Fillafer, Franz Leander: Aufklärung habsburgisch. Staatsbildung, Wissenskultur und Geschichtspolitik in Zentraleuropa. 1750–1850, 632 S., Wallstein, Göttingen 2020.
Fillafer, Franz Leander: Aufklärung habsburgisch. Staatsbildung, Wissenskultur und Geschichtspolitik in Zentraleuropa. 1750–1850, 632 S., Wallstein, Göttingen 2020.
„Aufklärung habsburgisch“ ist ein beeindruckend gelehrtes Buch über die intellektuelle Landschaft des Habsburgerreiches von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Franz Leander Fillafer verbindet mit seinem gut 600 Seiten starken Werk den Anspruch, den Epochenbruch um 1800 weniger scharf zu zeichnen als vielfach vormals geschehen. Insbesondere auf dem Gebiet der „Staatbildung, Wissenskultur und Geschichtspolitik in Zentraleuropa“ – so der Untertitel der Studie – möchte er aufzeigen, wie sich die Gedankenwelt der Zeitgenossen kontinuierlich fortentwickelte. Starke Brüche, wie sie bereits von den Zeitgenossen durch die Kanonisierung gewisser Werke der josephinischen Zeit (S. 122) konstruiert wurden, sieht Fillafer als überzeichnet an.

