Messungen zum Overshootphänomen in monauralen und diotischen Konfigurationen
Messungen zum Overshootphänomen in monauralen und diotischen Konfigurationen
Es wurden Messungen zur zeitlichen Struktur der Simultanverdeckung von Breitbandrauschen vorgestellt. Dabei zeigte sich, daß die Mithörschwellen zu Beginn des Maskierers nicht immer erhöht sein müssen (positiver Overshoot), sondern durchaus auch niedriger liegen können als zu späteren Zeitpunkten im Maskierer (negativer Overshoot oder Undershoot). Des weiteren wurde festgestellt, daß dieses Phänomen sich in monauralen und diotischen Konfigurationen pegelabhängig verhält. Das Maximum des Overshoots tritt bei mittleren Rauschpegeln auf. Es konnte gezeigt werden, daß es sich bei dieser Pegelabhängigkeit des Overshoots um eine Abweichung vom Weberschen Gesetz handelt, die sich mit der zeitlichen Lage des Testtones im Maskierer ändert. Ebenfalls zeit- und pegelabhängig ist die Differenz zwischen den monauralen und den diotischen Schwellen. Bei hohen Maskiererpegeln können die diotischen Schwellen deutlich höher liegen als die monauralen. Dieses ungewöhnliche Phänomen und der Overshoot überstreichen den gleichen Zeitbereich.

