Tragverhalten von Pfahlgruppen unter Horizontalbelastung
Tragverhalten von Pfahlgruppen unter Horizontalbelastung
Bei Beginn der Erarbeitung der DIN 4014, Teil 2 für Großbohrpfähle Ende der 60er Jahre entspann sich eine Diskussion um die Frage, welches mechanische Modell der Aufnahme der Horizontalkräfte durch diese fast ausschließlich vertikal hergestellten Pfähle zu grunde gelegt werden sollte. Dieses Problem konnte bald durch Probebelastungen, bei deren Nachrechnung sich die Anwendung der Bettungsmodultheorie bewährte, überwunden werden. Als schwieriger erwies sich die Lösung der Aufgabe, wie man bei horizontal belasteten Pfahlgruppen verfahren sollte. Da Probebelastungen an großen Gruppen zu kostspielig sind und auch numerische Untersuchungen u.a. wegen der komplizierten Räumlichkeit des Problems an Grenzen stoßen, wurden Modellversuche durchgeführt. Diesen Weg zu beschreiten lag in Verbindung mit einem Nachweis nahe, der gestattete zu zeigen, daß bei dieser Aufgabe keine Maßstabsabhängigkeit existiert (Franke/Muth 1987).
