Korpusfrequenzen und andere Metriken zur Strukturierung von DaF-Lehrmaterial
Korpusfrequenzen und andere Metriken zur Strukturierung von DaF-Lehrmaterial
Korpora und Fremdsprachendidaktik haben – auch jenseits des angeleiteten oder selbstgesteuerten Arbeitens an den Daten – Berührungspunkte mit langer Tradition, durchaus mit nicht-digitalen Ausläufern, deren korpuslinguistische Dimensionen erst in den letzten Jahrzehnten erschlossen wurden. Worthäufigkeitszählungen, auch vergleichend, in beliebig großen oder auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnittenen Datensammlungen lassen sich mit weiteren Metriken verknüpfen, die eine differenzierte Bewertung für die didaktische Relevanz ermöglichen. Kollokations-/Kookkurrenzanalysen helfen, typische Formulierungsmuster zu ermitteln. Dieser Beitrag stellt zunächst diese beiden Herangehensweisen dar. Das Manko der getrennten Betrachtung ist, dass keine der beiden isoliert ausreicht, um die Angemessenheit von Formulierungen zu bewerten hinsichtlich muttersprachlicher Natürlichkeit und Weiterentwicklung des Lernstands. Als Abhilfe wird eine Verknüpfung skizziert, die beide Perspektiven zusammenbringt.
Corpora and foreign language didactics have – even beyond guided or self-directed practice with the data – points of contact with a long tradition, with non-digital spin-offs, whose corpus linguistic dimensions emerged in the last decades. Frequency counts, also comparative, in data collections of any size or tailored to specific needs combined with further metrics allow a differentiated didactic assessment. Collocation analyses identify typical formulation patterns. This paper first presents these two approaches. The shortcoming of considering them separately is that neither of them in isolation evaluates adequately the appropriateness of formulations with respect to native-like naturalness and learning progress. As a remedy, a linkage is outlined that brings both perspectives together.

