Themenschwerpunkt: In Deutschland geborene DaZler*innen in der Schule
Themenschwerpunkt: In Deutschland geborene DaZler*innen in der Schule
Im Zuge der intensiven medialen Beschäftigung mit Geflüchteten seit der sog. ‚Flüchtlingskrise‘ im Jahr 2015 stehen Neuzugewanderte im Mittelpunkt der Dis-kussion um Deutsch als Zweitsprache (vgl. Drumm/Henning 2015). In deutschsprachigen Ländern geborene Menschen, die in der Familie und dem privaten Umfeld in weiten Teilen eine andere Sprache sprechen als Deutsch, finden im öffentlichen Diskurs seitdem weniger Beachtung. Dies ist verwunderlich, denn diese Gruppe schien in der ersten PISA-Studie (Baumert/Klieme/Neubrand/Prenzel/Schie-fele/Schneider/Stanat/Tillmann/Weiß 2001) als bildungsbenachteiligt auf. In einem Schulsystem, in dem vorwiegend die soziale Herkunft und nicht die individuellen kognitiven Fähigkeiten den Bildungserfolg bestimmt (vgl. z.B. Klieme/Artelt/Har-tig/Jude/Köller/Prenzel/Schneider/Stanat 2010), sind Kinder und Jugendliche mit nicht-deutscher Familiensprache häufig schlechter gestellt.

