Bernhard</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Potenziale von Herkunftssprachen. Sprachliche und au&#223;ersprachliche Einflussfaktoren</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Stauffenburg</publisher-name>, <fpage>259</fpage>&#8211;<lpage>292</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B6"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Budde</surname>, <given-names>Monika</given-names></string-name> (<year>2015</year>): <chapter-title>Sprachliche und kulturelle Heterogenit&#228;t als Potentiale im Fremdsprachenunterricht nutzen</chapter-title>. In: <string-name><surname>Michalak</surname>, <given-names>Magdalena</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Rybarczyk</surname>, <given-names>Renata</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Wenn Sch&#252;ler mit besonderen Bed&#252;rfnissen Fremdsprachen lernen</source>. <publisher-loc>Weinheim</publisher-loc>: <publisher-name>Beltz</publisher-name>, <fpage>64</fpage>&#8211;<lpage>87</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B7"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Busse</surname>, <given-names>Vera</given-names></string-name>; <string-name><surname>Cenoz</surname>, <given-names>Jasone</given-names></string-name>; <string-name><surname>Dalmann</surname>, <given-names>Nina</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Rogge</surname>, <given-names>Franziska</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <article-title>Addressing Linguistic Diversity in the Language Classroom in a Resource-Oriented Way: An Intervention Study With Primary School Children</article-title>. <source>Language Learning</source> <volume>70</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>382</fpage>&#8211;<lpage>419</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B8"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Cantone</surname>, <given-names>Katja F</given-names></string-name>. (<year>2020</year>): <chapter-title>Italienischst&#228;mmige Sch&#252;lerInnen im Fremdsprachenunterricht Italienisch: Spracherwerb und Spracherhalt im mehrsprachigkeitsdidaktischen Kontext</chapter-title>. In: <string-name><surname>Garc&#237;a Garc&#237;a</surname>, <given-names>Marta</given-names></string-name>; <string-name><surname>Prinz</surname>, <given-names>Manfred</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Reimann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Mehrsprachigkeit im Unterricht der romanischen Sprachen. Neue Konzepte und Studien zu Schulsprachen und Herkunftssprachen in der Migrationsgesellschaft</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name> (Romanistische Fremdsprachenforschung und Unterrichtsentwicklung, 16), <fpage>191</fpage>&#8211;<lpage>209</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B9"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Caspari</surname>, <given-names>Daniela</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <chapter-title>Durchg&#228;ngige Sprachbildung - Der Beitrag des Fremdsprachenunterrichts</chapter-title>. In: <string-name><surname>Jostes</surname>, <given-names>Brigitte</given-names></string-name>; <string-name><surname>Caspari</surname>, <given-names>Daniela</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>L&#252;tke</surname>, <given-names>Beate</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Sprachen - Bilden - Chancen. Sprachbildung in Didaktik und Lehrkr&#228;ftebildung</source>. <publisher-loc>M&#252;nster, New York</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name> (Waxmann-E-Books Schule und Unterricht, Band <volume>5</volume>), <fpage>201</fpage>&#8211;<lpage>215</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B10"><mixed-citation publication-type="webpage"><collab>Council of Europe</collab> (ed.) (<year>2018</year>): <source>Common European framework of reference for languages: Learning, teaching, assessment. Companion volume with new descriptors</source>. <uri>https://rm.coe.int/cefr-companion-volume-with-new-descriptors-2018/1680787989</uri> (30.12.2023).</mixed-citation></ref>
<ref id="B11"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Dietrich-Grappin</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <source>Mehrsprachigkeitskompetenz als Bildungsziel im schulischen Terti&#228;rsprachenunterricht. Transferbasierte Kommunikationsstrategien im Kontext von spontaner M&#252;ndlichkeit und Zwei-Sprachen-Aufgaben</source>. <publisher-loc>Trier</publisher-loc>: <publisher-name>WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 2020</publisher-name> (Studien zur Fremdsprachendidaktik und Spracherwerbsforschung, 17).</mixed-citation></ref>
<ref id="B12"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Dietrich-Grappin</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name> (<year>2024</year>): <article-title>Plurilinguale Kompetenz in den neuen Bildungsstandards &#8211; Ein mehrsprachigkeitsdidaktischer Meilenstein mit Wermutstropfen</article-title>. <source>Zeitschrift f&#252;r Fremdsprachenforschung</source> <volume>35</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>73</fpage>&#8211;<lpage>89</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B13"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Dietrich-Grappin</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Hufeisen</surname>, <given-names>Britta</given-names></string-name> (<year>2023</year>): <article-title>Tertiary language didactics 2.0. A review of a multilingual didactics approach and its remodeling in the light of empirical research, translanguaging and comp&#233;tence plurilingue</article-title>. In: <string-name><surname>Sebesty&#233;n</surname>, <given-names>K.</given-names></string-name>; <string-name><surname>Jagielska</surname>, <given-names>K.</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Comes</surname>, <given-names>N.</given-names></string-name> (Eds.): <source>Multilingualism in Europe. Hungarian Educational Research Journal</source> <volume>13</volume>: <issue>2</issue>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B14"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Duarte</surname>, <given-names>Joana</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Gogolin</surname>, <given-names>Ingrid</given-names></string-name> (Hrsg.) (<year>2013</year>): <source>Linguistic Superdiversity in Urban Areas. Research Approaches</source> (Hamburg studies on linguistic diversity 2). <publisher-loc>Amsterdam</publisher-loc>: <publisher-name>Benjamins</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B15"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Egli Cuenat</surname>, <given-names>Mirjam</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Br&#252;hwiler</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Transversale und longitudinale Kontinuit&#228;t in der schriftlichen und m&#252;ndlichen Textproduktion in drei Sprachen am &#220;bergang zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I</chapter-title>. In: <string-name><surname>Manno</surname>, <given-names>Giuseppe</given-names></string-name>; <string-name><surname>Egli Cuenat</surname>, <given-names>Mirjam</given-names></string-name>; <string-name><surname>Le Pape Racine</surname>, <given-names>Christine</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Br&#252;hwiler</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Schulischer Mehrsprachenerwerb am &#220;bergang zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I</source>. <publisher-loc>M&#252;nster/New York</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name>, <fpage>73</fpage>&#8211;<lpage>107</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B16"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Egli Cuenat</surname>, <given-names>Mirjam</given-names></string-name>; <string-name><surname>Oliveira</surname>, <given-names>Marta</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Trommer</surname>, <given-names>Bernadette</given-names></string-name> (<year>2019</year>): <article-title>Franz&#246;sischatelier f&#252;r Kinder mit frankophonem Sprachhintergrund in der Deutschschweiz. Konzept, Institutionelle Zusammenarbeit, Materialien und erste Erfahrungen</article-title>. <source>Babylonia didattica</source> <volume>1</volume>, <fpage>72</fpage>&#8211;<lpage>76</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B17"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>G&#246;bel</surname>, <given-names>Karin</given-names></string-name>; <string-name><surname>Schmelter</surname>, <given-names>Lars</given-names></string-name>; <string-name><surname>Buret</surname>, <given-names>Julie</given-names></string-name>; <string-name><surname>Frede</surname>, <given-names>Georgia</given-names></string-name>; <string-name><surname>Neuber</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Struck</surname>, <given-names>Linda</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <source>&#8222;Franzimo &#8211; Franz&#246;sisch als 2. Fremdsprache: interkulturell und mehrsprachigkeitsorientiert&#8220;: Aktualisierter Projektbericht: Zielstellung, Projektkonzeption und Projektumsetzung</source>. <publisher-name>Universit&#228;t Duisburg-Essen</publisher-name>. <pub-id pub-id-type="doi">10.17185/duepublico/74417</pub-id> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B18"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Gogolin</surname>, <given-names>Ingrid</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Durchg&#228;ngige Sprachbildung</chapter-title>. In: <string-name><surname>Gogolin</surname>, <given-names>Ingrid</given-names></string-name>; <string-name><surname>Hansen</surname>, <given-names>Antje</given-names></string-name>; <string-name><surname>McMonagle</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Rauch</surname>, <given-names>Dominique</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Handbuch Mehrsprachigkeit und Bildung</source>. <publisher-loc>Wiesbaden</publisher-loc>: <publisher-name>Springer VS</publisher-name>, <fpage>165</fpage>&#8211;<lpage>173</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B19"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Gogolin</surname>, <given-names>Ingrid</given-names></string-name>; <string-name><surname>Dirim</surname>, <given-names>&#304;nci</given-names></string-name>; <string-name><surname>Klinger</surname>, <given-names>Thorsten</given-names></string-name>; <string-name><surname>Lange</surname>, <given-names>Imke</given-names></string-name>; <string-name><surname>Lengyel</surname>, <given-names>Drorit</given-names></string-name>; <string-name><surname>Michel</surname>, <given-names>Ute</given-names></string-name>; <string-name><surname>Neumann</surname>, <given-names>Ursula</given-names></string-name>; <string-name><surname>Reich</surname>, <given-names>Hans H.</given-names></string-name>; <string-name><surname>Roth</surname>, <given-names>Hans Joachim</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Schwippert</surname>, <given-names>Knut</given-names></string-name> (<year>2011</year>): <source>F&#246;rderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bilanz und Perspektiven eines Modellprogramms (F&#246;rMig)</source>. <publisher-loc>M&#252;nster, New York, M&#252;nchen, Berlin</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name> (F&#246;rMIG Edition, Band <volume>7</volume>).</mixed-citation></ref>
<ref id="B20"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Gold</surname>, <given-names>Andreas</given-names></string-name> (<year>2015</year>): <source>Guter Unterricht: Was wir wirklich dar&#252;ber wissen</source>. <publisher-loc>G&#246;ttingen</publisher-loc>: <publisher-name>Vandenhoeck &amp; Ruprecht (P&#228;dagogik)</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B21"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Hallet</surname>, <given-names>Wolfgang</given-names></string-name> (<year>2012</year>): <chapter-title>Die komplexe Kompetenzaufgabe. Fremdsprachige Diskursf&#228;higkeit als kulturelle Teilhabe und Unterrichtspraxis</chapter-title>. In: <string-name><surname>Hallet</surname>, <given-names>Wolfgang</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Kr&#228;mer</surname>, <given-names>Ulrich</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Kompetenzaufgaben im Englischunterricht</source>. <publisher-loc>Seelze</publisher-loc>: <publisher-name>Kallmeyer-Klett</publisher-name>, <fpage>8</fpage>&#8211;<lpage>19</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B22"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Helmke</surname>, <given-names>Andreas</given-names></string-name>; <string-name><surname>Schrader</surname>, <given-names>Friedrich-Wilhelm</given-names></string-name>; <string-name><surname>Wagner</surname>, <given-names>Wolfgang</given-names></string-name>; <string-name><surname>Nold</surname>, <given-names>G&#252;nter</given-names></string-name>; <string-name><surname>Schr&#246;der</surname>, <given-names>Konrad</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <chapter-title>Selbstkonzept, Motivation, und Englischleistung</chapter-title>. In: <string-name><surname>DESI-Konsortium</surname></string-name> (Hrsg.): <source>Unterricht und Kompetenzerwerb in Deutsch und Englisch. Ergebnisse der DESI-Studie</source>. Unter Mitarbeit von <string-name><given-names>Eckhard</given-names> <surname>Klieme</surname></string-name>, <string-name><given-names>Wolfgang</given-names> <surname>Eichler</surname></string-name>, <string-name><given-names>Andreas</given-names> <surname>Helmke</surname></string-name>, <string-name><given-names>G&#252;nter Nold</given-names> <surname>Lehmann</surname></string-name>, <string-name><given-names>Hans-G&#252;nter</given-names> <surname>Rolff</surname></string-name>, <string-name><given-names>Konrad</given-names> <surname>Schr&#246;der</surname></string-name> et al. <publisher-loc>Weinheim/Basel</publisher-loc>: <publisher-name>Beltz</publisher-name>, <fpage>244</fpage>&#8211;<lpage>257</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B23"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Hesse</surname>, <given-names>Hermann-G&#252;nter</given-names></string-name>; <string-name><surname>G&#246;bel</surname>, <given-names>Kerstin</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Hartig</surname>, <given-names>Johannes</given-names></string-name> (<year>2008</year>): <chapter-title>Sprachliche Kompetenzen von mehrsprachigen Jugendlichen und Jugendlichen nicht-deutscher Erstsprache</chapter-title>. In: <string-name><surname>DESI-Konsortium</surname></string-name> (Hrsg.): <source>Unterricht und Kompetenzerwerb in Deutsch und Englisch. Ergebnisse der DESI-Studie</source>. Unter Mitarbeit von <string-name><given-names>Eckhard</given-names> <surname>Klieme</surname></string-name>, <string-name><given-names>Wolfgang</given-names> <surname>Eichler</surname></string-name>, <string-name><given-names>Andreas</given-names> <surname>Helmke</surname></string-name>, <string-name><given-names>G&#252;nter Nold</given-names> <surname>Lehmann</surname></string-name>, <string-name><given-names>Hans-G&#252;nter</given-names> <surname>Rolff</surname></string-name>, <string-name><given-names>Konrad</given-names> <surname>Schr&#246;der</surname></string-name> et al. <publisher-loc>Weinheim/Basel</publisher-loc>: <publisher-name>Beltz</publisher-name>, <fpage>208</fpage>&#8211;<lpage>230</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B24"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Heyder</surname>, <given-names>Karoline</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Sch&#228;dlich</surname>, <given-names>Birgit</given-names></string-name> (<year>2014</year>): <article-title>Mehrsprachigkeit und Mehrkulturalit&#228;t. Eine Umfrage unter Fremdsprachenlehrkr&#228;ften in Niedersachsen</article-title>. <source>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</source> <volume>19</volume>: 1, <fpage>183</fpage>&#8211;<lpage>201</lpage>. <uri>https://zif.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/article/id/2301</uri> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B25"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Hohwiller</surname>, <given-names>Peter</given-names></string-name> (<year>2017</year>): <article-title>Fremdsprachenunterricht und Migration. &#220;berlegungen zu einem migrationssensiblen Fremdsprachenunterricht</article-title>. <source>Praxis Fremdsprachenunterricht</source> <volume>2</volume>, <fpage>5</fpage>&#8211;<lpage>6</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B26"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Hopp</surname>, <given-names>Holger</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Thoma</surname>, <given-names>Dieter</given-names></string-name> (<year>2021</year>): <article-title>Effects of Plurilingual Teaching on Grammatical Development in Early Foreign-Language Learning</article-title>. <source>The Modern language journal</source> <volume>105</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>464</fpage>&#8211;<lpage>483</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B27"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Hopp</surname>, <given-names>Holger</given-names></string-name>; <string-name><surname>Thoma</surname>, <given-names>Dieter</given-names></string-name>; <string-name><surname>Kieseier</surname>, <given-names>Teresa</given-names></string-name>; <string-name><surname>Jakisch</surname>, <given-names>Jenny</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Sturm</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name> (<year>2022</year>): <article-title>Early plurilingual foreign language teaching in mixed classrooms: Linguistic and metalinguistic predictors of foreign language development among majority-language and minority-language students in EFL classes</article-title>. <source>System</source> <volume>108</volume>: <elocation-id>102828</elocation-id>. <pub-id pub-id-type="doi">10.1016/j.system.2022.102828</pub-id> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B28"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Jakisch</surname>, <given-names>Jenny</given-names></string-name> (<year>2015</year>): <source>Mehrsprachigkeit und Englischunterricht. Fachdidaktische Perspektiven, schulpraktische Sichtweisen</source>. <publisher-loc>Frankfurt a.M.</publisher-loc>: <publisher-name>Peter Lang</publisher-name> (Fremdsprachendidaktik inhalts- und lernerorientiert, 31).</mixed-citation></ref>
<ref id="B29"><mixed-citation publication-type="webpage"><collab>[KMK] Kultusministerkonferenz der L&#228;nder</collab> (<year>2023</year>): <source>Bildungsstandards f&#252;r die erste Fremdsprache (Englisch/Franz&#246;sisch) f&#252;r den Ersten Schulabschluss und den Mittleren Schulabschluss</source>. <uri>https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2023/2023_06_22-Bista-ESA-MSA-ErsteFremdsprache.pdf/</uri> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B30"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Kropp</surname>, <given-names>Amina</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>&#8222;Sprachvernetzung als Ressource?&#8220;. Eine Interviewstudie mit Lernenden und Lehrenden zu herkunftsbedingter Mehrsprachigkeit und m&#252;ndlichen Produktionstransfer im schulischen Fremdsprachenunterricht</chapter-title>. In: <string-name><surname>Garc&#237;a Garc&#237;a</surname>, <given-names>Marta</given-names></string-name>; <string-name><surname>Prinz</surname>, <given-names>Manfred</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Reimann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Mehrsprachigkeit im Unterricht der romanischen Sprachen. Neue Konzepte und Studien zu Schulsprachen und Herkunftssprachen in der Migrationsgesellschaft</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name> (Romanistische Fremdsprachenforschung und Unterrichtsentwicklung, 16), <fpage>159</fpage>&#8211;<lpage>190</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B31"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Leisen</surname>, <given-names>Josef</given-names></string-name> (<year>2013</year>): <source>Handbuch Sprachf&#246;rderung im Fach: Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis; Grundlagenwissen, Anregungen und Beispiele f&#252;r die Unterst&#252;tzung von sprachschwachen Lernern und Lernern mit Zuwanderungsgeschichte beim Sprechen, Lesen, Schreiben und &#220;ben im Fach</source>. <publisher-loc>Stuttgart</publisher-loc>: <publisher-name>Ernst Klett Sprachen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B32"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>L&#252;thi</surname>, <given-names>Gabriela</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Peyer</surname>, <given-names>Elisabeth</given-names></string-name> (<year>2023</year>): <article-title>Herkunftssprachen mittels mehrsprachigkeitsdidaktischer Aktivit&#228;ten in den Unterricht einbeziehen? Beabsichtigte und unbeabsichtigte Effekte</article-title>. <source>Babylonia Journal of Language Education</source> <volume>1</volume>, <fpage>50</fpage>&#8211;<lpage>56</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B33"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Maluch</surname>, <given-names>Jessica Tsimprea</given-names></string-name>; <string-name><surname>Kempert</surname>, <given-names>Sebastian</given-names></string-name>; <string-name><surname>Neumann</surname>, <given-names>Marko</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Stanat</surname>, <given-names>Petra</given-names></string-name> (<year>2015</year>): <article-title>The effect of speaking a minority language at home on foreign language learning</article-title>. <source>Learning and Instruction</source> <volume>36</volume>, <fpage>76</fpage>&#8211;<lpage>85</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B34"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Manno</surname>, <given-names>Giuseppe</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Kognatenerkennung und Detailverst&#228;ndnis in den schulisch gef&#246;rderten Fremdsprachen Franz&#246;sisch und Englisch am Ende der 6. und der 7. Klasse</chapter-title>. In: <string-name><surname>Manno</surname>, <given-names>Giuseppe</given-names></string-name>; <string-name><surname>Egli Cuenat</surname>, <given-names>Mirjam</given-names></string-name>; <string-name><surname>Le Pape Racine</surname>, <given-names>Christine</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Br&#252;hwiler</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (Hrsg.) (2020): <source>Schulischer Mehrsprachenerwerb am &#220;bergang zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I</source>. <publisher-loc>M&#252;nster/New York</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name>, <fpage>41</fpage>&#8211;<lpage>73</lpage></mixed-citation></ref>
<ref id="B35"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Manno</surname>, <given-names>Giuseppe</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Le Pape Racine</surname>, <given-names>Christine</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Die Erschliessung unbekannter W&#246;rter: Strategien beim Lesen von Texten in den schulisch gef&#246;rderten Fremdsprachen am Ende des 7. Schuljahres</chapter-title>. In: <string-name><surname>Manno</surname>, <given-names>Giuseppe</given-names></string-name>; <string-name><surname>Egli Cuenat</surname>, <given-names>Mirjam</given-names></string-name>; <string-name><surname>Le Pape Racine</surname>, <given-names>Christine</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Br&#252;hwiler</surname>, <given-names>Christian</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Schulischer Mehrsprachenerwerb am &#220;bergang zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I</source>. <publisher-loc>M&#252;nster/New York</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name>, <fpage>153</fpage>&#8211;<lpage>177</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B36"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Marx</surname>, <given-names>Nicole</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <article-title>(Wie) sind sprach&#252;bergreifende Schreibf&#228;higkeiten lehr- und lernbar?</article-title> <source>&#214;DaF-Mitteilungen</source> <volume>34</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>91</fpage>&#8211;<lpage>96</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B37"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Marxl</surname>, <given-names>Anika</given-names></string-name>; <string-name><surname>M&#252;ller</surname>, <given-names>Jule Inken</given-names></string-name>; <string-name><surname>R&#246;ssler</surname>, <given-names>Andrea</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Sch&#228;dlich</surname>, <given-names>Birgit</given-names></string-name> (<year>2024</year>): <article-title>Mediation und Sprachmittlung: Diskussion eines komplexen Konzepts in den neuen Bildungsstandards f&#252;r die Sekundarstufe I</article-title>. <source>Zeitschrift f&#252;r Fremdsprachenforschung</source> <volume>35</volume>: <issue>1</issue>, <fpage>91</fpage>&#8211;<lpage>105</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B38"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>M&#233;ron-Minuth</surname>, <given-names>Sylvie</given-names></string-name> (<year>2018</year>): <source>Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht eine qualitativ-empirische Studie zu Einstellungen von Fremdsprachenlehrerinnen und -lehrern</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B39"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Mork&#246;tter</surname>, <given-names>Steffi</given-names></string-name> (<year>2019</year>): <chapter-title>Interkomprehensionsmethode, Aufgaben-und &#220;bungsformate</chapter-title>. In: <string-name><surname>F&#228;cke</surname>, <given-names>Christiane</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Mei&#223;ner</surname>, <given-names>Franz-Joseph</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Handbuch Mehrsprachigkeits- und Mehrkulturalit&#228;tsdidaktik</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name>, <fpage>348</fpage>&#8211;<lpage>353</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B40"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Reich</surname>, <given-names>Hans H</given-names></string-name>. (<year>2013</year>): <chapter-title>Durchg&#228;ngige Sprachbildung</chapter-title>. In: <string-name><surname>Gogolin</surname>, <given-names>Ingrid</given-names></string-name>; <string-name><surname>Lange</surname>, <given-names>Imke</given-names></string-name>; <string-name><surname>Michel</surname>, <given-names>Ute</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Reich</surname>, <given-names>Hans H.</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>F&#214;RMIG-Edition. Bd. 9: Herausforderung Bildungssprache &#8211; und wie man sie meistert</source>. <publisher-loc>M&#252;nster u.a.</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name>, <fpage>55</fpage>&#8211;<lpage>70</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B41"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Reimann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> (<year>2016</year>): <chapter-title>Aufgekl&#228;rte Mehrsprachigkeit &#8211; Sieben Forschungs- und Handlungsfelder zur (Re)Modellierung der Mehrsprachigkeitsdidaktik</chapter-title>. In: <string-name><surname>R&#252;ckl</surname>, <given-names>Michaela</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Sprachen und Kulturen: vermitteln und vernetzen. Beitr&#228;ge zu Mehrsprachigkeit und Inter-/Transkulturalit&#228;t im Unterricht, in Lehrwerken und in der Lehrer/innen/bildung</source>. <publisher-loc>M&#252;nster, New York</publisher-loc>: <publisher-name>Waxmann</publisher-name> (Salzburger Beitr&#228;ge zur Lehrer/innen/bildung, 2), <fpage>15</fpage>&#8211;<lpage>33</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B42"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Reimann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> (<year>2020</year>): <chapter-title>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit zielsprachlichem Hintergrund im Fremdsprachenunterricht. Ergebnisse einer qualitativen Pilotierung (am Beispiel des Spanischen, mit Ausblicken auf weitere romanische Sprachen)</chapter-title>. In: <string-name><surname>Garc&#237;a Garc&#237;a</surname>, <given-names>Marta</given-names></string-name>; <string-name><surname>Prinz</surname>, <given-names>Manfred</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Reimann</surname>, <given-names>Daniel</given-names></string-name> (Hrsg.): <source>Mehrsprachigkeit im Unterricht der romanischen Sprachen. Neue Konzepte und Studien zu Schulsprachen und Herkunftssprachen in der Migrationsgesellschaft</source>. <publisher-loc>T&#252;bingen</publisher-loc>: <publisher-name>Narr Francke Attempto</publisher-name> (Romanistische Fremdsprachenforschung und Unterrichtsentwicklung, 16), <fpage>211</fpage>&#8211;<lpage>257</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B43"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>R&#252;ck</surname>, <given-names>Nicola</given-names></string-name> (<year>2009</year>): <source>Auffassungen vom Fremdsprachenlernen monolingualer und plurilingualer Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler</source>. <publisher-loc>Kassel</publisher-loc>: <publisher-name>Kassel University Press</publisher-name> (Interkulturalit&#228;t und Mehrsprachigkeit, 2).</mixed-citation></ref>
<ref id="B44"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Schreiber</surname>, <given-names>J&#246;rg-Robert</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Siege</surname>, <given-names>Hannes</given-names></string-name> (Hrsg.) (<year>2017</year>): <source>Orientierungsrahmen f&#252;r den Lernbereich Globale Entwicklung (OR). Teilausgabe Neue Fremdsprachen (Englisch, Franz&#246;sisch, Spanisch)</source>. <uri>www.cornelsen.de/orientierungsrahmen-ge</uri> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B45"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Sturm</surname>, <given-names>Sarah</given-names></string-name>; <string-name><surname>Jakisch</surname>, <given-names>Jenny</given-names></string-name>; <string-name><surname>Kieseier</surname>, <given-names>Teresa</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Hopp</surname>, <given-names>Holger</given-names></string-name> (<year>2024</year>): <article-title>Plurilingual foreign-language teaching in early EFL: exploring student perspectives and profiles</article-title>. <source>International Journal of Multilingualism</source> <volume>21</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>689</fpage>&#8211;<lpage>710</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B46"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Stratilaki</surname>, <given-names>Sofia</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Bono</surname>, <given-names>Mariana</given-names></string-name> (<year>2006</year>): <article-title>Parcours d&#8217;apprentissage des apprenants des troisi&#232;mes langues : dynamiques des r&#233;pertoires plurilingues en construction</article-title>. <source>Les Cahiers de l&#8217;Acedle</source> <volume>2</volume>, <fpage>7</fpage>&#8211;<lpage>35</lpage>.</mixed-citation></ref>
<ref id="B47"><mixed-citation publication-type="webpage"><string-name><surname>Volgger</surname>, <given-names>Marie-Luise</given-names></string-name> (<year>2010</year>): <article-title>&#8222;Wenn man mehrere Sprachen spricht, ist es leichter, eine weitere zu lernen&#8230;&#8220; Einblicke in die Mehrsprachigkeitsbewusstheit lebensweltlich mehrsprachiger Franz&#246;sischlernerInnen</article-title>. <source>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</source> <volume>15</volume>: <issue>2</issue>, <fpage>169</fpage>&#8211;<lpage>198</lpage>. <uri>https://zif.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/article/id/2439/</uri> (30.07.2024).</mixed-citation></ref>
<ref id="B48"><mixed-citation publication-type="journal"><string-name><surname>Wieland</surname>, <given-names>Katharina</given-names></string-name> (<year>2022</year>): <article-title>Lateinamerikanische Standardvariet&#228;ten in der Lehrersprache?</article-title> <source>Hispanorama</source> <volume>178</volume>, <fpage>12</fpage>&#8211;<lpage>17</lpage>.</mixed-citation></ref>
</ref-list>
<sec>
<title>Kurzbio</title>
<p><bold>Sarah Dietrich Grappin</bold> ist Professorin f&#252;r Fachdidaktik Romanistik an der Universit&#228;t Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Interaktionsforschung, Mehrsprachigkeitsdidaktik und Wortschatzvermittlung. In ihrer Dissertation hat sie transferbasierte Kommunikationsstrategien in der L3 Franz&#246;sisch und Deutsch als Fremdsprache auf Anfangsniveau untersucht. Auf ihrer Tenure-Track-Professur besch&#228;ftigt sie sich mit der Neumodellierung der Terti&#228;rsprachendidaktik und plurikulturellem Lernen durch <italic>hot words</italic>, wozu sie schwer &#252;bersetzbare, kulturell aufgeladene lexikalische Einheiten aus Lehrperspektive untersucht.</p>
<p><bold>Ingrid Gogolin</bold> ist Senior-Professorin f&#252;r International Vergleichende und Interkulturelle Bildungsforschung an der Universit&#228;t Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Migration, Mehrsprachigkeit und Bildung. In ihrer Habilitationsschrift hat sie auf der Grundlage historischer Analysen das Konzept des &#8222;monolingualen Habitus&#8220; entwickelt. Aktuell leitet sie das interdisziplin&#228;re Forschungszentrum &#8222;Literacy in Diversity Settings (LiDS)&#8220; der Universit&#228;t Hamburg.</p>
<p><bold>Irina Usanova</bold> ist Post-Doktorandin in der Fakult&#228;t f&#252;r Erziehungswissenschaft der Universit&#228;t Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Migration und Mehrsprachigkeitsentwicklung, mit dem Fokus auf Aneignung multiliteraler Kompetenzen. Sie leitet eine Nachwuchsforschungsgruppe mit dem Thema &#8222;Multiliteralit&#228;t als Arbeitsmarktressource (MARE)&#8220;, die vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung gef&#246;rdert wird. Ein besonderes Merkmal ihrer Forschung ist, dass Multiliteralit&#228;t als mehrdimensionale Kompetenz durch objektive Testdaten zu analogem und digitalem Lesen und Schreiben in Deutsch, Herkunftssprachen und Schulfremdsprachen gemessen wird.</p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><bold>Anschrift:</bold></styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Prof. Dr. Sarah Dietrich-Grappin</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Fachdidaktik Romanistik</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Institut f&#252;r Klassische u. Romanische Philologie</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Rabinstr. 8</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">D-53111 Bonn</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="mailto:sarah.dietrich-grappin@uni-bonn.de">sarah.dietrich-grappin@uni-bonn.de</ext-link></styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ingrid Gogolin</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Fakult&#228;t f&#252;r Erziehungswissenschaft</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">der Universit&#228;t Hamburg</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Von-Melle-Park 8</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">D-20146 Hamburg</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="mailto:gogolin@uni-hamburg.de">gogolin@uni-hamburg.de</ext-link></styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Dr. Irina Usanova</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Fakult&#228;t f&#252;r Erziehungswissenschaft</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">der Universit&#228;t Hamburg</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Von-Melle-Park 8</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">D-20146 Hamburg</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="mailto:Irina.usanova@uni-hamburg.de">irina.usanova@uni-hamburg.de</ext-link></styled-content></p>
</sec>
</back>
</article>