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<journal-title>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</journal-title>
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<publisher-name>Universit&#228;ts- und Landesbibliothek Darmstadt</publisher-name>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/zif.3956</article-id>
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<subject>Praxisbericht</subject>
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<article-title>Neue didaktische Ans&#228;tze zum Erlernen von Funktionsverbgef&#252;gen: Eine korpusbasierte und sprachvergleichende Perspektive</article-title>
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<surname>Ponzi</surname>
<given-names>Maria Francesca</given-names>
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<email>mariafrancesca.ponzi@uniroma1.it</email>
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<aff id="aff-1"><label>1</label>lettere e culture moderne, Sapienza Universit&#224; di Roma</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2025-02-27">
<day>27</day>
<month>02</month>
<year>2025</year>
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<year>2025</year>
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<fpage>267</fpage>
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<copyright-statement>Copyright: &#x00A9; 2025 The Author(s)</copyright-statement>
<copyright-year>2025</copyright-year>
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<license-p>CC BY 4.0 International - Creative Commons, Namensnennung. See <uri xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</uri>.</license-p>
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<abstract>
<p>Ziel dieser Studie ist es, Defizite in aktuellen DaF-Lehrmaterialien in Bezug auf &#220;bungen zu Funktionsverbgef&#252;gen (FVG) zu identifizieren und neue &#220;bungsvorschl&#228;ge zu entwickeln. Es f&#228;llt auf, dass sprachvergleichende Perspektiven in diesen Materialien nicht ausreichend ber&#252;cksichtigt werden, obwohl sie beim Erlernen von FVG eine wesentliche Rolle spielen. Die Tatsache, dass FVG in verschiedenen Sprachen existieren, kann n&#228;mlich sowohl zu positiven als auch zu negativen Transfers f&#252;hren. Ebenso werden gebrauchsspezifische Aspekte von FVG in den aktuellen Lehrmaterialien vernachl&#228;ssigt, was die praktische Anwendung f&#252;r die Lernenden erschwert. Deshalb stellen auf Korpusdaten gest&#252;tzte &#220;bungen, die solche Aspekte in den Fokus r&#252;cken, eine vielversprechende Methode dar.</p>
</abstract>
<trans-abstract xml:lang="en">
<p><bold>New Didactic Approaches for Learning Light Verb Constructions (LVCs): A Corpus-Based and Cross-Linguistic Perspective</bold></p>
<p>The aim of this study is to identify deficiencies in several currently used GFL teaching materials regarding exercises on light verb constructions (LVC) and accordingly develop new exercise suggestions. It is particularly noticeable that aspects of multilingualism are not adequately considered in current didactic materials. However, these play a fundamental role in learning LVC. The fact that LVC exist in various other languages, which learners are likely to be familiar with, can lead to both positive and negative transfers. Another aspect neglected in current teaching materials is the usage-specific aspects of LVC. To ensure that students can effectively apply the LVC, exercises must incorporate the authentic contexts in which these LVC typically occur. For this reason, corpus-based exercises that illuminate usage-specific aspects are particularly promising.</p>
</trans-abstract>
<kwd-group>
<kwd>Funktionsverbgef&#252;ge</kwd>
<kwd>Mehrsprachigkeitsdidaktik</kwd>
<kwd>Korpuslinguistik</kwd>
</kwd-group>
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<kwd>Light Verb Constructions</kwd>
<kwd>Multilingual Didactics</kwd>
<kwd>Corpus Linguistics</kwd>
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<sec>
<title>1 Einleitung</title>
<p>Das Ziel dieser Studie ist es, die Defizite verschiedener derzeit verwendeter Lehrmaterialien (s. Abschnitt 3) f&#252;r Deutsch als Fremdsprache (DaF) im Hinblick auf &#220;bungen zu Funktionsverbgef&#252;gen (FVG) zu identifizieren und entsprechend neue &#220;bungsvorschl&#228;ge zu entwickeln.</p>
<p>Es ist hier nicht der Ort, um die seit langem gef&#252;hrte Debatte &#252;ber die genauen definitorischen Grenzen der lexikalischen Kategorie der FVG zu er&#246;rtern.<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref> Hier soll nur das prototypische Kriterium erw&#228;hnt werden, das in der Fachliteratur als Konsens gilt. Demnach handelt es sich bei FVG um lexikalische Kombinationen aus Verben und nominalen Elementen, bei denen das Verb keinen (oder kaum einen) semantischen Wert zur Konstruktion beitr&#228;gt, sondern ausschlie&#223;lich (oder fast ausschlie&#223;lich) grammatische Informationen vermittelt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B25">Koesters Gensini et al. 2023</xref>).</p>
<p>Besonders auff&#228;llig ist, dass sprachvergleichende Aspekte in den derzeit verwendeten Werken nicht ausreichend ber&#252;cksichtigt werden. Diese spielen aber gerade beim Erlernen von FVG eine wesentliche Rolle (vgl. Kamber 2020; <xref ref-type="bibr" rid="B34">Schafroth 2020</xref>). Die Tatsache, dass FVG oder &#228;hnliche Konstruktionen in verschiedenen anderen Sprachen existieren und dass diese den Lernenden bekannt sein m&#252;ssten, kann sowohl zu positiven als auch zu negativen Transfers f&#252;hren. Obwohl die Idee der Vorteile eines sprachvergleichenden Unterrichts aus theoretischer Sicht mittlerweile fest verankert ist (vgl. u.a. <xref ref-type="bibr" rid="B13">Hepp/Salzmann 2020</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B22">Hufeisen/Neuner 2003</xref>), scheint diese Perspektive in den meisten derzeit verwendeten Lehrmaterialien nicht integriert zu sein.</p>
<p>Ein zweiter Aspekt, der in den aktuellen Lehrmaterialien vernachl&#228;ssigt wird, sind die gebrauchsspezifischen Aspekte von FVG. Damit die DaF-Studierenden die FVG tats&#228;chlich anwenden k&#246;nnen, ist es erforderlich, dass die &#220;bungen auch den realen Kontext einbeziehen, in dem bestimmte FVG am h&#228;ufigsten vorkommen. Aus diesem Grund sind korpusgest&#252;tzte &#220;bungen, die gebrauchsspezifische Aspekte beleuchten, besonders erfolgversprechend (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B5">Flinz 2021</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B6">Flinz/Katelh&#246;n 2019</xref>).</p>
<p>Der vorliegende Beitrag ist wie folgt aufgebaut: Zun&#228;chst wird ein knapper &#220;berblick &#252;ber die theoretischen Grundlagen gegeben, die dieser Arbeit zugrunde liegen. Dabei handelt es sich zum einen um die Bildungslinguistik und zum anderen um die Mehrsprachigkeitsdidaktik (Abschnitt 2). Nach der Er&#246;rterung der Defizite der &#220;bungen zu den FVG in einigen aktuellen DaF-Lehrb&#252;chern (s. Abschnitt 3), wird eine korpusbasierte kontrastive Analyse am Beispiel der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> durchgef&#252;hrt (s. Abschnitt 4). Anschlie&#223;end werden die &#220;bungen zu diesen FVG vorgestellt, die in dem der deutschen Sprache gewidmeten Bereich der Selbstlernplattform <italic>verbi a supporto</italic> der Universit&#228;t Rom <italic>Sapienza</italic> verf&#252;gbar sind (s. Abschnitt 5). Im Einklang mit den theoretischen Ans&#228;tzen einerseits der Mehrsprachigkeitsdidaktik bzw. Terti&#228;rsprachendidaktik (vgl. u.a. <xref ref-type="bibr" rid="B17">Hufeisen 2011</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B19">Hufeisen/Jessner 2009</xref>), und andererseits der Bildungslinguistik von De Mauro (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">De Mauro/Ferreri 2005</xref>) zielen diese &#220;bungen darauf ab, die metasprachliche Kompetenz der Lernenden zu f&#246;rdern. Sie sind darauf ausgerichtet, die kontrastiven und gebrauchsspezifischen Aspekte, die in den zuvor durchgef&#252;hrten Analysen identifiziert wurden, zu integrieren.</p>
<p>Da sich die Selbstlernplattform der Universit&#228;t Rom <italic>Sapienza</italic> haupts&#228;chlich an italienischsprachige Studierende richtet, wird in diesem Zusammenhang Italienisch als L1 betrachtet. Entsprechend des DaFnE-Ansatzes (Akronym f&#252;r Deutsch als Fremdsprache nach Englisch) (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B20">Hufeisen/Marx 2005</xref>) wird Englisch als L2 betrachtet, da es in den allermeisten F&#228;llen die erste Fremdsprache ist, die von den italienischsprachigen Studierenden erlernt wird. Dementsprechend wird Deutsch als Terti&#228;rsprache betrachtet bzw. als eine Sprache, die nach dem Erlernen mindestens einer weiteren Fremdsprache erworben wird (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B15">Hufeisen 2003: 97</xref>).</p>
</sec>
<sec>
<title>2 Theoretische Pr&#228;missen: <italic>Linguistica educativa</italic> und Mehrsprachigkeitsdidaktik</title>
<p>Die Annahme, dass zur Umsetzung eines erfolgreichen glottodidaktischen Ansatzes f&#252;r das Erlernen von FVG eine mehrsprachige Perspektive w&#252;nschenswert ist, beruht auf zwei theoretischen Forschungstraditionen: einerseits der auf De Mauro begr&#252;ndeten &#8222;linguistica educativa&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref>, andererseits der Mehrsprachigkeitsdidaktik.</p>
<p>Der ersten Forschungstradition zufolge sollte die universit&#228;re Didaktik auf einem Ansatz beruhen, der auf die Entwicklung einer metasprachlichen Kompetenz abzielt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">De Mauro/Ferreri 2005: 27</xref>). Laut dieser Perspektive werden die Lernenden nicht mehr dazu neigen, jede Sprache als einen in sich geschlossenen Mikrokosmos zu betrachten, den sie jedes Mal mnemonisch und mechanisch von Grund auf neu erlernen m&#252;ssen. Vielmehr werden sie dazu angeregt, eine Vielzahl von Erwerbsstrategien von einem Sprachsystem auf ein anderes zu &#252;bertragen.</p>
<p>Auch in der Mehrsprachigkeitsdidaktik, die beispielsweise im DaFnE-Ansatz Anwendung findet (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B20">Hufeisen/Marx 2005</xref>) sowie in der sp&#228;teren Entwicklung des sogenannten Faktorenmodells (<xref ref-type="bibr" rid="B16">Hufeisen 2010</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B18">2020</xref>), wird davon ausgegangen, dass ein qualitativer Unterschied zwischen dem Erlernen der ersten Fremdsprache (L2) und dem Erlernen der zweiten Fremdsprache bzw. Folgesprachen besteht:</p>
<disp-quote>
<p>Mit einem monolingualen Hintergrund [&#8230;] ist die erstsprachige und anf&#228;ngliche Begegnung mit einer neuen, fremden Sprache eine andere, als wenn dem bereits zwei-, drei- oder mehrsprachigen Repertoire eine weitere hinzugef&#252;gt wird. [&#8230;] Das (Fremd-)Sprachenlernen an sich ist nichts Neues oder gar Bedrohliches mehr. (<xref ref-type="bibr" rid="B16">Hufeisen 2010: 201</xref>)</p>
</disp-quote>
<p>Dar&#252;ber hinaus sind Lernende einer L3 in der Regel &#228;lter und haben m&#246;glicherweise bereits Lern- und Kommunikationsstrategien in der ersten Fremdsprache entwickelt, die das Erlernen der L3 erleichtern k&#246;nnen.</p>
<p>In verschiedenen Studien (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B1">Cenoz/Hufeisen/Jessner 2001</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B7">Gaeta 2020a</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B8">2020b</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B22">Hufeisen/Neuner 2003</xref>) wurde die Rolle des Englischen hervorgehoben, das als Zweitsprache den Erwerb des Deutschen als Drittsprache h&#228;ufig erleichtern und beschleunigen kann, indem es als sogenannte Br&#252;ckensprache fungiert.</p>
<p>Die bisher skizzierte Perspektive ist das Ergebnis einer theoretischen Entwicklung, die Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre in der Angewandten Linguistik und der Fremdsprachendidaktik stattgefunden hat und die den Begriff der Interferenz radikal neu definiert hat. Interferenzen werden nicht mehr als Hindernis f&#252;r den Spracherwerb betrachtet, wie es in den 1970er Jahren postuliert wurde, indem man die Lernprozesse der beiden Fremdsprachen sorgf&#228;ltig voneinander trennte (vgl. hierzu <xref ref-type="bibr" rid="B14">Hombitzer 1971</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B4">Ernst 1975</xref> und <xref ref-type="bibr" rid="B28">L&#252;bke 1977</xref>). Interferenzen k&#246;nnen im Gegenteil auch positive Effekte haben. Dieser sogenannte positive Transfer ist besonders h&#228;ufig bei Sprachen, die wie Englisch und Deutsch derselben Sprachfamilie angeh&#246;ren (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B21">Hufeisen/Marx 2014</xref>), anzutreffen.</p>
<p>In diesem neuen Paradigma &#228;ndert sich auch die Beurteilung von Fehlern. Sie werden nicht mehr als etwas Negatives und Peinliches stigmatisiert, sondern sie werden vielmehr als wertvolle sprachliche Signale f&#252;r spezifische kontrastive Herausforderungen betrachtet, die es zu l&#246;sen gilt.</p>
</sec>
<sec>
<title>3 Defizite bei den &#220;bungen zu den FVG in den Lehrwerken <italic>Sicher</italic> (C1), <italic>Aspekte Neu</italic> (B2) und <italic>Kontext</italic> (B2)</title>
<p>In diesem Abschnitt werden die &#220;bungen zu den FVG in derzeit weit verbreiteten DaF-Lehrwerken analysiert, um deren Defizite aufzuzeigen.<xref ref-type="fn" rid="n3">3</xref> Beispielhaft wurden die Lehrwerke ausgew&#228;hlt, die in den Kursen des Goethe-Instituts in Rom, Mailand und Neapel im Wintertrimester 2024 verwendet wurden. Es handelt sich um die Lehrwerke <italic>Sicher!</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B30">C1.1, 2015</xref>), <italic>Aspekte Neu</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B26">B2, 2015</xref>) und <italic>Kontext</italic> (<xref ref-type="bibr" rid="B3">B2, 2023</xref>).<xref ref-type="fn" rid="n4">4</xref></p>
<p>Erstens l&#228;sst sich sagen, dass es recht problematisch ist, dass das Thema der FVG in den zitierten Lehrwerken erst auf fortgeschrittenen Niveaus behandelt wird.<xref ref-type="fn" rid="n5">5</xref> Im Gegensatz zu idiomatischen Ausdr&#252;cken sind FVG jedoch auch f&#252;r die Bildung einfacher S&#228;tze von grundlegender Bedeutung (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B35">Steyer 2000: 104</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B10">Hausmann 1984</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B11">2004: 312</xref>).</p>
<p>Zweitens ist anzumerken, dass die vorgeschlagenen &#220;bungen in erster Linie darauf abzielen, den Lernenden die Kombination von Nomen und Verb und ihre Bedeutung einzupr&#228;gen, anstatt den Fokus auf deren kontextuellen Gebrauch zu legen. In diesem Zusammenhang seien die folgenden &#220;bungen aus den Lehrwerken <italic>Aspekte Neu</italic> und <italic>Kontext</italic> angef&#252;hrt:</p>
<fig id="F1">
<caption>
<p>Abb. 1: &#220;bungen zu FVG in <italic>Aspekte Neu</italic> (B2)</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g1.png"/>
</fig>
<fig id="F2">
<caption>
<p>Abb. 2: &#220;bungen zu FVG in <italic>Kontakt</italic> (B2)</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g2.png"/>
</fig>
<p>Die &#220;bungen in <xref ref-type="fig" rid="F1">Abb. 1</xref> und <xref ref-type="fig" rid="F2">2</xref> sind sehr &#228;hnlich aufgebaut. In der ersten &#220;bung (2a in <xref ref-type="fig" rid="F1">Abb. 1</xref> und 4a in <xref ref-type="fig" rid="F2">Abb. 2</xref>) sollen die Lernenden, ausgehend von einer H&#246;rverstehens&#252;bung, die L&#252;cken in den S&#228;tzen jeweils mit Nomen, &#8222;die mit den unterstrichenen Verben in Verbindung stehen&#8220;, f&#252;llen. Der positive Aspekt dieser &#220;bung besteht darin, dass die FVG nicht isoliert, sondern in einem konkreten Kontext pr&#228;sentiert werden. Allerdings ist die von den Lernenden geforderte Aktivit&#228;t gering, da sie sich lediglich darauf beschr&#228;nken sollen, das Nomen mit dem bereits konjugierten Verb zu verbinden.</p>
<p>Die Aufgaben 2b und 2c in <xref ref-type="fig" rid="F1">Abb. 1</xref> und 4b und 4c in <xref ref-type="fig" rid="F2">Abb. 2</xref> konzentrieren sich dagegen auf die Bedeutung der FVG: In 2b und 4b sollen die Lernenden die Bedeutung der zuvor ge&#252;bten FVG notieren, w&#228;hrend in 2c und 4c die richtige Zuordnung der FVG zu einem vorgeschlagenen Synonym gefordert wird. Mit diesen &#220;bungen soll gezeigt werden, dass es in einigen F&#228;llen m&#246;glich ist, die Bedeutung des FVG aus dem Nomen abzuleiten (z.B. &#8222;zum Einsatz kommen = einsetzen&#8220; in <xref ref-type="fig" rid="F2">Abb. 2</xref>), dass dies aber in anderen F&#228;llen nicht m&#246;glich ist (z.B. &#8222;die Kosten tragen = bezahlen&#8220; in <xref ref-type="fig" rid="F1">Abb. 1</xref>). Allerdings fehlt in diesen &#220;bungen eine semantische Reflexion &#252;ber m&#246;gliche Unterschiede zwischen dem FVG und dem Vollverb hinsichtlich der Aktionsart und des Sprachregisters, obwohl diese Aspekte in der sprachwissenschaftlichen Literatur seit den Studien von von Polenz (<xref ref-type="bibr" rid="B31">1963</xref>) ausf&#252;hrlich diskutiert werden.<xref ref-type="fn" rid="n6">6</xref> Bei den angef&#252;hrten Beispielen h&#228;tte betont werden sollen, dass das FVG <italic>zum Einsatz kommen</italic> und das Vollverb <italic>einsetzen</italic> in der Tat keine Synonyme sind, da das erste eine passive und das zweite eine aktive Bedeutung hat. Au&#223;erdem ist das FVG <italic>die Kosten tragen</italic> deutlich formeller als das in <xref ref-type="fig" rid="F2">Abb. 2</xref> als Synonym aufgef&#252;hrte Verb <italic>bezahlen</italic>.</p>
<p>Wie in <xref ref-type="fig" rid="F3">Abb. 3</xref> zu sehen ist, wird die passive Bedeutung einiger FVG jedoch im Lehrwerk <italic>Sicher!</italic> thematisiert:</p>
<fig id="F3">
<caption>
<p>Abb. 3: &#220;bungen zu FVG in <italic>Sicher!</italic> (C1)</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g3.png"/>
</fig>
<p>Andere &#220;bungen in <italic>Sicher!</italic> sind jedoch eher traditionell:</p>
<fig id="F4">
<caption>
<p>Abb. 4: Weitere &#220;bungen zu FVG in <italic>Sicher!</italic> (C1)</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g4.png"/>
</fig>
<p>Die Aufgabe in <xref ref-type="fig" rid="F4">Abb. 4</xref> ist eine Transformations&#252;bung: Die Vollverben im Text sollen durch die FVG im Kasten ersetzt werden. Es handelt sich um eine relativ mechanische &#220;bung, bei der eventuelle semantische oder gebrauchsspezifische Eigenschaften au&#223;er Acht gelassen werden. Um eine zufriedenstellende Beherrschung der FVG zu erreichen, reicht es nicht aus, die Kombination von Nomen und Verb sowie ihre Bedeutung auswendig zu lernen, sondern es ist wichtig zu verstehen, wie die FVG in ihrem realen Kontext verwendet werden. In diesem Zusammenhang w&#228;re es erstens beispielsweise n&#252;tzlich, sich auf den Grad der Festigkeit der Konstruktionen oder auf die m&#246;gliche bzw. unm&#246;gliche Expansion des Substantivs durch Artikel, Adjektive oder Adverbien zu konzentrieren, da nicht alle FVG denselben Grad an Festigkeit aufweisen. Zweitens h&#228;tte auch die Negation von FVG thematisiert werden sollen, da diese in einigen F&#228;llen mit <italic>nicht</italic> und in anderen F&#228;llen mit <italic>kein</italic> erfolgt. Drittens spielt auch das Thema der Komplementierung der FVG eine wichtige Rolle, da die FVG jeweils verschiedene Aktankten verlangen. All diese gebrauchsspezifischen Aspekte werden in keinem der untersuchten Lehrb&#252;cher thematisiert. Dar&#252;ber hinaus ist das Fehlen der sprachvergleichenden Dimension ein weiteres Merkmal, das die drei analysierten Werke kennzeichnet. Verschiedene Studien in der Fremdsprachenforschung weisen jedoch darauf hin, dass eine sprachvergleichende Perspektive viele Vorteile bieten kann (vgl. z.B. <xref ref-type="bibr" rid="B15">Hufeisen 2003</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B19">Hufeisen/Jessner 2009</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B22">Hufeisen/Neuner 2003</xref>;). Diese kann n&#228;mlich einerseits die metasprachliche Kompetenz und andererseits die Motivation der Lernenden erh&#246;hen. Gerade im Kontext der FVG spielt die sprachvergleichende Perspektive eine entscheidende Rolle, da diese Konstruktionen in verschiedenen Sprachen vorkommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kennen die Lernenden solche Konstruktionen bereits. Viele der in den obigen &#220;bungen erw&#228;hnten FVG gibt es auch im Italienischen und Englischen. Diese Sprachen stellen jeweils die Erstsprache (L1) bzw. die erste Fremdsprache (L2) f&#252;r italienischsprachige Lernende dar, die Deutsch als dritte oder weitere Sprache lernen. Wie Koesters Gensini et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B25">2023: 507</xref>) betonen, gibt es eine erhebliche sprachliche Variation zwischen den FVG in den verschiedenen erw&#228;hnten Sprachen, die bei den Lernenden oft zu einer hohen Fehlerquote bei der Produktion der FVG f&#252;hrt: Zwischen den FVG in der Terti&#228;rsprache (L3) und denen in der Erstsprache (L1) und der erste Fremdsprache (L2) kann eine vollst&#228;ndige oder partielle &#196;quivalenz bestehen. Alternativ kann das FVG der L3 nicht durch ein anderes FVG, sondern durch eine Kollokation, eine freie Kombination oder ein einzelnes Verb wiedergegeben werden.</p>
<p>Ein interlingualer Vergleich der FVG in der Erstsprache (L1), der ersten Fremdsprache (L2) und der Terti&#228;rsprache (L3) der Lernenden scheint daher besonders n&#252;tzlich zu sein, da er dazu beitragen kann, positive Transfers zu f&#246;rdern und m&#246;gliche negative Transfers zu verhindern.</p>
</sec>
<sec>
<title>4 Eine korpusbasierte kontrastive Analyse am Beispiel der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic></title>
<p>In diesem Abschnitt sollen die wichtigsten Ergebnisse aus der korpusbasierten kontrastiven Analyse der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> pr&#228;sentiert werden, um sie anschlie&#223;end in die didaktische Praxis zu &#252;bertragen.</p>
<p>Bevor die Ergebnisse der vorliegenden Analyse vorgestellt werden, sollen nun einige methodische &#220;berlegungen angestellt werden. Die Wahl der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> l&#228;sst sich damit rechtfertigen, dass sie aus kontrastiver Sicht interessante Merkmale aufweisen.<xref ref-type="fn" rid="n7">7</xref> Zwischen dem FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> (L3) und dem FVG <italic>trarre conclusioni</italic> (L1) besteht eine vollst&#228;ndige &#196;quivalenz: In beiden F&#228;llen handelt es sich um FVG, die semantisch und in Bezug auf die Auswahl der lexikalischen Bestandteile &#252;bereinstimmen. Dahingegen besteht zwischen dem FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> (L3) und dem FVG <italic>draw conclusions</italic> (L2) nur eine partielle &#196;quivalenz, da lediglich die Substantive &#252;bereinstimmen, w&#228;hrend die Verben (dt. ziehen, engl. to draw (w&#246;rtl. zeichnen)) unterschiedlich sind, was zu Fehlern bei den Lernenden f&#252;hren k&#246;nnte.</p>
<p>Die vorgestellte Analyse basiert auf dem vom Leibniz-Institut f&#252;r Deutsche Sprache (IDS) erstellten Deutschen Sprachkorpus DeReKo, das &#252;ber das Programm Cosmas II kostenlos (nach vorheriger Registrierung) zug&#228;nglich ist. Insbesondere wurden die sogenannten Wikipedia-Korpora ber&#252;cksichtigt, und zwar das deutschsprachige (wpd19), italienische (wpi15) und englische (wpe15) Wikipedia-Korpus.</p>
<p>Konkret erfolgte der Aufbau des f&#252;r die vorliegende Untersuchung verwendeten Subkorpus in den folgenden Schritten. Zun&#228;chst wurden die FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> in den jeweiligen Korpora wpd19, wpi15 und wpe15 mithilfe der Kookkurrenzanalyse identifiziert. <xref ref-type="table" rid="T1">Tab. 1</xref> zeigt die Anzahl der FVG in den jeweiligen Korpora:</p>
<table-wrap id="T1">
<caption>
<p>Tab. 1: Frequenz von <italic>Schl&#252;sse ziehen, trarre conclusioni, draw conclusions</italic> in den Korpora wpd19, wpi15 e wpe15</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Korpus</th>
<th align="left" valign="top">FVG</th>
<th align="center" valign="top">Absolute Frequenz</th>
<th align="center" valign="top">Relative Frequenz pMW<xref ref-type="fn" rid="n8">8</xref></th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">wpd19</td>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse ziehen</td>
<td align="center" valign="top">171</td>
<td align="center" valign="top">0,2</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">wpi15</td>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni</td>
<td align="center" valign="top">67</td>
<td align="center" valign="top">0,1</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">wpe15</td>
<td align="left" valign="top">draw considerations</td>
<td align="center" valign="top">122</td>
<td align="center" valign="top">0,1</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Zahlen noch h&#246;her h&#228;tten ausfallen k&#246;nnen, wenn auch die flektierten Formen der Funktionsverben <italic>ziehen, trarre</italic> und <italic>draw</italic> ber&#252;cksichtigt worden w&#228;ren. Da das Programm Cosmas II haupts&#228;chlich f&#252;r die deutsche Sprache entwickelt wurde, erlaubt es zwar das Extrahieren der flektierten Formen des gesuchten Wortes anhand des Grundformoperators, jedoch nur bei deutschen W&#246;rtern. Angesichts der kontrastiven Zielsetzung dieser Untersuchung wurde daher entschieden, ein homogenes Korpus zu erstellen und die Analyse auf die Infinitivformen der Funktionsverben in den drei Sprachen zu beschr&#228;nken. Dass die relative Frequenz im Deutschen bei der Ber&#252;cksichtigung der flektierten Formen etwas h&#246;her ausf&#228;llt, ist in <xref ref-type="table" rid="T2">Tab. 2</xref> zu sehen:</p>
<table-wrap id="T2">
<caption>
<p>Tab. 2: Frequenz des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> und seiner flektierten Formen in wpd19</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Korpus</th>
<th align="left" valign="top">FVG</th>
<th align="left" valign="top">Absolute Frequenz</th>
<th align="left" valign="top">Relative Frequenz pMW</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">wpd19</td>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse &amp; ziehen</td>
<td align="left" valign="top">342</td>
<td align="left" valign="top">0,3</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Daher wurden drei Subkorpora mit den Bezeichnungen SZwpd19, TCwpi15 und DCwpe15 erstellt. Diese bestehen jeweils aus 171, 67 und 122 Ausschnitten aus Wikipedia-Artikeln des deutschsprachigen wpd19-Korpus, des italienischsprachigen wpi15-Korpus und des englischsprachigen wpe15-Korpus, in denen die FVG in einem konkreten Kontext vorkommen:</p>
<table-wrap id="T3">
<caption>
<p>Tab. 3: Eckdaten der Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top">Quelle</th>
<th align="left" valign="top">Anzahl der FVG</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">SZwpd19</td>
<td align="left" valign="top">wpd19-Korpus</td>
<td align="left" valign="top">171</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">TCwpi15</td>
<td align="left" valign="top">wpi15-Korpus</td>
<td align="left" valign="top">67</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">DCwpe15</td>
<td align="left" valign="top">wpe15-Korpus</td>
<td align="left" valign="top">122</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der Analyse er&#246;rtert, die bei didaktischen Ans&#228;tzen zum Erlernen von FVG ber&#252;cksichtigt werden sollten.</p>
<p>Zun&#228;chst l&#228;sst sich sagen, dass im Unterschied zu anderen FVG (wie z. B. <italic>in Betracht ziehen</italic>, vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B32">Ponzi 2024: 369&#8211;371</xref>) die hier betrachteten FVG in allen drei Sprachen einen relativ niedrigen Grad an Festigkeit aufweisen:</p>
<table-wrap id="T4">
<caption>
<p>Tab. 4: Expansion der Substantive <italic>Schl&#252;sse/conclusioni/conclusions</italic> in den jeweiligen Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Artikel</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Adjektive</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Adverbien</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">SZwpd19</td>
<td align="left" valign="top">27</td>
<td align="left" valign="top">16 %</td>
<td align="left" valign="top">93</td>
<td align="left" valign="top">54 %</td>
<td align="left" valign="top">6</td>
<td align="left" valign="top">4 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">TCwpi15</td>
<td align="left" valign="top">28</td>
<td align="left" valign="top">42 %</td>
<td align="left" valign="top">40</td>
<td align="left" valign="top">60 %</td>
<td align="left" valign="top">3</td>
<td align="left" valign="top">4 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">DCwpe15</td>
<td align="left" valign="top">14</td>
<td align="left" valign="top">11 %</td>
<td align="left" valign="top">67</td>
<td align="left" valign="top">55 %</td>
<td align="left" valign="top">0</td>
<td align="left" valign="top">0 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Im deutschen Subkorpus kann das Substantiv entweder ohne Artikel oder mit dem bestimmten (<italic>die Schl&#252;sse ziehen</italic>), dem negativen (<italic>keine Schl&#252;sse ziehen</italic>), dem possessiven (<italic>meine Schl&#252;sse ziehen</italic>), dem demonstrativen (<italic>diese Schl&#252;sse ziehen</italic>) und dem interrogativen Artikelwort (<italic>welche Schl&#252;sse ziehen</italic>) auftreten. Im italienischen Subkorpus tritt das Substantiv entweder ohne Artikel oder mit dem bestimmten und dem partitiven Artikel auf. Im englischen Subkorpus kommt das Substantiv entweder ohne Artikel oder mit dem bestimmten Artikel vor.</p>
<p>Auch die Begleitung des Nomens durch Adjektive ist im Gegensatz zu den Adverbien in allen drei Sprachen sehr h&#228;ufig und liegt bei &#252;ber 50 %. Dies ist ein Aspekt, der im Unterricht ber&#252;cksichtigt werden sollte, da das Thema der Adjektivdeklination im Deutschen auch f&#252;r fortgeschrittene Lernende eine Herausforderung darstellt.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt, der in der Didaktik hervorgehoben werden sollte, ist die Negation:</p>
<table-wrap id="T5">
<caption>
<p>Tab. 5: Negation der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> in den jeweiligen Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top">Negation</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Frequenzen</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">SZwpd19</td>
<td align="left" valign="top">mit dem negativen Artikel <italic>kein</italic></td>
<td align="left" valign="top">12</td>
<td align="left" valign="top">7 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">TCwpi15</td>
<td align="left" valign="top">mit <italic>non</italic></td>
<td align="left" valign="top">9</td>
<td align="left" valign="top">13 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">DCwpe15</td>
<td align="left" valign="top">mit <italic>(do) not</italic></td>
<td align="left" valign="top">17</td>
<td align="left" valign="top">14 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>W&#228;hrend im deutschen Korpus die Negation des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> durchg&#228;ngig mit dem negativen Artikel <italic>kein</italic> erfolgt, wird im Italienischen das Adverb <italic>non</italic> (dt. nicht) und im Englischen das Adverb <italic>(do) not</italic> verwendet. Obwohl die Regel der Negation bereits auf den elementarsten Niveaus des DaF-Unterrichts behandelt wird, erfordert das Thema der FVG eine vertiefte Auseinandersetzung, da viele FVG Abweichungen in der Negation aufweisen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B24">Kamber 2006: 68&#8211;69</xref>).</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus muss die Komplementierung der FVG ber&#252;cksichtigt werden, da die Lernenden in der Lage sein m&#252;ssen, die FVG nicht isoliert, sondern in vollst&#228;ndigen S&#228;tzen zu verwenden. Beispielsweise kann gesagt werden, dass unpers&#246;nliche Konstruktionen in allen drei Sprachen h&#228;ufig vorkommen:</p>
<table-wrap id="T6">
<caption>
<p>Tab. 6: Pers&#246;nliche bzw. unpers&#246;nliche Konstruktionen der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> in den jeweiligen Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Pers&#246;nliche Konstruktion</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Unpers&#246;nliche Konstruktion</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">SZwpd19</td>
<td align="left" valign="top">96</td>
<td align="left" valign="top">56 %</td>
<td align="left" valign="top">75</td>
<td align="left" valign="top">44 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">TCwpi15</td>
<td align="left" valign="top">16</td>
<td align="left" valign="top">24 %</td>
<td align="left" valign="top">51</td>
<td align="left" valign="top">76 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">DCwpe15</td>
<td align="left" valign="top">95</td>
<td align="left" valign="top">78 %</td>
<td align="left" valign="top">27</td>
<td align="left" valign="top">22 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Dies erm&#246;glicht den Lernenden zwar einen positiven Transfer, aber sie m&#252;ssen in der Lage sein, diese unpers&#246;nlichen Konstruktionen in der L3 zu beherrschen. Im deutschen Subkorpus wird das FVG in unpers&#246;nlichen Konstruktionen mit <italic>es, man</italic> oder <italic>sein + zu + Infinitiv</italic> verwendet.</p>
<p>In Bezug auf die Komplementierung ist au&#223;erdem wichtig zu beachten, dass die Pr&#228;positionen, die von den FVG verlangt werden, eine deutliche kontrastive Variation aufweisen:</p>
<table-wrap id="T7">
<caption>
<p>Tab. 7: Die von den FVG Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions verlangten Pr&#228;positionen in den jeweiligen Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top">FVG (+ Pr&#228;positionen)</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Frequenzen</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>SZwpd19</bold></td>
<td align="center" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="center" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><italic>aus</italic> etwas Schl&#252;sse ziehen/daraus Schl&#252;sse ziehen</td>
<td align="center" valign="top">103</td>
<td align="center" valign="top">60 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse ziehen <italic>&#248;</italic></td>
<td align="center" valign="top">56</td>
<td align="center" valign="top">33 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse <italic>&#252;ber</italic> etwas ziehen</td>
<td align="center" valign="top">5</td>
<td align="center" valign="top">3 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse <italic>auf</italic> etwas ziehen</td>
<td align="center" valign="top">5</td>
<td align="center" valign="top">3 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse <italic>aufgrund</italic> etwas ziehen</td>
<td align="center" valign="top">1</td>
<td align="center" valign="top">0,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">Schl&#252;sse <italic>hinsichtlich</italic> etwas ziehen</td>
<td align="center" valign="top">1</td>
<td align="center" valign="top">0,5 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>TCwpi15</bold></td>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="center" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni <italic>&#248;</italic></td>
<td align="center" valign="top">35</td>
<td align="center" valign="top">52 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni <italic>su</italic> qualcosa</td>
<td align="center" valign="top">15</td>
<td align="center" valign="top">22 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni <italic>da</italic> qualcosa</td>
<td align="center" valign="top">13</td>
<td align="center" valign="top">20 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni <italic>circa</italic> qualcosa</td>
<td align="center" valign="top">2</td>
<td align="center" valign="top">3 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">trarre conclusioni <italic>riguardo a</italic> qualcosa</td>
<td align="center" valign="top">2</td>
<td align="center" valign="top">3 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>DCwpe15</bold></td>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="center" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>&#248;</italic></td>
<td align="center" valign="top">53</td>
<td align="center" valign="top">43 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>from</italic> sth.</td>
<td align="center" valign="top">33</td>
<td align="center" valign="top">27 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>about</italic> sth.</td>
<td align="center" valign="top">24</td>
<td align="center" valign="top">20 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>(based) on</italic> sth.</td>
<td align="center" valign="top">9</td>
<td align="center" valign="top">7 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>concerning</italic> sth.</td>
<td align="center" valign="top">1</td>
<td align="center" valign="top">1 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>regarding</italic></td>
<td align="center" valign="top">1</td>
<td align="center" valign="top">1 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">draw conclusions <italic>for</italic></td>
<td align="center" valign="top">1</td>
<td align="center" valign="top">1 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>In fast zwei Drittel der F&#228;lle erscheint das deutsche FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> mit der Pr&#228;position <italic>aus</italic> bzw. mit dem Pr&#228;positionaladverb <italic>daraus</italic> auf. Diese Kombination ist auch in den beiden anderen Sprachen frequent vertreten, da die Kombinationen <italic>trarre conclusioni da qualcosa</italic> und <italic>draw conclusions from sth.</italic> jeweils 20 % bzw. 27 % der jeweiligen Subkorpora ausmachen. Diese &#220;bereinstimmung k&#246;nnte im Unterricht als positiver Transfer genutzt werden. Aus der Perspektive der L3-Lernenden w&#228;re es jedoch wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Pr&#228;position <italic>aus</italic> im Deutschen den Dativ verlangt, was in den anderen Sprachen offensichtlich nicht der Fall ist und daher zu potenziellen Fehlern f&#252;hren k&#246;nnte.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt, der in der Didaktik ber&#252;cksichtigt werden sollte, ist die Tatsache, dass die hier betrachteten FVG in allen drei Sprachen h&#228;ufig modalisiert vorkommen:</p>
<table-wrap id="T8">
<caption>
<p>Tab. 8: Die Modalisierung der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> in den jeweiligen Subkorpora</p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top" colspan="3">Modalisierung</th>
</tr>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Frequenzen</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">SZwpd19</td>
<td align="left" valign="top">43</td>
<td align="left" valign="top">25 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">TCwpi15</td>
<td align="left" valign="top">25</td>
<td align="left" valign="top">37 %</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">DCwpe15</td>
<td align="left" valign="top">44</td>
<td align="left" valign="top">36 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Aus didaktischer Sicht kann diese &#196;hnlichkeit zwar von Vorteil sein. Gleichzeitig muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Modalisierung f&#252;r Deutschlernende als L3 oft eine Herausforderung darstellt, da sie im Gegensatz zu den beiden anderen Sprachen einen spezifischen Satzbau erfordert. Bekannterma&#223;en bereitet die Satzklammer L3-Lernenden gro&#223;e Schwierigkeiten, insbesondere denjenigen, deren Muttersprache diese syntaktische Struktur nicht aufweist<xref ref-type="fn" rid="n9">9</xref> (vgl. u.a. <xref ref-type="bibr" rid="B27">Kretzenbacher 2009</xref>). Bei den Passivformen des FVG besteht wiederum die Gefahr des gleichen negativen Transfers. Wie bereits erw&#228;hnt, konnten sie im Rahmen des Subkorpus SZwpd19 nicht ber&#252;cksichtigt werden, da dieses ausschlie&#223;lich auf den unflektierten Formen des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> beruht (s. Abschnitt 2). Aus diesem Grund wurde f&#252;r die Analyse der Passivformen des FVG ein viertes Subkorpus erstellt, das Subkorpus S&amp;Zwpd19, das jedoch auch die flektierten Formen des FVG enth&#228;lt. Auf der Grundlage dieses Subkorpus l&#228;sst sich feststellen, dass die Passivformen zwar nicht so h&#228;ufig vorkommen wie die Modalisierungen, aber dennoch relativ gut im Subkorpus vertreten sind:</p>
<table-wrap id="T9">
<caption>
<p>Tab. 9: Passivformen im Subkorpus <italic>S&amp;Zwpd19</italic></p>
</caption>
<table>
<tr>
<th align="left" valign="top" colspan="3">Passivformen</th>
</tr>
<tr>
<th align="left" valign="top">Subkorpus</th>
<th align="left" valign="top" colspan="2">Frequenzen</th>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">absolute Zahl</td>
<td align="left" valign="top">prozentuale Zahl</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top">S&amp;Zwpd19</td>
<td align="left" valign="top">22</td>
<td align="left" valign="top">11 %</td>
</tr>
</table>
</table-wrap>
<p>Neben der Herausforderung der Satzklammer setzt die Passivkonstruktion des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> offenkundig voraus, dass die Lernenden die Form des unregelm&#228;&#223;igen Partizips Perfekt von <italic>ziehen</italic> kennen.</p>
</sec>
<sec>
<title>5 Neue &#220;bungsvorschl&#228;ge zu FVG: Die Selbstlernplattform <italic>verbi a supporto</italic> der Universit&#228;t <italic>Sapienza</italic></title>
<p>Auf der Grundlage der in diesem Beitrag vorgestellten korpusbasierten kontrastiven Analyse der FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen/trarre conclusioni/draw conclusions</italic> stellt sich die Frage, wie diese Ergebnisse konkret in die Didaktik integriert werden k&#246;nnen. In diesem Zusammenhang ist die Selbstlernplattform <italic>verbi a supporto</italic> (dt. FVG) zu erw&#228;hnen, die im Rahmen eines interdisziplin&#228;ren Forschungsprojekts mit dem Titel <italic>Universit&#228;re Lehre von Fremdsprachen als &#8218;Terti&#228;rsprachen&#8216;: Der Fall von Funktionsverbgef&#252;gen</italic> unter der Leitung von Sabine E. Koesters Gensini am <italic>Dipartimento di Lettere e culture moderne</italic> der Universit&#228;t <italic>Sapienza</italic> entwickelt wurde.<xref ref-type="fn" rid="n10">10</xref> Es handelt sich um eine Selbstlernplattform, die von Filippo Mazzei vom <italic>Dipartimento di Informatica</italic> der Universit&#228;t <italic>Sapienza</italic> und Sabine E. Koesters Gensini vom <italic>Dipartimento di lettere e culture</italic> moderne unter der Mitwirkung aller Mitglieder des oben genannten Forschungsprojekts konzipiert und realisiert wurde. Im Einklang mit dem Ansatz der Bildungslinguistik von De Mauro und der Mehrsprachigkeitsdidaktik zielt die Plattform darauf ab, das Erlernen von FVG in Terti&#228;rsprachen zu erleichtern, indem die semiotischen und (meta)linguistischen Kompetenzen der Lernenden genutzt werden.</p>
<p>Zusammenfassend l&#228;sst sich sagen, dass die Plattform zweigleisig konzipiert ist: Sie umfasst eine theoretische und eine anwendungsbezogene Ebene. Die theoretische Ebene umfasst eine Reihe detaillierter linguistischer Beschreibungen des Sprachgebrauchs der FVG, zun&#228;chst im Italienischen (L1), dann im Englischen (L2) und schlie&#223;lich in verschiedenen Terti&#228;rsprachen (L3). Das Ziel dieser Ebene ist es, die metalinguistische Kompetenz der Lernenden zu f&#246;rdern, indem sie dazu angeregt werden, &#252;ber die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen den untersuchten FVG nachzudenken.</p>
<p>Der anwendungsbezogene Teil besteht aus einer Reihe von &#220;bungen, die haupts&#228;chlich auf den zuvor vorgestellten linguistischen Beschreibungen basieren. Es sei darauf hingewiesen, dass das oben erw&#228;hnte Forschungsprojekt noch nicht abgeschlossen ist. Aus diesem Grund ist die Plattform offen gestaltet und kann fortlaufend aktualisiert und erweitert werden, um neue Forschungsergebnisse zu ber&#252;cksichtigen.</p>
<p>Aufgrund der didaktischen Zielsetzungen dieses Beitrags soll der Fokus in diesem Kontext nicht auf den theoretischen Teil, sondern auf die Beschreibung der &#220;bungen der Plattform gelegt werden. Um die Vorteile und den innovativen Charakter des vorgeschlagenen didaktischen Ansatzes der Plattform hervorzuheben, werden im Folgenden exemplarisch die zehn von der Autorin verfassten &#220;bungen vorgestellt, die auf dem FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> basieren.</p>
<p>Die &#220;bungen 1 und 2 sind wie folgt aufgebaut:</p>
<fig id="F5">
<caption>
<p>Abb. 5: &#220;bung 1: FVG aus kontrastiver Perspektive<xref ref-type="fn" rid="n11">11</xref></p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g5.png"/>
</fig>
<fig id="F6">
<caption>
<p>Abb. 6: &#220;bung 2: FVG aus kontrastiver Perspektive</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g6.png"/>
</fig>
<p>In den &#220;bungen 1 (<xref ref-type="fig" rid="F5">Abb. 5</xref>) und 2 (<xref ref-type="fig" rid="F6">Abb. 6</xref>) erscheinen die FVG noch nicht in einem Kontext, sondern isoliert. Im Gegensatz zu den &#220;bungen in den oben genannten Lehrwerken sind sie jedoch kontrastiv angelegt. Sie sollen den Lernenden helfen, die interlingualen Unterschiede zwischen den Funktionsverbgef&#252;gen in der L1, L2 und L3 zu erkennen und m&#246;gliche negative Transfers zu vermeiden. Die falschen Optionen <italic>Schl&#252;sse zeichnen</italic> und <italic>einen Schlussstrich zeichnen</italic> k&#246;nnten m&#246;gliche Interferenzfehler zwischen L2 und L3 darstellen, da die erste Bedeutung des englischen Verbs <italic>draw</italic> mit derjenigen des deutschen Verbs <italic>zeichnen</italic> &#252;bereinstimmt. Die Wahrscheinlichkeit dieses Interferenzfehlers wird dadurch erh&#246;ht, dass die Verben <italic>zeichnen</italic> und <italic>ziehen</italic> von den Lernenden leicht verwechselt werden k&#246;nnen, da sie mit Ausnahme des <italic>c</italic> und <italic>n</italic> aus den gleichen Buchstaben in unterschiedlicher Reihenfolge bestehen. Neben der interlingualen Beziehung zwischen der L2 und der L3 ber&#252;cksichtigt die &#220;bung 2 auch die intralinguale Beziehung zwischen dem FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> und anderen im Deutschen vorhandenen FVG mit &#228;hnlicher Bedeutung. In diesem Zusammenhang dient die falsche Option <italic>zu einen Fazit kommen</italic> als Distraktor, da die Form zwar im Deutschen existiert, aber in einem falschen Kasus auftritt.</p>
<p>Die &#220;bungen 5 (<xref ref-type="fig" rid="F7">Abb. 7</xref>) und 6 (<xref ref-type="fig" rid="F8">Abb. 8</xref>) basieren auf der Komplementierung des FVG mit verschiedenen Pr&#228;positionen:</p>
<fig id="F7">
<caption>
<p>Abb. 7: &#220;bung 5: Komplementierung bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g7.png"/>
</fig>
<fig id="F8">
<caption>
<p>Abb. 8: &#220;bung 6: Komplementierung bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g8.png"/>
</fig>
<p>Die korpusbasierte Analyse hat gezeigt, dass die Erg&#228;nzung des FVG mit der Pr&#228;position <italic>aus</italic> am h&#228;ufigsten vorkommt. Allerdings kann das FVG auch andere Pr&#228;positionen wie z. B. <italic>&#252;ber</italic> und <italic>auf</italic> verlangen. In den &#220;bungen 5 und 6 sollen die Lernenden je nach Kontext die richtige Pr&#228;position einsetzen. Dabei m&#252;ssen sie zum einen ihre Bedeutung und zum anderen den geforderten Kasus ber&#252;cksichtigen.</p>
<p>Um die Lernenden in die Lage zu versetzen, einen konkreten und korrekten Satz mit dem jeweiligen FVG zu bilden, ist es wichtig, sie nicht nur auf m&#246;gliche Erg&#228;nzungen bzw. auf die Pr&#228;positionen, die das FVG verlangen kann, aufmerksam zu machen, sondern auch darauf hinzuweisen, welchen Kasus diese Pr&#228;positionen verlangen:</p>
<fig id="F9">
<caption>
<p>Abb. 9: &#220;bung 10: Kasuswahl bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g9.png"/>
</fig>
<p>In &#220;bung 10 ist die richtige Pr&#228;position bereits vorgegeben, aber die Lernenden sollen sich Gedanken &#252;ber die Kasusrektion der Pr&#228;position machen.</p>
<p>Die &#220;bung 3 kombiniert ein Nachdenken &#252;ber die Wahl des richtigen Pr&#228;positionaladverbs, das mit dem FVG verbunden werden soll, und gleichzeitig &#252;ber die typische syntaktische Struktur des deutschen Hauptsatzes, der das finite Verb an zweiter Position erfordert:</p>
<fig id="F10">
<caption>
<p>Abb. 10: &#220;bung 3: Komplementierung bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g10.png"/>
</fig>
<p>Die falsche Option <italic>Daraus ich habe meine Schl&#252;sse gezogen</italic> fungiert hier als Distraktor. Das Pr&#228;positionaladverb <italic>daraus</italic> ist zwar richtig, aber das finite Verb steht an dritter syntaktischer Stelle.</p>
<p>Die &#220;bungen 7 (<xref ref-type="fig" rid="F11">Abb. 11</xref>) und 4 (<xref ref-type="fig" rid="F12">Abb. 12</xref>) konzentrieren sich auf die Negation von FVG:</p>
<fig id="F11">
<caption>
<p>Abb. 11: &#220;bung 7: Negation bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g11.png"/>
</fig>
<fig id="F12">
<caption>
<p>Abb. 12: &#220;bung 4: Negation bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g12.png"/>
</fig>
<p>Wie bereits erw&#228;hnt, ist die Thematik der Negation bei den FVG, die in den zuvor analysierten Lehrmaterialien g&#228;nzlich fehlt (s. Abschnitt 2), von gro&#223;er Bedeutung. Einerseits k&#246;nnen die kontrastiven Unterschiede zwischen L1 und L2, andererseits die m&#246;glichen Variationen, die die FVG in der Negation aufweisen, die Lernenden leicht in die Irre f&#252;hren. Wie die korpusbasierte Analyse gezeigt hat, erfolgt die Negation des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> durchg&#228;ngig mit dem Negationsartikel <italic>kein</italic>. Die &#220;bung 7 (<xref ref-type="fig" rid="F11">Abb. 11</xref>) hat zum Ziel, den Lernenden nicht nur bewusst zu machen, dass die Negation des deutschen FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> im Unterschied zur L1 und L2 die Form <italic>kein</italic> und nicht <italic>nicht</italic> erfordert, sondern auch darauf hinzuweisen, dass der negative Artikel korrekt dekliniert werden muss.</p>
<p>In &#220;bung 4 (<xref ref-type="fig" rid="F12">Abb. 12</xref>) wird die Thematik der Negation mit der der Passivform des entsprechenden FVG kombiniert. Dabei wird die falsche Option <italic>Noch wurden keine Schlussfolgerungen gezieht</italic> als Distraktor verwendet, da die Verneinungsform <italic>keine Schlussfolgerungen</italic> zwar korrekt ist, aber das Partizip II des Funktionsverbs <italic>ziehen</italic> in einer falschen Form auftritt.</p>
<p>&#220;bung 8 (<xref ref-type="fig" rid="F13">Abb. 13</xref>) konzentriert sich auf die Erweiterung des Substantivs des FVG:</p>
<fig id="F13">
<caption>
<p>Abb. 13: &#220;bung 8: Expansion bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g13.png"/>
</fig>
<p>Die korpusbasierte Analyse zeigt, dass im Fall des FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> die Erweiterung des Substantivs durch Adjektive sehr frequent ist. F&#252;r einen realistischen und korrekten Gebrauch des FVG kann es daher n&#252;tzlich sein, die Lernenden an das schwierige Thema der Adjektivdeklination im Deutschen zu erinnern, dessen komplexes Regelsystem sich sowohl von der L1 als auch von der L2 stark unterscheidet. Zu diesem Zweck sollen die Lernenden in &#220;bung 8 die Adjektivform identifizieren, die zum Substantiv <italic>Schl&#252;sse</italic> passt.</p>
<p>Da die Modalisierung des FVG recht h&#228;ufig ist (s. Abschnitt 3), erscheint das FVG in &#220;bung 9 (<xref ref-type="fig" rid="F14">Abb. 14</xref>) in Kombination mit dem Modalverb <italic>k&#246;nnen</italic>:</p>
<fig id="F14">
<caption>
<p>Abb. 14: &#220;bung 9: Modalisierung bei FVG</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3956_ponzi-g14.png"/>
</fig>
<p>Ziel dieser &#220;bung ist es, die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die Satzklammer zu lenken, die bei Konstruktionen mit Modalverben erforderlich ist. Die falsche Option <italic>Man kann ziehen daraus mathematische Schl&#252;sse</italic> wird als Distraktor verwendet, da die syntaktische Sequenz <italic>Modalverb + Infinitiv</italic> sowohl in der L1 als auch in der L2 typisch ist. Auch die falsche Option <italic>Man daraus mathematische Schl&#252;sse ziehen kann</italic> k&#246;nnte die Lernenden verunsichern. Diese syntaktische Struktur w&#228;re in einem Nebensatz m&#246;glich gewesen, aber in diesem Kontext handelt es sich um einen Hauptsatz.</p>
</sec>
<sec>
<title>6 Schlussfolgerungen</title>
<p>Der vorliegende Beitrag hat gezeigt, dass die in aktuellen DaF-Lehrwerken bereitgestellten &#220;bungen zum Thema FVG erhebliche Defizite aufweisen. Sowohl gebrauchsspezifische als auch kontrastive Aspekte werden g&#228;nzlich vernachl&#228;ssigt. Gebrauchsspezifische Aspekte wie beispielsweise der Grad an Flexibilit&#228;t, die Erweiterung, die Erg&#228;nzung, die Negation und die Modalisierung von FVG sind jedoch f&#252;r deren konkrete Verwendung von grundlegender Bedeutung.</p>
<p>Des Weiteren sei betont, dass bedeutende Schwierigkeiten, die Lernende mit dem Thema FVG haben, auf den sehr hohen Grad an interlingualer Variation zur&#252;ckzuf&#252;hren sind (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B25">Koesters Gensini et al. 2023</xref>). Ein sprachvergleichender Ansatz zur Thematik w&#228;re w&#252;nschenswert. Besonders vielversprechend ist in diesem Zusammenhang die Selbstlernplattform <italic>verbi a supporto</italic> der Universit&#228;t <italic>Sapienza</italic>. Wie die Autoren der Selbstlernplattform hervorheben (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B25">Koesters Gensini et al. 2023</xref>), besteht die Grundidee dieser Selbstlernplattform darin, dass der universit&#228;re Unterricht im Gegensatz zu einem normalen Sprachkurs auf einem Ansatz beruhen sollte, der auf der reflexiven metasprachlichen F&#228;higkeit basiert, die im semiotischen Erbe des Menschen verwurzelt ist (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">De Mauro/Ferreri 2005: 27</xref>).</p>
<p>Schlie&#223;lich sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass Mehrsprachigkeit einerseits und die metakognitive F&#228;higkeit zum sogenannten <italic>learning to learn</italic>, andererseits zwei der acht von der Europ&#228;ischen Kommission identifizierten Schl&#252;sselkompetenzen f&#252;r lebenslanges Lernen sind.<xref ref-type="fn" rid="n12">12</xref></p>
</sec>
</body>
<back>
<fn-group>
<fn id="n1"><p>Vgl. diesbez&#252;glich u. a. <xref ref-type="bibr" rid="B9">Harm 2021</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B12">Helbig 2006</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B33">Van Pottelberge 2001</xref>.</p></fn>
<fn id="n2"><p>Die sogenannte <italic>linguistica educativa</italic> (engl. <italic>educational linguistics</italic>) wurde von dem italienischen Sprachwissenschaftler und Sprachphilosophen Tullio De Mauro entwickelt. Zusammen mit Silvana Ferreri hat er diese neue Branche der Linguistik folgenderma&#223;en definiert: Bereich der Sprachwissenschaften, der sich der Sprachkompetenz [&#8230;] widmet und insbesondere dem Spracherwerb im Rahmen einer Expansion semiotischer Ausdrucksf&#228;higkeiten. Von der oder den zu erlernenden Sprache(n) (Muttersprache, Zweitsprachen, Fremdsprachen, Literatursprachen, Mikrosprachen, Fachsprachen) oder Teilen davon befasst sich die <italic>linguistica educativa</italic> mit den sprachlichen Elementen, die die Weiterentwicklung der Sprachkompetenz f&#246;rdern und dabei von den bereits erworbenen sprachlichen Kenntnissen der Lernende ausgehen. (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B2">De Mauro/Ferreri 2005: 27</xref>).</p></fn>
<fn id="n3"><p>In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass auch Kabatnik (<xref ref-type="bibr" rid="B23">2021: 97&#8211;102</xref>) bei der Analyse anderer DaF-Lehrwerke, <italic>Studio d</italic> und <italic>klipp und klar</italic>, ebenfalls auf einige Defizite in den &#220;bungen zu den FVG gesto&#223;en ist. Das Fehlen eines Sprachvergleichs wurde von der Forscherin jedoch nicht problematisiert.</p></fn>
<fn id="n4"><p>Es muss an dieser Stelle betont werden, dass dieser Beitrag keinesfalls die vielen unbestreitbaren Verdienste der bereits erw&#228;hnten Werke (wie z.B. die Multimedialit&#228;t, die Interaktivit&#228;t und den kommunikativen Ansatz) in Abrede stellen will. Die vorliegende Kritik beschr&#228;nkt sich auf die &#220;bungen zu den FVG.</p></fn>
<fn id="n5"><p>Wie Mollica (<xref ref-type="bibr" rid="B29">2021: 117</xref>) feststellt, zeigt sich diese Tendenz, FVG nur in den fortgeschrittenen Niveaus zu behandeln, auch in den &#220;bungsgrammatiken.</p></fn>
<fn id="n6"><p>F&#252;r eine umfassende Literatur&#252;bersicht &#252;ber die Fachdiskussion zu m&#246;glichen semantischen Unterschieden zwischen dem FVG und dem Vollverb vgl. Harm (<xref ref-type="bibr" rid="B9">2021</xref>).</p></fn>
<fn id="n7"><p>Das FVG <italic>Schl&#252;sse ziehen</italic> kann in allen drei Sprachen auch im Singular verwendet werden (<italic>den/einen Schluss ziehen; trarre la/una conclusion; draw the/a conclusion</italic>). Es wurde hier jedoch entschieden, die Pluralform zu analysieren, da sie im Korpus wpd19 signifikant h&#228;ufiger vorkommt.</p></fn>
<fn id="n8"><p>pMW (Akronym f&#252;r <italic>pro Million W&#246;rter</italic>) ist eine in der Korpuslinguistik gebr&#228;uchliche Ma&#223;einheit. Da in diesem Bereich oft relativ niedrige Vorkommenszahlen in sehr gro&#223;en Korpora gez&#228;hlt werden, kann es aussagekr&#228;ftiger sein, sich auf die relative H&#228;ufigkeit des Wortes pro Million zu beziehen, als diese in Prozent anzugeben.</p></fn>
<fn id="n9"><p>Man denke dabei an den ber&#252;hmten Aufsatz &#8222;The Awful German Language&#8220;, der als Anhang zu <xref ref-type="bibr" rid="B36">Twains 1880</xref> erschienenem Buch <italic>A Tramp Abroad</italic> zu finden ist. In diesem Essay kritisiert Twain auf satirische Weise und aus der Perspektive eines monolingualen Englischsprechers insbesondere die Klammerstruktur der deutschen Syntax.</p></fn>
<fn id="n10"><p>Das von Sabine E. Koesters Gensini geleitete Forschungsprojekt <italic>Universit&#228;re Lehre von Fremdsprachen als &#8218;Terti&#228;rsprachen&#8216;: Der Fall von Funktionsverbgef&#252;gen</italic> (Protokollnummer RM11916B7F2E223D) wurde im Jahr 2019 von der Universit&#228;t <italic>Sapienza</italic> finanziert. Die Forschungsgruppe setzt sich wie folgt zusammen und spiegelt die bisher in das Projekt einbezogenen L3 wider: Sabine E. Koesters Gensini (Deutsch), Brunilda Dashi (Albanisch), Marie-Pierre Escoubas-Benveniste (Franz&#246;sisch), Suze Anja Verkade (Niederl&#228;ndisch), Danilo De Salazar (Rum&#228;nisch), Julija Nikolaeva (Russisch), Debora Vaccari (Spanisch) und Andrea Berardini (Schwedisch). Dar&#252;ber hinaus wurde die Gestaltung der Plattform von den Expertinnen f&#252;r Sprachdidaktik, Luciana Forti und Maria Roccaforte, betreut. Im Jahr 2023 trat die Autorin des vorliegenden Beitrags als Forschungsstipendiatin dem Projekt bei mit der Aufgabe, unter der Leitung von Sabine E. Koesters Gensini den Bereich der deutschen Sprache auf der Plattform zu implementieren. Im Jahr 2024 traten auch Vanessa Leonardi (Englisch), Luca Gendolavigna (Schwedisch) und Tatjana Jerjomina (Russisch) dem Projekt bei.</p></fn>
<fn id="n11"><p>Die Selbstlernplattform ist aus didaktischen Gr&#252;nden in italienischer Sprache konzipiert. Die Autorin hat die &#220;bungen nur f&#252;r den Zweck dieser Publikation ins Deutsche &#252;bersetzt, da sich diese an ein deutschsprachiges Publikum richtet.</p></fn>
<fn id="n12"><p>Ausf&#252;hrlich zu den Schl&#252;sselkompetenzen vgl. <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://education.ec.europa.eu/de/focus-topics/improving-quality/key-competences">https://education.ec.europa.eu/de/focus-topics/improving-quality/key-competences</ext-link>.</p></fn>
</fn-group>
<ref-list>
<title>Literatur</title>
<ref id="B1"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Cenoz</surname>, <given-names>Jasone</given-names></string-name>; <string-name><surname>Hufeisen</surname>, <given-names>Britta</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Jessner</surname>, <given-names>Ulrike</given-names></string-name> (eds.) (<year>2001</year>): <source>Cross-Linguistic Influence in Third Language Acquisition. Psycholinguistic Perspectives</source>. <publisher-loc>Clevedon, Avon</publisher-loc>: <publisher-name>Multilingual Matters</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
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<title>Kurzbio</title>
<p><bold>Maria Francesca Ponzi</bold> promovierte an der Universit&#228;t Rom Sapienza (Cotutelle Verfahren mit der Technischen Universit&#228;t Berlin) in Allgemeine Sprachwissenschaft mit einem Projekt zum sprachlichen Ausdruck von Emotionen im Deutschen und im Italienischen (2021). Von 2021 bis 2022 war sie DAAD-PostDoc-Stipendiatin an der Technischen Universit&#228;t Berlin (6 Monate) mit einem Projekt zum impliziten Emotionsausdruck in der politischen Kommunikation. Seit 2023 ist sie Forschungsstipendiatin an der Universit&#228;t Rom Sapienza im Rahmen von Projekten zu den Themen der Mehrsprachigkeitsdidaktik und Terti&#228;rsprachendidaktik. Zu ihren Forschungsinteressen z&#228;hlen Kontrastive Linguistik (Deutsch-Italienisch), Pragmatik, Korpuslinguistik, Deutsch als Terti&#228;rsprache sowie das Verh&#228;ltnis zwischen Sprache und Emotionen.</p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><bold>Anschrift:</bold></styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Dr. Maria Francesca Ponzi</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Sapienza Universit&#224; di Roma</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Dipartimento di Lettere e Culture moderne</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Piazzale Aldo Moro, 5</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">00185 Roma (RM)</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="mailto:mariafrancesca.ponzi@uniroma1.it">mariafrancesca.ponzi@uniroma1.it</ext-link></styled-content></p>
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