„Englisch war für mich nur ein Teil meines Stundenplans“ - Motivation zum Englischlernen in Zeiten der Globalisierung
„Englisch war für mich nur ein Teil meines Stundenplans“ - Motivation zum Englischlernen in Zeiten der Globalisierung
Die letzten Jahre sind sprachenpolitisch gekennzeichnet zum einen durch Forderungen nach Mehrsprachigkeit in Europa, die u.a. durch das Erlernen von mindestens zwei Fremdsprachen aller Europäer, die Einführung von fremdsprachlichem Sachfachunterricht und Frühbeginn an den Schulen eingelöst werden sollen, und zum anderen durch eine nicht aufzuhaltende und weiter wachsende weltweite Bedeutung des Englischen als wichtigste Lingua franca. Diese sprachenpolitischen Entwicklungen finden entsprechendes soziolinguistisches Interesse und auch Widerhall in der Fremdsprachenforschung, die damit verbundene Fragestellungen empirisch und theoretisch bearbeitet. Das Englische als „globale“ (Crystal 1997), als „internationale“ Sprache steht im Zentrum einer Debatte, die sich neben der Untersuchung der Besonderheiten der Lingua-franca-Kommunikation auch mit den fremdsprachendidaktischen Konsequenzen dieser Entwicklung beschäftigt (vgl. exemplarisch Gnutzmann 2001 und die Beiträge in Gnutzmann 1999; Knapp & Meierkord 2002). Hierbei liefern die Arbeiten der Jubilarin Juliane House Richtungweisendes; nachgewiesen werden für diesen Kommunikationstyp Besonderheiten, die u.a. mit den Stichwörtern „myth of mutual intelligibility“, „non-smoothness“ und „let it pass“ zusammengefasst werden (vgl. House 1999, 2002).

