Rezension: Januschek, Franz (2018), Über SpracheSpielen. Einübung in die Kunst des Erwägens von Alternativen. Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr
Rezension: Januschek, Franz (2018), Über SpracheSpielen. Einübung in die Kunst des Erwägens von Alternativen. Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr
„Das Erwägen von Alternativen“, so fasst Januschek gegen Ende seines Buches zusammen, „kann sich weder mit der Orientierung an der Realität begnügen, noch kann es sich aus ihr hinausphantasieren“ (251). Dieser Satz, welcher die vorherigen Kapitel resümiert, fasst nicht nur die wesentlichen Elemente der sprachtheoretischen Orientierung Januscheks zusammen, sondern zeigt auch deren spielerisches Potenzial. Zwischen Realität und Phantasie, so lässt sich Januscheks grundlegende These und auch dessen langjährige wissenschaftliche Arbeit rekapitulieren, liegt ein schöpferisches Moment, welches für Sprachtheorie, (Schrift-)Spracherwerb, kritische Diskursanalyse und Fremd- bzw. Mehrsprachigkeitsdidaktik fruchtbar zu machen sei. Über SpracheSpielen. Einübung in die Kunst des Erwägens von Alternativen, das zwischen sprachtheoretischer Abhandlung und populärwissenschaftlicher Literatur oszilliert und deshalb mit seiner Genrezugehörigkeit spielt, zeigt eben jenes schöpferische Moment in un-terschiedlichen Forschungsbereichen auf und versucht es, sowohl spielerisch als auch konkret, in die Sprachwis-senschaft zu integrieren.

