Rezension: MARCUS HERNIG (2000), China und die interkulturelle Germanistik: Kulturvergleich,Interkulturalität und Interdisziplinarität im Rahmen der chinesischen „Wissenschaft vom Deutschen“. Einzelfallstudien zur Situation u. Entwicklung d. chinesischen Germanistik
Rezension: MARCUS HERNIG (2000), China und die interkulturelle Germanistik: Kulturvergleich,Interkulturalität und Interdisziplinarität im Rahmen der chinesischen „Wissenschaft vom Deutschen“. Einzelfallstudien zur Situation u. Entwicklung d. chinesischen Germanistik
Marcus Hernig verfolgt in seiner Studie die Fragen, wie sich die Situation der chinesischen Germanistik zur Zeit darstellt und welche kulturvergleichenden, interkulturellen und interdisziplinären Elemente in deren Lehre und Forschung bereits eingegangen sind oder geeignete Ansätze bilden könnten. Der Autor beschränkt sich dabei bewusst auf das „Hauptfachstudium der deutschen Sprache, Literatur und Landeskunde“ (S. 14) und schließt den „weiteren Bereich des Deutsch als Fremdsprache-Studiums in studienbegleitenden Kursen oder in Intensivkursen“ (ebd.) aus. Germanistik als Hauptstudienfach gab es in China 1997 an rund 25 Hochschulen mit insgesamt ca. 1600 Studierenden, Deutsch als Fremdsprache in verschiedenen Kursformen wurde an 116 Hochschulen mit mehr als 16.000 Teilnehmern unterrichtet (S. 137). Die Zahlen dürften sich nicht wesentlich verändert haben.

