Rezension: Witt, Jörg (2001), Wohin steuern die Sprachen Europas? Probleme der EU-Sprachpolitik
Rezension: Witt, Jörg (2001), Wohin steuern die Sprachen Europas? Probleme der EU-Sprachpolitik
Schon im Titel des Buches, das als Dissertation am Fachbereich Englische Sprachwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg entstanden ist, fällt die Verwendung des singularischen Begriffs ‚Sprachpolitik’ anstelle des zumindest im Zusammenhang mit Europa heute durchweg üblichen pluralischen Ausdrucks ‚Sprachenpolitik’ auf, eine terminologische Entscheidung, die auch konsequent beibehalten wird. Zwar ist dem Autor der Unterschied zwischen Sprachpolitik und Sprachenpolitik durchaus geläufig (vgl. S. 23 ff.), dieser Unterschied, so meint er, sei aber in der Praxis schwer durchzuhalten, weshalb die Entscheidung für einen alle denkbaren auf Sprache(n) bezogenen politischen Aktivitäten umfassenden Oberbegriff geboten sei. Als solchen Oberbegriff will Witt seinen Ausdruck ‚Sprachpolitik’ verstanden wissen, der im Vergleich zu ‚Sprachenpolitik’ insofern angemessener sei, „als er neutral nur einen Zusammenhang zwischen Sprache und Politik herstellt, ohne a priori festzulegen, ob nur von einer oder von mehr als einer Sprache die Rede ist“ (25).

