Video und Videoconferencing zur Sprach- und Kulturvermittlung: Lernpotenziale und empirische Beobachtungen
Video und Videoconferencing zur Sprach- und Kulturvermittlung: Lernpotenziale und empirische Beobachtungen
Eine interkulturell-pragmatisch orientierte Didaktik der Sprach- und Kulturvermittlung muss sich notwendigerweise die Frage stellen, welchen Beitrag auch die sog. Neuen Medien dazu leisten können, den engen Bezug von Sprache, sprachlichem Handeln und Kultur in einer meist entfernten und institutionalisierten Unterrichtssituationsituation zu vermitteln. Neben entsprechenden eher kognitiven Darstellungen stellen das eigene Erleben sowie die Analyse konkreter Beispiele geeignet erscheinende Maßnahmen dar, die sich dank neuer Kommunikationstechnologien auch im traditionellen Unterricht realisieren lassen. Dadurch ist gleichzeitig die traditionelle Forderung nach frühzeitiger Integration möglichst authentischer Kommunikation mit Muttersprachlern weitgehend zu realisieren. Die Lernenden haben so einen konkreten kommunikativen Ernstfall vor Augen, der im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht auch faktisch nur mittels fremdsprachlichem Handeln zu bestehen ist. Im folgenden soll deshalb auf der Grundlage eines Kooperationsseminars mit Beteiligung der Miami University (Oxford/Ohio) und der Universität München exemplarisch das Potenzial des Einsatzes lernerproduzierter Videos und Videokonferenzen analysiert und an empirischen Beispielen diskutiert werden.¹

