Rezension: Kulturen vergleichen. Sozial- und kulturwissenschaftliche Grundlagen und Kontroversen
Rezension: Kulturen vergleichen. Sozial- und kulturwissenschaftliche Grundlagen und Kontroversen
Ein weites Feld—das Interesse am Kennenlernen und Verstehen der eigenen oder einer fremden Kultur führt sehr schnell über diese hinaus zum Anderen, zum Eigenen, zu weiteren Kulturen und einer Vielzahl von Wechselbeziehungen zwischen Kulturen. Was liegt dem Erkenntnisinteresse da näher, als Vergleiche zwischen Kulturen anzustellen? Jeder Mensch vergleicht im Rahmen seiner alltäglichen Weltorientierung intuitiv, macht sich seinen Reim auf Gesehenes, Gesprochenes und Erlebtes. Heraus kommen dabei oft vorläufige Erkenntnis, Vorurteile, Klischees und Stereotypen so wie, in Verbindung damit, immer wieder standardisiertes, aber auch modifiziertes alltägliches Handeln. Gesicherte Erkenntnis hingegen ist vom wissenschaftlichen Vergleichen zu erwarten, handelt es sich nun um vergleichende Sprach-, Literatur-, Kultur-, Geschichts-, Politik-, Rechtswissenschaft(en) oder andere vergleichende Wissenschaften. Von diesen wiederum profitiert ein zeitgemäßer, wissenschaftsbasierter Fremdsprachenunterricht, ganz speziell naturgemäß der als Landeskunde verstandene Anteil.

