Autonomie und prozedurale Kompetenz: Elemente eines neuen Curriculums für Deutsch als Fremdsprache in der Sekundarstufe
Autonomie und prozedurale Kompetenz: Elemente eines neuen Curriculums für Deutsch als Fremdsprache in der Sekundarstufe
In Gerhard Neuners Beitrag zum 1998 erscheinenden Handbuch Deutsch als Fremdsprache werden Lehrpläne folgendermaßen charakterisiert: Lehrpläne sind - ähnlich wie Lehrwerke - "Kinder ihrer Zeit". Sie entstehen aus einem Bedingungsgefüge heraus, das sich verändern kann. (Neuner, in Vorbereitung) Der Fremdsprachenunterricht, mitsamt dessen Zielen, Inhalten und methodischen Verfahrensweisen, ist ein Produkt des Zusammenspiels vieler Faktoren, vor allem der jeweiligen übergreifenden bildungspolitischen Orientierung und der Erkenntnisse der einschlägigen Fachwissenschaften. Veränderungen auf gesellschaftlicher bzw. institutioneller Ebene sowie neue Befunde der Fremdsprachendidaktik und deren Bezugswissenschaften führen - oft zeitverzögert, aber meist zwangsläufig - zur Revision existierender bzw. Erstellung neuer Curricula. Dieser Beitrag wird daher kurz auf die neue bildungspolitische Zielsetzung Singapurs sowie die jüngsten Entwicklungen in der Autonomie- und Lernstrategieforschung eingehen und deren Konsequenzen für die Erneuerung des DaF-Curriculums für die Sekundarstufe (Altersgruppe 13-16 Jahre) zu verdeutlichen versuchen.

