Poetiken als Wissenschaftsdiskurse : Überlegungen zur digital-linguistischen Nachnutzung eines Korpus aus sprach- und literaturtheoretischen Schriften
Poetiken als Wissenschaftsdiskurse : Überlegungen zur digital-linguistischen Nachnutzung eines Korpus aus sprach- und literaturtheoretischen Schriften
Mit dieser selbstgereimten Perle der Dichtkunst – hier nur ein Auszug – haben wir einst im Rahmen eines Poster-Slams (2015 in Berlin) das Projekt ePoetics präsentiert. Die Digitalisierung und erschließende Annotation von 20 Poetiken (eine zweibändig, eine dreibändig, insgesamt daher 23 Bücher) für die Publikation im deutschen Textarchiv (Alscher/Bender/Rapp et al. 2016) waren wichtige Projektergebnisse. Die im Gedicht hervorgehobene Diskursivität und intertextuelle Verknüpftheit stellt eine Besonderheit dieser Schriftensammlung dar: Es handelt sich nicht um normative Regelpoetiken, sondern um sprach- und literaturtheoretische Schriften aus dem Zeitraum von 1804 bis 1959 (vgl. Richter 2010, I.2, 19–24 und I. 15, 288–298.), die sich deskriptiv und analytisch mit Dichtung und generell mit Sprache befassen, aber auch theoretische Ansätze, Konzepte und Begriffe vor dem Hintergrund des damaligen Forschungsstan- des und Fachdiskurses diskutieren – und zwar auch mit kritischer Bezugnahme auf antike sowie zeitgenössische Poetiken.

