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  5. Moralisierung als sprachliche Praxis
 
  • Details
2024
Zweitveröffentlichung
Buchkapitel
Verlagsversion

Moralisierung als sprachliche Praxis

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Hauptpublikation
10.1515_9783111284316-006.pdf
CC BY 4.0 International
Format: Adobe PDF
Size: 292.08 KB
TUDa URI
tuda/12729
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-286958
DOI
10.26083/tuprints-00028695
Autor:innen
Becker, Maria
Felder, Ekkehard
Müller, Marcus ORCID 0000-0003-4921-4512
Kurzbeschreibung (Abstract)

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit moralisierenden Sprachhandlungen, worunter wir diskursstrategische Verfahren verstehen, in denen die Beschreibung von Streitfragen und erforderlichen Handlungen mit moralischen Begriffen enggeführt werden. Auf moralische Werte verweisendes Vokabular (wie beispielsweise „Freiheit“, „Sicherheit“ oder„Glaubwürdigkeit“) wird dabei verwendet, um eine Forderung durchzusetzen, die auf diese Weise unhintergehbar erscheint und keiner weiteren Begründung oder Rechtfertigung bedarf. Im Fokus unserer Betrachtungen steht dementsprechend das aus pragma-linguistischer Sicht auffällige Phänomen einer spezifischen Redepraxis der Letztbegründung oder Unhintergehbarkeit, die wir als Pragmem auffassen und beschreiben. Hierfür skizzieren wir zunächst den in der linguistischen Pragmatik verorteten Zugang zu Praktiken der Moralisierung, betrachten sprachliche Formen des Moralisierens und deren strukturelle Einbettung in den Satz oder den Text (also kotextuelle und pragma-syntaktischen Struktureinbettungen), um anschließend Hypothesen zu kontextuellen Wirkungsfunktionen aufzustellen. Darauf basierend leiten wir schließlich anhand von exemplarischen Korpusbelegen Strukturmuster des Moralisierens ab, die wir in dem philosophisch-linguistischen Fachterminus‚ 'Pragmem' verdichten und mittels qualitativer und quantitativer Analysen operationalisieren.

Freie Schlagworte

Moral

Moralisierung

Diskurs

Werte

Sprache
Deutsch
Herausgeber:innen
Felder, Ekkehard
Nüssel, Friederike
Tosun, Jale
Alternatives Abstract

This paper deals with moralizing speech acts. Moralizing speech acts are discourse-strategic procedures in which the description of contentious issues and necessary actions are linked to moral terms. Various vocabulary referring to moral values (such as, “freedom,” “security,” or “credibility”) are used to enforce a claim whereby there appears to be no requirement for further justification or rationale. Accordingly, this paper focuses on the phenomenon of specific speech practice of ultimate justification or irreducibility that is evident from a pragmatic linguistic perspective. The paper will describe this phenomenon, which is construed here as a pragmeme. To do so, we first outline the approach to practices of moralizing located in linguistic pragmatics by considering the linguistic forms of moralization and their structural embeddedness in the sentence or text (i. e., cotextual and pragma-syntactic structural embeddings). We are then able to hypothesize about the contextual functions of the efficacy of these linguistic forms. From here, we finally derive structural patterns of moralization based on exemplary textual evidence, which will then be consolidated into the philosophical and linguistic concept of pragmeme and operationalized by means of qualitative and quantitative analysis.

Fachbereich/-gebiet
02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft > Germanistik - Digitale Linguistik
DDC
400 Sprache > 400 Sprache, Linguistik
Institution
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
Ort
Darmstadt
Buchtitel
Moral und Moralisierung : Neue Zugänge
Startseite
123
Endseite
152
Titel der Reihe
Sprache und Wissen (SuW)
Bandnummer der Reihe
57
ISBN
9783111284316
Verlag
De Gruyter
Ort der Erstveröffentlichung
Berlin/Boston
Publikationsjahr der Erstveröffentlichung
2024
Verlags-DOI
10.1515/9783111284316-006
PPN
531871541

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