Erfahrungen von HerkunftssprecherInnen bei Studienaufenthalten im Herkunftsland der Eltern – eine Studie im russisch-finnischen Kontext
Erfahrungen von HerkunftssprecherInnen bei Studienaufenthalten im Herkunftsland der Eltern – eine Studie im russisch-finnischen Kontext
Zur Unterstützung der russischen Herkunftssprache gibt es in Finnland zweisprachige Kindergärten und Schulen, Unterricht in der Familiensprache (finanziert durch Gemeinden), Zirkel, Reisen nach Russland u.a.m. Dennoch haben zweisprachig russisch-finnische Studierende Probleme im Vokabular, in der Kommunikationspragmatik und in der Akzeptanz eines unterschiedlichen Wertesystems. Im vorliegenden Beitrag werden die Russischreiseeindrücke von bilingualen russisch-finnischen Studierenden von ihrem universitären Studienpraktikum analysiert. Darüber hinaus werden Unterrichtsmethoden für die bilingualen StudentInnen zum Ausbau ihrer russischen Sprache an der Universität Helsinki und an der Staatlichen Universität Twer vorgestellt und Perspektiven des Lernens in der russischsprachigen Umgebung diskutiert.
In Finland, there are various ways to support Russian as heritage language: bilingual kindergartens and schools, classes in the family language (funded by municipalities), circles, trips to Russia etc. However, bilingual students who speak both Russian and Finnish struggle with vocabulary, communication pragmatics, and with accepting a different set of values. This article examines the bilingual Finnish-Russian students’ travel impressions of Russia from their study abroad. The University of Helsinki and the State University of Tver also present their teaching strategies for bilingual students to learn Russian, and perspectives on learning in a Russian-speaking environment are discussed.

