Wahrnehmung von Getriebegeräuschen – Übertragung psychoakustischer Analysen auf Körperschallsignale
Wahrnehmung von Getriebegeräuschen – Übertragung psychoakustischer Analysen auf Körperschallsignale
Die steigende Wichtigkeit der Psychoakustik (PA) bei der Beurteilung von Maschinen zeigt sich immer mehr auch bei Industrieanwendungen. Im Rahmen eines von der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) geförderten Projektes wurde daher am Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM der Technischen Universität Darmstadt ein Getriebeakustikprüfstand (GAP) in Betrieb genommen, mit dem Geräuschbeispiele für Hörversuche sowie die rechnergestützte Auswertung psychoakustischer Metriken aufgezeichnet werden können. Dieser wurde hinsichtlich Wiederholbarkeit der Versuche und Minimierung von Störgeräuschen optimiert [1]. Dabei zeigte sich, dass im Betriebskennfeld des Getriebes verschiedenen Störgrößen unterschiedliche Einflüsse auf das abgestrahlte Getriebegeräusch ausüben [2]. Daher wird der Ansatz verfolgt, für die psychoakustische Auswertung im Getriebekennfeld weniger störanfällige Körperschallsignale zu verwenden. Dabei wird das Augenmerk, ausgehend von bereits durchgeführten Vorversuchen zur Beurteilung von Getriebegeräuschen [3], zunächst auf die Größen Lautheit, Schärfe und Rauhigkeit gelegt. Die Berechnung der psychoakustischen Kenngrößen erfolgt mit der Software ArtemiS.

