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  5. Zur Problematik von Sprachstandserhebungen in der Migrationsforschung – illustriert am Beispiel der Integrationsstudie von H. Esser
 
  • Details
2009
Zweitveröffentlichung
Artikel
Verlagsversion

Zur Problematik von Sprachstandserhebungen in der Migrationsforschung – illustriert am Beispiel der Integrationsstudie von H. Esser

File(s)
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Hauptpublikation
zif-2487-roche.pdf
CC BY-ND 3.0 DE
Format: Adobe PDF
Size: 786.99 KB
TUDa URI
tuda/5408
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-122807
DOI
10.26083/tuprints-00012280
Autor:innen
Roche, Jörg
Kurzbeschreibung (Abstract)

In der Migrationsforschung spielen Sprachkenntnisse bisher eine eher nachgeordnete Rolle. Abgesehen von wenigen Studien zur Wirksamkeit sprachlicher Integrationsmaßnahmen finden sprachliche Aspekte am ehesten bei der Bildungsplanung (zum Beispiel dem Bedarf an „muttersprachlichem Förderunterricht“), bei der Bemessung des Integrationsgrades und bei der Bewertung beruflicher Chancen der Migranten bzw. bei der Erhebung des Bedarfs an fremd- oder mehrsprachigen Arbeitskräften Berücksichtigung. Da verlässliche Daten meist nicht vorliegen oder nur mit einem größeren Aufwand zu erheben sind, behilft sich die Migrationsforschung in der Regel mit Selbsteinschätzungen der Betroffenen. Wie auch in anderen Bereichen der Sozialforschung, haben sich Selbsteinschätzungen aber als wenig zuverlässig erwiesen. Der Beitrag setzt sich kritisch mit den Verfahren und Schlussfolgerungen dieser Studien auseinander, die immer wieder herangezogen werden, um eine Defizienzkultur von Mehrsprachigkeit zu porträtieren und zu perpetuieren. Bei Berücksichtigung fachgerechter Parameter aus der neueren Erwerbs-, Mehrsprachigkeits- und Bildungsforschung zeigt sich jedoch, dass konstruktive Perspektiven auf Mehrsprachigkeit dem oft noch schlummernden Potenzial in mehrsprachigen Kompetenzen auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wesentlich besser gerecht werden.

Freie Schlagworte

Mehrsprachigkeit

Integration und Sprac...

Sprachstandserhebung

Migrationsforschung

Sinus Studie

Esser.

Sprache
Deutsch
Alternatives Abstract

Modern research on migration issues occasionally uses linguistic data to make some far-reaching claims on the (lack of) potentials and benefits of multilingualism for the integration of migrants into a host society. Recently, an oft-quoted study by H. Esser assembled and re-analysed some of the most prominent of such studies with the aim to show that language acquisition is only possible at the expense of one of the languages involved, that language acquisition is only effective before the so-called Critical Period, and that multilingualism by and large produces no measurable benefits for society or the multilingual individuals. The present article sets out to re-investigate the studies cited by Esser in terms of their theoretical foundation, validity and methodological scrutiny. It turns out that almost all studies referenced in migration research that make claims about language acquisition and linguistic benefits use vague (subjective) assessments of the learners’ competence in and use of the languages involved. Thus there is little hard evidence to substantiate the sweeping claims made by researchers such as Esser, who base their research mainly on rational choice assumptions. The article therefore argues in favour of developing a productive approach to multilingualism as it is common in current multilingualism, acquisition and sociological research. It draws the attention to both the societal and individual potentials of multilingualism, including the economic benefits to modern societies.

Fachbereich/-gebiet
02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft > Sprachwissenschaft - Mehrsprachigkeit
DDC
400 Sprache > 400 Sprache, Linguistik
Institution
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
Ort
Darmstadt
Titel der Zeitschrift / Schriftenreihe
Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht : ZIF
Startseite
1
Endseite
10
Jahrgang der Zeitschrift
14
Heftnummer der Zeitschrift
2
ISSN
1205-6545
Institution der Erstveröffentlichung
Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
Publikationsjahr der Erstveröffentlichung
2009
Zusätzliche Links (Organisation)
https://zif.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/

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