Die Herausforderung von leitfadengestützten Interviews als Forschungsinstrument in der Fremdsprachenforschung
Die Herausforderung von leitfadengestützten Interviews als Forschungsinstrument in der Fremdsprachenforschung
Die Sprachlehr- und –lernforschung begreift schon seit den Anfängen eine empirische Ausrichtung als eine wesentliche Komponente ihres disziplinären Selbstverständnisses. Umso erstaunlicher mag es deshalb erscheinen, dass noch immer keine spezifischen Methoden für dieses Forschungsgebiet entwickelt wurden. Stattdessen bedient man sich aus dem methodischen Inventar der Bezugswissenschaften, übersieht jedoch gelegentlich die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen für den eigenen Forschungsgegenstand. Anhand von Interviewtranskriptionen möchte dieser Beitrag verdeutlichen, welche Herausforderungen die Durchführung von Interviews mit fremdsprachlichen Lernenden birgt. Dabei soll gezeigt werden, dass eine sinnvolle Näherung an den Forschungsgegenstand nur unter Berücksichtigung des fremdsprachlichen (Lern-)Kontextes erfolgen kann.
Since its beginnings, research on language learning and teaching has been characterized by an empirical orientation. It is therefore quite astounding that no specific methods have as yet been developed for this field of research. Instead, researchers have employed the methodology current in related disciplines, but have occasionally overlooked its suitability and limitations for their own field. On the basis of transcriptions of interviews this article will attempt to show the challenges inherent in conducting interviews with foreign language learners. It will be suggested that a meaningful approach to the research subject is only possible when the learners and their learning context are adequately considered.

