Slip‐resistant connections in hot‐dip galvanized steel bridge constructions
Slip‐resistant connections in hot‐dip galvanized steel bridge constructions
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Brückenbau sind neben den Neubaukosten insbesondere von den während der Lebensdauer anfallenden Unterhaltungskosten bestimmt. Ein erfolgreich abgeschlossenes Forschungsvorhaben zeigt, dass die Feuerverzinkung als Korrosionsschutz grundlegend und vorteilhaft einsetzbar ist. Feuerverzinkte Brückenkonstruktionen können eine Korrosionsschutzdauer in der Größenordnung der Lebensdauer einer Brücke (≥100 Jahre) erreichen. Die Ausführung von feuerverzinkten Stahlbauten hat sich im Hochbau etabliert und gehört zum Stand der Technik. Forschungsprojekte ergaben im Bereich der Ermüdungsfestigkeit der feuerverzinkten Bauteile kaum Einbußen gegenüber nicht verzinkten Stahlbauteile. Geschweißte Montagestöße an feuerverzinkten Bauteilen ziehen eine aufwändige Vor‐ und Nachbearbeitung des Korrosionsschutzes mit sich. Der nachträglich aufgebrachte Korrosionsschutz erreicht nicht mehr die Schutzdauer einer Feuerverzinkung. Diese technologische Einschränkung kann vermieden werden, wenn die Ausführung der Montagestöße durch feuerverzinkte, geschraubte Anschlüsse erfolgt. Im Stahlbrückenbau hat sich der Einsatz von gleitfest vorgespannten Verbindungen bewährt. Für eine Anwendung von gleitfest vorgespannten Verbindungen bei feuerverzinkten Montagestößen fehlen bislang wesentliche wissenschaftliche Untersuchungen. Technische und wissenschaftliche Grundlagen zum Einsatz von feuerverzinkten Schraubanschlüssen im zyklisch beanspruchten Stahl‐ und Verbundbrückenbau auf Basis des Eurocode 3 werden erarbeitet und Berechnungsnachweise sowie Konstruktionsempfehlungen bereitgestellt.

