Lichtenberg Gesellschaft e.V. www.1ichtenberg-gesellschaft.de Der folgende Text ist nur für den persönlichen, wissenschaftlichen und pädagogischen Gebrauch frei verfügbar. Jeder andere Gebrauch (insbesondere Nachdruck - auch auszugsweise - und Übersetzung) bedarf der Genehmigung der Herausgeber. The following text is freely available for personal, scientific, and educational use only. Any other use, including translation and republication of the whole or part of the text, requires permission from the Lichtenberg Gesellschaft. This document is made available by tuprints, E-Publishing-Service of the TU Darmstadt. http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de-tuprints@ulb.tu-darmstadt.de © 1987-2006 Lichtenberg Gesellschaft e. V. Lichtenberg-Jahrbuch / herausgegeben im Auftrag der Lichtenberg Gesellschaft. Erscheint jährlich. Bis Heft 11/12 (1987) unter dem Titel: Photorin. Jahrbuch 1988 bis 2006 Druck und Herstellung: Saarbrücker Druckerei und Verlag (SDV), Saarbrücken Druck und Verlag seit Jahrbuch 2007: Winter Verlag, Heidelberg ISSN 0936-4242 Alte Jahrbücher können preisgünstig bei der Lichtenberg Gesellschaft bestellt werden. Lichtenberg-Jahrbuch / published on behalf of the Lichtenberg Gesellschaft. Appears annually. Until no. 11/12 (1987) under the title: Photorin. Yearbooks 1988 to 2006 printed and produced at: Saarbrücker Druckerei und Verlag (SDV), Saarbrücken Printer and publisher since Jahrbuch 2007: Winter Verlag, Heidelberg ISSN 0936-4242 Old yearbooks can be purchased at reduced rates directly from the Lichten­ berg Gesellschaft. Im Namen Georg Christoph Lichtenbergs (1742-1799) ist die Lichtenberg Gesellschaft ein interdisziplinäres Forum für die Begegnung von Literatur, Naturwissenschaften und Philosophie. Sie begrüßt Mitglieder aus dem In- und Ausland. Ihre Tätigkeit umfasst die Veranstaltung einer jährlichen Tagung. Mitglieder erhalten dieses Jahrbuch, ein Mitteilungsblatt und gelegentliche Sonderdrucke. Weitere Informationen und Beitrittsformular unter www.lichtenberg-gesellschaft.de In the name of Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) the Lichtenberg Gesellschaft provides an interdisciplinary forum for encounters with and among literature, natural science, and philosophy.1t welcomes international members. Its activities include an annual conference. Members receive this yearbook, a newsletter and occasionally collectible prints. For further information and a membership form see www.lichtenberg-gesellschaft.de 5 Lichtenberg und . . . Wolfdietrich Schnurre schreibt an Lichtenberg Herrn Prof. Georg Christoph Lichtenberg Königlich Großbritannischer Hofrat Mitglied der Gesellschaft der Naturforscher in Halle und Danzig Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Petersburg 34 Göttingen Berlin-Zehlendorf, den 14. November 1975 Lieber, sehr verehrter Herr Professor, wiewohl der Meinung, Ihnen auf dem Gebiet der Literatur nicht allzu viel Neues mitteilen zu können; und ferner der Ansicht, daß, Ihnen Sentenziöses zuzueignen, sich ungefähr so ausmacht, wie Bacchus ein Knittertütchen voll luftgetrockneter Rosinen zu dedizieren, sehe ich nicht, wie ich Ihnen, was mir Ihre Sudelhefte und Zettelchen bedeuten, anders denn mit entfernt Ähnlich- geartetem dankbarst unter Beweis stellen soll. So finden Sie denn nachfolgend vermerkt, was ich — wie Sie wissen, seit meinem fünfzehnten Jahr ihrem Schreibwerk anfangs adeptisch, nun in brüderlicher Verbundenheit nahe - mir zu dem von uns gleichermaßen geschätzten Thema der Schriftstellerei thesenhaft und gewiß nicht gänzlich an Ihrem Geiste vorbei, habe einfallen lassen. Überfliegen Sie es als den Erfahrungsextrakt einer Ihnen nicht völlig unbekannten und in freund- schaftlicher Verehrung zugetanen Person, nämlich Ihres W. S. Fünfzehn Thesen zum Thema Angewandte Schriftstellerei 1. Wichtig ist, keinen literarischen Ehrgeiz zu entwickeln. (Ehrgeiz zwingt zur Eingleisigkeit.) Wirklich nur das zu schreiben, was Hirn, Herz und Laune als vorrangig empfinden. 2. Sprunghaft wie eine intelligent funktionierende Assoziation. 3. Dennoch den Leser bedienend. Lautlos und unaufdringlich jedoch. Weniger auf sich, als aufs Thema hinweisend. Ein Buch ist ein Brennglas, kein Spiegel. 4. Man darf über sich selbst schreiben. Man kann auch Hauptperson sein. Aber man sollte nicht auf sich aufmerksam machen. 5. Ist der Leser mein Partner? - Warum so geschäftlich. Der Leser ist mehr. Er ist meine Hoff- nung. Ohne ihn bin ich verloren. Nur er kann mich aus meinem Ich-Gehäuse erlösen: Gelesen bin ich gerettet. 6. Es genügt einer; Auflagenhöhe und Rechtfertigung haben nichts miteinander zu tun. 7. Das wirklich Unangenehme für meinen Verleger ist: Mir genügen im Grunde die Beleg- exemplare. 8. Durchbruch. Ob es mir wirklich zum Nachteil gereicht, daß ich bei diesem Begriff zuerst an meinen Magen denke und dann erst feststelle, daß ich, wie Kritiker meinen, noch keinen literari- schen hatte? 37 9. „Er hat großen Erfolg." Für einen Schriftsteller eine niederschmetternde Feststellung. Besagt sie doch, er hat auch nur zu beantworten gewußt, was ohnehin schon gefragt war. 10. Aber man muß von seinen Büchern doch leben! — Aber warum denn derart bescheidene Ansprüche stellen? 11. Daß die Buchhonorare so niedrig sind, hat damit zu tun: Jedem liegen als Richtmaß jene dreißig Silberlinge zugrunde. 12. Ein Schriftsteller, der kein mieser Verrätertyp ist, ist ein mieser Schriftsteller. 13. Schreiben heißt preisgeben. Jedes Erlebnis. Jede Erfahrung. Jegliches Bündnis. 14. Schon sich zu erinnern ist Landesverrat. Denn man beschwört ja die Namen der Inseln. Jede Benennung: Rauchzeichen für Freibeuter und Okkupanten. 15. Am redlichsten sind die Vergeßlichen. Noch ein Indiz dafür, daß der Schriftsteller ein schäbiger Hundesohn ist: Er kann nur behalten. (Eine Halde, die abgetragen werden muß; sie drückt sonst den Brustkasten ein.) Mit freundlicher Genehmigung des List Verlags wurden diese Passagen dem Roman „Der Schattenfotograf", München 1978, S. 184—186, entnommen. Er enthält übrigens noch eine Reihe weiterer Anspielungen auf Lichtenberg. Statt eines Nachrufs Das Ein-Mann-Kabarett Werner Finck hat seine Pforten für immer geschlossen. Der „alte Narr" starb, wie bekannt, sechsundsiebzigjäh- rig, am 31. Juli 1978 in München. Dieses unfreudigen Ereignisses, von Presse, Funk und Fernsehen vielfältig kommentiert, soll auch an dieser Stelle gedacht werden, weil Werner Finck, nach einem Wort Herbert Pfeif- fers „ein als Lichtenberg verkleideter Kant", Georg Christoph Lichtenberg sehr geschätzt hat. Daß er ihn im Jahre 1953 einmal sein „großes Vorbild" nannte, könnte man noch als rhetorischen Bückling vor dem genius loci abtun, dem selbiges geschah in Darmstadt (vgl.: Zwischendurch. Ernste Versuche mit dem Heiteren. Fischer Taschenbuch Nr. 1845, S. 167). Aber es gibt weitere Beweise. Wie zum Beispiel diese Passage aus dem Vortrag „Spaß - ernst genommen", den Finck am 2. April 1936 im Berliner „Kabarett der Komiker" hielt (a.a.O. S. 27): „Ich meine hier natürlich den Spaß als Kunst. Im Sinne etwa von Lichtenberg. Ich meine hier natürlich nicht den bekannten Vorort Lichtenberg bei Berlin, den wir be- quem und fernmündlich erreichen könnten, sondern den leider viel zu unbekannten Göt- tinger Physiker und Philosophen Georg Chri- stoph Lichtenberg 410-416. (Ach nein, ver- zeihen Sie, das war die Seitenzahl in Mayers Literaturgeschichte. Es muß natürlich heißen 1742-1799, das hat sich schon eher gelohnt. Schade, wenn Lichtenberg etwas später zu leben begonnen hätte, sagen wir 1749, dann hätte er das volle Jahrhundert noch mitbe- kommen. Aber das stimmt hinwiederum auch nicht. — Sehen Sie, meine Damen und Herren, das ist Philosophie.) Goethe hat einmal gesagt, - (und was hat Goethe nicht einmal gesagt?) Goethe hat einmal gesagt: ,Wo Lichtenberg einen Spaß macht, da liegt ein Problem verborgen.' Lich- tenberg hat Spaß gemacht. Und Goethe hat es gemerkt!" Vor einigen Jahren habe ich Werner Finck brieflich nach seinen Beziehungen zu Lichten- berg gefragt. Die Antwort steht noch aus. Nun werde ich mich wohl auf eine längere Warte- zeit einrichten müssen. B. A. 38 Der erste Juli 1743. - Der erste Juli 1843. Alle Zeit. Der erste Juli 1743. Das Kind, vor einem Jahr geboren, Klug hat es keine Zeil: verloren; Einstweilen lernte es das Gehen. Kann nun auf eigenen Füßen stehen. Und täuschet Ahnung nicht und Hoffen, So stehet einst die Welt ihm offen. Es wird sie einst als Mann umgehen, Auf Füßen eigner Größe stehen. Der erste Juli 1843. Und was der Ahnung Blick gesehen, In reicher Fülle ist's geschehen. Wir sahen ihn die Welt umgehen, Auf Füßen eigner Größe stehen. Alle Zeit. Und Zuversicht ist's, mehr, als Hoffen: Des Nachruhms Pforte bleibt ihm offen. Er wird durch alle Zeiten gehen, Stets unter großen Deutschen stehen. Das unbezeichnete Einzelbaltt im Besitz von H. L. Gumbert, Utrecht, ist mit Bopp unter- schrieben. Wer war Bopp? Das von Elisabeth Fried- richs zusammengestellte Repertorium „Litera- rische Lokalgrößen" (Stuttgart 1967, S. 41) stellt ihn wahrhaftig fest, Scribas „Biogra- phisch-literärisches Lexikon der Schriftsteller des Großherzogtums Hessen" (1831/43) und Burgers „Bibliographie der schönen Literatur Hessens (1907) führen ihn weiter aus. Dem- nach wurde Philipp Bopp am 6. Dezember 1790 als Sohn eines Handwerkers in Darm- stadt geboren. Nach dem Besuch des dortigen Gymnasiums studierte er an den Universitäten Gießen und Heidelberg die Rechtswissen- schaft. 1816 wurde er in Darmstadt als Hof- gerichtsadvokat und Procurator zugelassen. Er starb 1862 in seinem Geburtsort. Die Liste seiner von Scriba (a.a.aO., S. 31-32; 72-79) mitgeteilten Veröffentlichun- gen ist überraschend groß. Sie beziehen sich allerdings fast ausschließlich auf Arbeiten, die in Zusammenhang mit seinem Beruf stehen. Interessant immerhin, daß er die Absicht hat- te, mit der Mitteilung „von Actenstücken denkwürdiger Strafrechtsfälle" (Darmstadt 1842) so etwas wie den „Hessischen Pitaval" zu machen. Aber Scriba vermerkt am Ende 39 doch auch folgendes (a.a.O., S. 78-79): „Meist ohne Nennung seines Namens nahm und nimmt B. zum Theil auch durch poetische Beiträge Antheil an nicht streng wissenschaft- lichen Zeitschriften, z. B. den seit 1842 er- scheinenden: Zeitinteressen" In einer Fußnote dazu führt Scriba ferner aus: „So ist B. unter andern Verf. des Gedichtes, welches, als im J. 1837 die Bildsäule Gutenbergs in Mainz ent- hüllet ward, am Fuße derselben gesetzt und sofort vertheilt ward. Er ist auch Mitheraus- geber der Harfenklänge, Polens Erinnerungen und seiner Heimathlosen geweiht. Darmstadt 1832. 8." Als Gelegenheitsdichter war Philipp Bopp auch bei Gelegenheit des 100. Geburtstages von Georg Christoph Lichtenberg in Ober- Ramstadt hervorgetreten. In einem Korres- pondentenbericht der Darmstädter Zeitung anno 1842 erfährt man darüber: „Advocat Bopp las nach einigen vorausge- schickten Bemerkungen, wodurch er darauf hindeutete, daß die Zeit vor hundert Jahren, auch nur den kleinen heimischen Kreis be- trachtet, fruchtbar gewesen in der Hervor- bringung ausgezeichneter Männer, daß in dem, dem Geburtstage Lichtenbergs vorausge- gangenen Jahr 1741 Göthes Freund und Ju- gendführer, Heinrich Merck (s. die Anzeige seiner ausgewählten Schriften zur schönen Literatur und Kunst, herausgegeben von Stahr, in der Nr. 170 dieser Zeitung), in dem nachfolgenden Jahr 1743 Höpfner, auch ein Freund des Dichterkönigs, geboren sey, fol- gendes Gedichtchen vor: Kleeblatt — Immergrün. Die Jahre 1741, 1742, 1743 Wir gingen heut durch Wald und Flur, Hierher die Schritte lenkend, Des großen Schülers der Natur In stillem Sinn gedenkend. Die Flur, erfüllt von süßem Duft, Zeigt fröhlich ihren Segen; Da weht die frische Morgenluft Ein Kleeblatt uns entgegen. Wir haschen es; ,Was hat Dich her Zu diesem Fest getragen; Verkündigst du der Gäste mehr; Was hast du uns zu sagen?' ,Ein Blatt bin ich im Blätterdrei; Raum hab ich für drei Namen, Für Lichtenberg, und noch für zwei; Drei Bilder und ein Rahmen.' Wohlan, so schreibt die Blätter voll Mit goldnem Saft der Reben. Dies seltne Männerkleeblatt soll Für alle Zeiten leben!" Wollte man gegen den Gelegenheitsdichter Bopp streng verfahren, müßte man resümie- ren: er machte sich seinen Reim auf Personen, die sich nicht mehr dagegen wehren konnten und ihn gottlob trotzdem überlebt haben. W. P. Reimar Lenz Georg Christoph Lichtenberg (Geboren 1742) engagée my home is my Castle, mein schreibtisch die feste strategische basis geheimwaffe ideologiekritik: da zittern die Unternehmer. meine bibliothek: ein einziges waffenarsenal. ein lichtenberg-wort als pointe im engagierten text: davon erholt sich so schnell keine regierung. Das Gedicht ist folgendem Buch entnommen: kreatives lite- raturlexikon — ein erster ansatz — herausgegeben & gestaltet von peter Schümann. Werner Raith Verlag Starnberg 1974, S. 14. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages. 40 6 Mitteilungen Die Lichtenberg-Gesellschaft Gründung und Ziele Nach vorbereitenden Diskussionen während des 2. Lichtenberg-Gesprächs am 1. Juli 1977 versammelten sich am 2. und 3. Oktober 1977 in Ober-Ramstadt Bernd Achenbach, Hans Ludwig Gumbert, Dr. Ernst Johann, Dr. Georg Christoph und Dr. Astrid Lichtenberg, Peter Neumann, Prof. Dr. Wolfgang Promies und Otto Weber. Sie beschlossen die Grün- dung einer Lichtenberg-Gesellschaft. Als ihre wichtigsten Ziele formulierten sie: 1. Die Pflege und Verbreitung des Anden- kens an Georg Christoph Lichtenberg. 2. Die Erforschung seines literarischen und wissenschaftlichen Werks, seiner Wirkung und Nachwirkung, verbunden mit der Erforschung der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhun- derts. Zum ersten Vorsitzenden der Lichtenberg- Gesellschaft wurde Professor Dr. Wolfgang Promies (Bad Zwischenahn), zum Geschäfts- führer Ingenieur Otto Weber (Ober-Ramstadt) und zum Schatzmeister Dr. Ernst Johann (Groß-Gerau) gewählt. Am 1. Juli 1978 fand in Ober-Ramstadt die erste ordentliche Mit- gliederversammlung statt, an der 25 Mitglie- der teilnahmen. Die Mitgliederversammlung beschloß die Satzung der Gesellschaft und beauftragte den Vorstand, für die Herausgabe eines regelmäßig erscheinenden Mitteilungs- blattes der Lichtenberg-Gesellschaft die finan- ziellen und organisatorischen Voraussetzun- gen zu schaffen. In Zusammenhang mit der Mitgliederver- sammlung fand erstmals eine Lichtenberg-Ta- gung statt. Ihre Schwerpunkte waren eine von Otto Weber im Museum Ober-Ramstadt aufgebaute Ausstellung „250 Jahre Göttinger Taschenkalender". Über das Thema der „Mo- dekupfer im Göttinger Taschenkalender" gab es, ebenfalls von Otto Weber arrangiert, eine vergnügliche Lesung mit Dias durch Julia Gerlach und Oliver Gerhardt vom Lichten- berg-Gymnasium in Darmstadt. Am 2. Juli 1978 folgte der Vortrag von Prof. Dr. Ger- hard Sauder (Saarbrücken) über „Lichtenbergs ungeschriebene Romane", an den sich eine lebhafte Diskussion anschloß. Das positive Ergebnis '78 war: alle Teilnehmer waren sich darin einig, daß auch in Zukunft die alljährli- che Mitgliederversammlung mit einer Tagung verbunden werden sollte. W. P. Presse-Stimmen zur 1. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft Georg Christoph Lichtenberg, der witzige Prophet und geniale Physiker und Astronom, hätte an seinem 234. Geburtstag viel Freude an dem Geschehen gehabt, das seine Freunde und Verehrer in Lichtenbergs Geburtsort Ober-Ramstadt arrangierten. In konsequenter Verbesserung jährlicher Geburtstagsveranstal- tungen entstand ein Treffpunkt verwandter Geister, zu dem sich profilierte Lichtenberg- Experten im literarischen und naturwissen- schaftlichen Bereich in internationaler Dimen- sion einfanden. Die Gründung einer Lichten- berg-Gesellschaft am 2. Oktober 1977 war ein Meilenstein in der internationalen Partner- 41 schaft um und für Lichtenberg. Ihre Mitglie- der sitzen in Oldenburg, Bonn und vielen anderen deutschen Städten, zu denen sich Engagierte aus Holland, aus der Schweiz und au«-Italien gesellen. Bereits bei der Begrüßung konnte Vorsitzender Dr. Wolfgang Promies eine Grußadresse der Lichtenberg-Freundin Schiimbach aus USA verlesen. Schatzmeister Dr. E. Johann und Geschäftsführer Otto Weber stellten bei viel Beitrittsinteresse zur Lichtenberg-Gesellschaft eine voraussehbar gute Finanzbasis fest. Eine Diskussion gab es zum Punkt „Geplante Vereinsaktivitäten" Einstimmigkeit herrschte hinsichtlich der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Infor- mation der Mitglieder. Als Vorläufer für eine denkbare Art der Publikationen wurden die bereits dreimal erschienenen Lichtenberg-Mit- teilungen des Ober-Ramstadter Vereins für Heimatgeschichte bezeichnet. In Zukunft sol- len regelmäßig Mitteilungsblätter oder Rund- schreiben für die Mitglieder herausgegeben werden. Außerdem sollen als Reputationsob- jekte wissenschaftliche Publikationen erschei- nen. [ . . .] In Erwägung gezogen wurden für kommendes Jahr ein Ortswechsel der Veran- staltung in andere Städte Deutschlands, die Lichtenberg besuchte. Doch dies dürfte erst in drei Jahren realisierbar sein. DARMSTÄDTER TAGBLATT, 3. 7. 78 Die zum hundertsten Geburtstag angebrachte Tafel nennt Lichtenberg einen „witzigen Kopf, geistvollen Schriftsteller, wissenschaftlichen Forscher, kenntnisreichen Gelehrten, liebens- werten Menschen und redlichen Deutschen". Eine im Streit um die Aufschrift unterlegene Minderheit wollte partout dem „geistvollen Schriftsteller" gegenüber dem „witzigen Kopf" Priorität einräumen; der nie geschlich- tete Streit um die Reihenfolge der lobens- werten Eigenschaften Lichtenbergs gipfelte damals in zwei unabhängig voneinander statt- findenden Gedenkfeiern zu Ehren des großen Meisters. Solcherlei Geistesfehden blieben der im Oktober letzten Jahres ins Leben gerufenen „Lichtenberg-Gesellschaft", die kürzlich in Ober-Ramstadt ihre erste Tagung hatte, bis- lang erspart. Und Otto Weber, als Multifunk- tionär Mitinitiator und Geschäftsführer der Gesellschaft, Verfasser von Lichtenberg- Schriften und Leiter des Heimatmuseums in Ober-Ramstadt, kann sich derartige Ausein- andersetzungen auch für die Zukunft kaum vorstellen. Bedenkt man, was sich die Gesell- schaft alles vorgenommen hat bleibt dafür wohl auch kaum Zeit: die Herausgabe eines regelmäßigen Mitteilungsblatts wurde jetzt ebenso beschlossen wie eine große Veröffent- lichung über Lichtenberg (wahrscheinlich in Form eines Jahrbuchs), für die Vorarbeiten schon geleistet sind. Außerdem soll die bereits im Heimatmusum vorhandene Lichtenberg- Bibliothek unterstützt werden. Hier findet der Lichtenberg-Freund schon heute alle gesam- melten Ausgaben; die Bibliothek umfaßt rund 600 Bände. Auch das Lichtenberg-Archiv soll ausgebaut werden, schließlich sind, wie schon in den vorangegangenen Jahren, zu jedem Geburtstag Sonderausstellungen vorzuberei- ten, darüber hinaus alle fünf Jahre das „Lich- tenberg-Gespräch". FAZ, 24. 7. 78 Die Mitglieder der Lichtenberg-Gesellschaft Stand: März 1979 Achenbach, Bernd Achenbach, Dr. Irmgard Achenbach, Wolfgang Arz, Helmut von Bach, Hubert Bäcker, Baidur Richter In den Blamüsen 30, 4000 Düsseldorf 34 Zahnärztin In den Blamüsen 30, 4000 Düsseldorf 34 Kaufmann Burgstr. 2, 5905 Freudenberg Akad. Oberrat Bernhard 1, 4300 Essen 16 Richter Langenbeckstr. 25/27, 4300 Essen Buchhändler Dieburger Str. 36, 6100 Darmstadt 42 Ballert, Hans Birenbaum, Julius Breitwieser, Helmut Brix, Dr. Peter Brosche, Dr. Peter Brüggemann, Dr. Theodor Dehnert, Karl Lektor Maschinenarbeiter Bäckermeister Univ.-Professor Univ.-Professor Univ.-Professor Dipl.-Chemiker Dosch-Lichtenberg, Elisabeth Dolmetscherin Fach-Übersetzer Univ.-Professor Studienrat Richter Buchhändler Arzt Oberstudienrat i. R. Amtsgerichtsrat a. D. Dostal, Jean-Paul Eberle, Dr. Josef Eckhart, Traugott Gadek, Gerd Gebicke, Herbert Gravenkamp, Dr. H. Gresky, Dr. Wolfgang Gumbert, Hans Ludwig Gumbert, Marta Hardt, Ludwig Harrassowitz, Otto Hilgendorff, Wilhelm Hodenberg, Dr. Renate von Höllwig, Dr. Grete Hönes, Wilfried Johann, Dr. Ernst Joost, Ulrich Kirschbaum, Dr. Klaus Koch, Frank-Thomas Kruszynski, Dr. Gisela Küper, Dr. Leitgen, Ludwig Lichtenberg, Dr. Astrid Lichtenberg, Georg Christoph Lichtenberg, Florian Student Lichtenberg, Dr. Georg Chr. Pädiater Lichtenberger, Dr. Waldem. Akademiedirektor i. R. Oberstudienrat Verleger Student Mineralogin Dipl.-Bibliothekar Redakteur Student Verleger Student Kunsthistorikerin Arzt Oberstudiendirektor Pädiater Mäder, Erich Majut, Dr. Käthe Mautner, Dr. F. H. Meuren, Werner Chr. Meyer, Dr. Horst Millonig, Dr. Harald Michaelis, Dr. Wilhelm Mushake, Alexander Neumann, Peter Stadt Ober-Ramstadt Pabel, Dr. Hermann Promies, Anna Promies, Dr. Wolfgang Röhrbein, Dr. Waldemar Rolle, Dr. Dietrich Roth, Dr. Fritz Rumpf, Michael Sauder, Dr. Gerhard Direktor i. R. Dozentin f. Mathematik Univ.-Professor Bibliothekar Wiss. Angestellter Bibliothekar Oberstadtdir. a. D. Dipl.-Volkswirt Geschäftsführer Regierungsdirektor Germanistin Univ.-Professor Museumsdirektor Univ.-Professor Kreisbeigeordneter Studienreferendar Univ.-Professor Telemannstr. 22, 6000 Frankfurt Breslauer Str. 1, 6080 Groß-Gerau Darmstädter Str. 6, 6105 O.-Ramstadt Saupfercheckweg 3, 6900 Heidelberg Observat. Hoher List, 5568 Daun Gronewaldstr. 2, 5000 Köln 41 Goethestr. 38, 6109 Mühltal Jägerweg 9, 8034 Germering Schmiedgasse 8, 6000 Frankfurt 56 Rosengartenstr. 9, 7000 Stuttgart Kleiststr. 19, 2900 Oldenburg Emil-Kemper-Str. 27, 4300 Essen 18 Am Alten Landtag, 6100 Darmstadt Reinekestraße 29, 2190 Cuxhaven Am weißen Stein 11, 3400 Göttingen Rembrandtkade 49 bis, Utrecht Rembrandtkade 49 bis, Utrecht Söderweg 11, 6350 Bad Nauheim Taunusstr. 6, 6200 Wiesbaden Unterm Berg 84, 2900 Oldenburg Biesterstr. 9, 3000 Hannover Im Neulich 32, 6900 Heidelberg Schloßstr. 14, 4130 Kleve Theodor-Heuss-Str. 13,6080 Groß-Gerau Gronerstr. 4, 3400 Göttingen Lannesdorfer Str. 35, 5300 Bonn Scheefstr. 37/1, 7400 Tübingen Viktoriastr. 1, 8000 München 40 Süllbergerstr. 37, 2000 Hamburg Petronellastr. 9, 5100 Aachen Am Hang 68, 6368 Bad Vilbel Windmühlenstr. 51, 4600 Dortmund Im Schlendern 10, 3400 Göttingen Am Hang 68, 6368 Bad Vilbel Leinenborn 47, 6553 Sobernheim Delligsen 2, 3223 Grünenplan 24, Stanley Road, Leicester/Engl. 480 Walnut Lane Swarthmore, Pa. 19081 USA Im Buchengrund 8, 5300 Bonn 2 Mühlenstr. 47, 4505 Bad Iburg Hauptstr. 1, 8601 Reckenneusig Rilkeweg 11, 6100 Darmstadt Im Wiesengrund 41, 6109 Mühltal 4 Glogauer-Str. 13, 6600 Saarbrücken Postfach 65, 6105 Ober-Ramstadt Konstantinstr. 58, 5300 Bonn 2 Diekweg 20, 2903 Bad Zwischenahn Diekweg 20, 2903 Bad Zwischenahn Kirchröder Str. 10, 3000 Hannover 61 Rembrandststr. 42, 6500 Mainz 6101 Modautal-Neutsch Nr. 3 Viktoriastr. 22, 6900 Heidelberg Albert-Weisgerber-Allee 148, 6670 St. Ingbert 43 Scheffler, Heinrich Schmidt, Dr. Eberhard Schneck, Johann Schneider, Dr. Albert Schneider, Hans W. Schillergesellschaft, Deutsche Schödlbauer, Ulrich Skupy, Hans-Horst Stahmer, Dr. Carsten Steen, Uwe Steude, Rudolf Stürz, Hans Karl Teves, Ernst A. Turck, Dr. Martin Ueding, Dr. Gert Voit, Dr. Friedrich Wälke, Karl Waninger, Götz Waninger, Dr. Jörg Weber, Otto Weil, Dr. K. G. Wohlers, Ursula Verleger Univ.-Professor Assessor Univ.-Professor Oberstudiendirektor Student Industrie-Kaufmann Lehrer Bundesbahninsp. a. D. Rektor a. D. Kaufmann Prokurist Univ.-Professor Univ.-Professor Ing. grad. Soziologe Arzt Ing. grad. Univ.-Professor Buchhändlerin Max-Beckmann-Str. 16,6000Frankfurt70 Sandheiderstr. 22, 4006 Erkrath 2 Hoher Weg 56, Clausthal-Zellerfeld 27, Rue Emile Gallé, 5400 Nancy Frankr. Am Mühlberg 31, 6105 Ober-Ramstadt Postfach 57, Marbach am Neckar Kreuzstr. 67a, 6806 Viernheim Forstenrieder Allee 24, 8000 München 71 Beethovenstr. 7, 6200 Wiesbaden Dannewerker Str. 20, 2381 Busdorf Zentralstr. 12, 3250 Hameln Hoffmannstr. 49, 6100 Darmstadt Beethovenstr. 59, 6000 Frankfurt Theodor-Körner-Str. 9, 8012 Ottobrunn Twiskenweg 7, 2900 Oldenburg University of Auckland - Dept. of German - Auckland New Zealand Rilkeweg 14, 6100 Darmstadt Steckendorfer Str. 17/100, 4150 Krefeld Zähringer Str. 10, 7809 Denzlingen In der Stetbach 32, 6105 O.-Ramstadt Daniel-Bonin-Str. 14 a, 6105 O.-Ramstadt Buchenwaldstr. 54, 2000 Hamburg 73 Mitgliederversammlung und Lichtenberg-Tagung 1979 Die diesjährige Mitgliederversammlung und Tagung der Lichtenberg-Gesellschaft finden am 30. Juni und 1. Juli in Ober-Ramstadt bei Darmstadt statt. Eine schriftliche Einladung mit dem endgültigen Programm wird den Mitgliedern rechtzeitig zugestellt. An dieser Stelle sei jedoch auf einige Schwerpunkte der Tagung '79 hingewiesen. Sie erhält ihren besonderen Akzent durch die Erinnerung an Helfrich Peter Sturz, der, Freund Lichtenbergs und Mercks und ein ebenso bedeutender Schriftsteller wie jene, 1979 seinen 200. To- destag hat. Aus diesem Anlaß wird Dr. Jörg Fechner (Bochum) einen Festvortrag halten. Eine Ausstellung, die Herr Weber vorbereitet, wird auf das Leben und Wirken der 3 Darm- städter Sturz, Merck und Lichtenberg einge- hen. Weiter ist vorgesehen ein naturwissen- schaftlicher Vortrag von Prof. Dr. Kleinert (Stuttgart), ein Lichtenberg-Kolleg unter Lei- tung von Prof. Dr. Promies (Oldenburg) und als besondere Premiere die Szenische Lesung des noch niemals gesendeten und aufgeführten Lichtenberg-Hörmodells von Walter Benja- min. 44 Nachrichten Ausstellungen und Kataloge Wolfenbüttel. Ob Baron Knigge auch wirk- lich tot ist? Katalog einer Ausstellung zum 223. Geburtstag des Adolph Freiherrn Knigge. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 1977. Frankfurt. Bürgerliches Leben im 18. Jahr- hundert. Daniel Chodowiecki 1726-1801. Zeichnungen und Druckgraphik. Katalog der Ausstellung Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie Frankfurt am Main 1978. Darmstadt. Dreihundert Jahre naturwissen- schaftlich-technische Zeitschrift. Ausstellung in der Hessischen Landes- und Hochschul- bibliothek Darmstadt. Buchhändler-Vereini- gung GmbH Frankfurt am Main 1978. Darmstadt. Darmstadt in der Zeit des Klas- sizismus und der Romantik. Katalog der Aus- stellung Mathildenhöhe Darmstadt 1978. Münster. Leichter als Luft. Zur Geschichte der Ballonfahrt. Katalog zur Ausstellung im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Münster 1978. (Lichtenberg wird darin leider nur ein einziges Mal — S. 202 — und lediglich als ,Kommentator' des Luft- fahrtereignisses neben anderen erwähnt). Vorträge und Seminare Köln. Vor der Bibliophilen-Gesellschaft in Köln hat Hans-Ludwig Gumbert am 28. Oktober 1978 einen Vortrag mit dem Thema „Ein deutscher Aufklärer sieht England. Lich- tenbergs Reisen 1770 und 1774/75" gehalten. Essen. Vor der Goethe-Gesellschaft, Ortver- einigung Essen, hat Prof. Dr. Albrecht Schöne (Göttingen) am 17. Januar 1979 einen Vor- trag mit dem Thema „Aufklärung aus dem Geist der Experimentalphysik: Lichtenbergs Konjunktive" gehalten. Oldenburg. Für das Sommersemester 1979 kündigt Prof. Dr. Wolfgang Promies an der Universität Oldenburg ein Hauptseminar mit dem Titel „Georg Christoph Lichtenberg. Zum Wesen dichterischer und wissenschaft- licher Phantasie" an. Lichtenberg-Bibliographie zusammengestellt von Bernd Achenbach und Hans Ludwig Gumbert Diese Bibliographie versucht, von 1976 an sämtliche Veröffentlichungen zu erfassen und an dieser Stelle regelmäßig mitzuteilen, die sich auf Leben, Werk und Wirken Georg Christoph Lichtenbergs beziehen. Für die Zeit vor 1972 sei auf die „Lichtenberg-Bibliographie" von Rudolf Jung, Heidelberg 1972, verwiesen. Die Bibliographie der Neuauflage von „Lichtenberg", Roro- ro-Bildmonographien Band 90, Reinbek 1979, von Wolfgang Promies stellt von Jung nicht regi- strierte Titel und nach 1972 erschienene Ausgaben von und Arbeiten zu Georg Christoph Lich- tenberg zusammen. Die Redaktion ist im übrigen für Hinweise auf entlegene Titel dankbar. 45 Die Bibliographie hat folgende Gliederung: 1 Gesamt- und Einzelausgaben von Werken Georg Christoph Lichtenbergs (Primärliteratur) 2 Schriften über Leben und Werk Georg Christoph Lichtenbergs (Sekundärliteratur) 3 Werke, in denen unter anderem auch Georg Christoph Lichtenberg gewürdigt wird. Aphorismen. In einer Auswahl hrsg. und mit einem Nachw. versehen von Kurt Batt. insel Taschenbuch 165. 1. Auflage Frankfurt 1976. (Lizenzausgabe der Dieterich'schen Verlagsbuchhandlung Leipzig, DDR) dto. 2. Auflage 1977 Cook der Entdecker. Georg Christoph Lich- tenberg: Einige Lebensumstände von Captain James Cook. Georg Forster: Fragmente über Kapitän Cooks letzte Reise und sein Ende. Hrsg. mit Nachw. und Anm. von Klaus-Georg Popp. Leipzig 1976 (= Reclams Universal-Bi- bliothek Bd. 196) Cook der Entdecker. Georg Forster: Cook der Entdecker. Georg Christoph Lichtenberg: Einige Lebensumstände von Captain James Cook. Georg Forster: Fragmente über Kapitän Cooks letzte Reise und sein Ende. Hrsg. mit Nachw. und Anm. von Klaus-Georg Popp. Frankfurt am Main 1976 (= Röderberg-Ta- schenbuch Bd. 47) Der Fortgang der Tugend und des Lasters. Daniel Chodowieckis Monatskupfer zum Göttinger Taschenkalender mit Erklärungen Georg Christoph Lichtenbergs. Hrsg. von Ingrid Sommer. Frankfurt am Main. Zweite Auflage 1977 (Lizenzausgabe des Buchverla- ges Der Morgen, (Ost-) Berlin 1975) Deutsche Aphorismen. Hrsg. von Gerhard Fieguth. Stuttgart 1978 (= Reclams Univer- sal-Bibliothek Nr. 9889/5). Darin: Georg Christoph Lichtenberg, Aus den Sudelbü- chern. S. 3-19 Georg Christoph Lichtenberg: Versuch einer natürlichen Geschichte der schlechten Dichter, hauptsächlich der deutschen (1766). Das Hausbuch (1768). Mit einem Nachw. hrsg. von Friedrich Voit. Kleine Texte 2 (hrsg. von Karl Riha) Siegen 1977 Göttingisches Magazin der Wissenschaften und Literatur. Hrsg. von Georg Christoph Lichtenberg und Georg Forster (Göttingen 1780-1785). Osnabrück 1977 (Zeller, 4 Bände) Lichtenberg in England. Dokumente einer Begegnung. Hrsg. und erläutert von H. L. Gumbert. Bd. I: Einleitung und Text. Bd. II: Erläuterungen und Register. Wiesbaden 1977 Bespr.: H. J. Trautner in: Wandelhalle der Bücherfreunde. Nachrichtenblatt der Gesell- schaft der Bibliophilen e. V. Neue Folge 20. Jg. Heft 3, 1978, S. 114-115; H. A. Dege in: Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe A. Heft 43 vom 26. 10. 1978, S. XXII u. XXV Wolfgang Gresky: Zwei Briefe des Berner Professors Johann Georg Tralles an Georg Christoph Lichtenberg (1786). In: Gesnerus. Vierteljahresschrift hrsg. von der Schweizeri- schen Gesellschaft für Gesch. der Medizin und der Naturwissenschaften. Jg. 35 (1978), Heft 1/2, S. 87-106 Jörg-Ulrich Fechner: Über die Ehe — Autor- schaft und Autor. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte, Jg. III, Heft 2, Oktober 1978, S. 282. (Brief Lichtenbergs vom 29. Okt. 1776 an die Frankfurter Gelehrten An- zeigen) Das Lichtenberg-Trostbüchlein. Zusam- mengestellt und hrsg. von Barbara Scriba-Set- he. Wien, München 1978 Alfred Hrdlicka: Variationen zu Hogarths Kupferstichen „The Rake's Progress". Acht numerierte und signierte Original-Radierun- gen zu den Texten von G. Chr. Lichtenberg. (Propyläen/Wo. J.) 46 2 Hans Ludwig Gumbert: Zu Lichtenbergs „Über Physiognomik". In: Hehres &C Triviales oder aus den Leihbibliotheken der Goethezeit, Siebenter Theil (1976), S. 7-9. (Katalog Nr. 27 des Antiquariats G. Kaldewey in Ham- burg) Gerhard Voigt: Forster, Lichtenberg und die Revolution. Eine These zum Verhalten der literarischen bürgerlichen Intelligenz in Deutschland gegenüber der Entwicklung der Französischen Revolution. In: Vom Faustus bis Karl Valentin. Hrsg. von Wolfgang F. Haug. (Argument Sonderbände 3) Karlsruhe 1976 (Claus K. Netuschil): Lichtenberg Bildnisse. Katalog (zur Ausstellung im Museum Ober- Ramstadt vom 26. 6. bis 15. 10. 1976. Hrsg. vom Verein für Heimatgeschichte e. V. Sitz Ober-Ramstadt). Ober-Ramstadt 1976 Gerhard Neumann: Ideenparadiese. Unter- suchungen zur Aphoristik von Lichtenberg, Novalis, Friedrich Schlegel und Goethe. München 1976 Anacleto Verrecchia: Un amico di Lichten- berg: Tomaso Basegli. In: Studi Germ. 13. 1975 (1*976), S. 127-139 Otto Weber: Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). In: Trachtengruppe Ober-Rarn- stadt. Deutsche Wanderjugend im Odenwald- klub. Ober-Ramstadt 1976 Otto Weber: Über Lichtenbergs Figuren. In: Informationen für die Lichtenberg-Freunde, hrsg. vom Verein für Heimatgeschichte e. V. Ober-Ramstadt 11/1976, S. 14-16 Ling Y. Wei: Lichtenberg figures of Corona discharge at low frequencies. In: Journal of applied physics. Lancaster/Pa. Vol. 47 (1976), n. 10, p. 4437-4441 Karl Dehnert: Lichtenberg und Voß. In: Informationen für die Lichtenberg-Freun- de...11/1976, S. 17-24 Bernd Achenbach: Mitteilungen eines Lich- tenbergsammlers. Duisburg 1976 Bernd Achenbach: Lichtenberg zugeschrie- ben. In: Informationen für die Lichtenberg- Freunde.. .1/1976, S. 3-9 Bernd Achenbach: Georg Christoph Lich- tenberg und die Juristen. In: Monatsschrift für Deutsches Recht. 30. Jg. Heft 12/1976, S. 995-996 Ralph-Rainer Wuthenow: Lichtenbergs Skepsis. In: Reise und Utopie. Zur Literatur der Spätaufklärung. Hrsg. von Hans Joachim Piechotta. Frankfurt am Main 1976 (= ed. suhrkamp 766) Manfred Knauff: Lichtenbergs Sudelbücher. Versuch einer Typologie der Aphorismen. Edition Rau. Dreieich 1977 Bespr.: U. Joost in: Germanistik. 19. Jg. 1978/2, S. 447 Fritz Ebner: Lichtenberg und Merck. Zwei Bürgersöhne des 18. Jahrhunderts. In: Staat und Gesellschaft im Zeitalter Goethes. Fest- schrift für Hans Tümmler zu seinem 70. Geburtstag. Hrsg. von Peter Berglar. Köln, Wien 1977, S. 241-253 Peter Brosche: Zur Deutung der Sternfarben im 18. Jahrhunder (G. C. Lichtenberg und M. Hell). In: Sudhoffs Archiv, Bd. 61, Heft 3 (1977), S. 248-257 Jürgen Teichmann: Zwischen Dichtung und Physik. Die Lichtenbergschen Figuren. In: Kultur & Technik. Zeitschrift des Deutschen Museums München. Heft 2/1977, S. 25-27 Hanns Erich Köhler: Sticheleien mit der Zeichenfeder. Zu Aphorismen von G. Ch. Lichtenberg. Freiburg im Breisgau 1977 (Her- derbücherei Bd. 641) Horst Janssen: Gerüchtigkeit: 1 Fall von Neigung. Schwänze. (Lichtenbergs „Ein Wort über das Alter der Guillotine" und „Fragment von Schwänzen", illustriert von Horst Jans- sen). In: DIE ZEIT, Nr. 1 - Sylvester 1977, S. 29 und 36 Monika Ammermann: Gemeines Leben. Gewandelter Naturbegriff und literarische Spätaufklärung. Lichtenberg, Wezel, Garve (Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Lite- raturwissenschaft, Band 239). Bonn 1978 Ulrich Joost: Kleine Lichtenberg-Funde. Stammbuch-Eintragungen, Gedichte, Erzäh- lungen. In: Göttinger Jahrbuch 1978. 26. Folge, S. 141-152 47 Wolfgang Promies: Dringend Verleger ge- sucht. Kunde von einer schönen, noch heimat- losen Edition. Georg Christoph Lichtenbergs- Tagebuch seiner zweiten England-Reise, das als verschollen galt. In: DIE ZEIT, Nr. 11^4. März 1977, S. 47 (dazu: Leserbrief des Carl Hanser Verlags in: DIE ZEIT, Nr. 13-18. März 1977) Wolfgang Promies: Georg Christoph Lich- tenberg. In Selbstzeugnissen und Bilddoku- menten. Dargestellt von W. P. rowohlts monographien Band 90, Reinbek 1979, 2. verbesserte Aufl. Carl Brinitzer: Georg Christoph Lichten- berg, Genialität und Witz. Heyne Biographien 59, München 1979 Jürgen Jacobs: Prosa der Aufklärung. Mo- ralische Wochenschriften. Autobiographie. Satire. Roman. Kommentar zu einer Epoche. München 1976. Darin: G. Ch. Lichtenberg (Kapitel Satire, a.a.O., S. 120-128) Gerhard Neumann: Der Aphorismus. Zur Geschichte, zu den Formen und Möglichkeiten einer literarischen Gattung. Hrsg. von Ger- hard Neumann (mit Beiträgen von Franz H. Mautner, Fritz Schalk, Albert Höft, Walter Wehe, Logan Pearsall Smith, Hermann Ulrich Asemissen, Wilhelm Grenzmann, Joseph Peter Stern, Hans Margolius, Harold E. Pagliaro, Paul Requadt, Siegfried Grosse, Karl Alfred Blüher, Gustav Ungerer und Karl Dedecius). Darmstadt 1976 (Wege der Forschung. Bd. CCCLVI - Wiss. Buchgesellschaft) Fr. Kopitzsch (Hrsg.): Aufklärung, Absolu- tismus und Bürgertum in Deutschland. Mün- chen 1976 Johann Heinrich Voß: Briefe an Goeckingk 1775-1786. Hrsg. von Gerhard Hay. Mün- chen 1976 H. Kiesel und P. Münch: Gesellschaft und Literatur im 18. Jahrhundert. München 1977 Zwi Batscha (hrsg.): Bergk, Ewald, Fichte u. a. Aufklärung und Gedankenfreiheit. Fünf- zehn Anregungen, aus der Geschichte zu ler- nen. Hrsg. und eingeleitet von Zwi Batscha. München 1977 Werner Busch: Nachahmung als bürgerli- ches Kunstprinzip. Ikonographische Zitate bei Hogarth und in seiner Nachfolge. (Studien zur Kunstgeschichte Bd. 7). Hildesheim/New York 1977 (Als Hamburger Diss. 1973: Bor- rowings - Entlehnungen bei Hogarth und in seiner Nachfolge. Zur Entstehung einer bür- gerlichen Kunstform) Peter Pütz: Die deutsche Aufklärung. (Er- träge der Forschung Bd. 81 - Wiss. Buchge- sellschaft). Darmstadt 1978 Falko Schneider: Aufklärung und Politik. Studien zur Politisierung der deutschen Spät- aufklärung am Beispiel A. G. F. Rebmanns. Wiesbaden 1978 (= Athenaion Literaturwis- senschaft. Bd. 8) Jürgen Wilke: Literarische Zeitschriften des 18. Jahrhunderts (1688-1789). Teil II: Reper- torium. Sammlung Metzler Bd. 175, Stuttgart 1978. Darin S. 192 bis 197 über das „Göttin- gische Magazin der Wissenschaften und Lite- ratur" 1780-1785 Alexander Ritter (Hrsg.): J. G. Müller von Itzehoe und die deutsche Aufklärung. Studien zur Literatur und Gesellschaft im 18. Jahr- hundert. Heide 1978 48