Fachsprachenbezogene Wissensvermittlung und Korpora
Fachsprachenbezogene Wissensvermittlung und Korpora
In der Sprachwissenschaft hat die differenzierende Untersuchung zwischen dem allgemeinsprachlichen Wortschatz und fachbezogener Terminologie bzw. einem Wortschatz, welcher einer speziellen Kommunikation bzw. Kommunikation in spezialisierten Tätigkeitsbereichen dient (vgl. Roelcke 2015: 373), eine lange Tradition. Dies gilt auch für ihre lexikologische Fundierung: So bemerkt bereits G.W. Leibniz in den „Unvorgreiflichen Gedanken“, dass in ein Wörterbuch nicht nur allgemeingebräuchliche Wörter „welche, dafern sie vollkommen, nicht nur auf diejenige gehen soll, so jederman brauchet, sondern auch auf die so gewissen Lebens-Arten und Künsten eigen“ (Leibniz 1697: Ab. 32) seien und bezieht dies auf die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache. Und später, im Jahre 1854, wird auch Jakob Grimm in der Vorrede zum deutschen Wörterbuch die Bedeutung der Standes- und Berufssprachen in Kapitel 8 hervorheben (DWB digital).

