Rezension: Glück, Helmut 2002, Deutsch als Fremdsprache in Europa vom Mittelalter bis zur Barockzeit
Rezension: Glück, Helmut 2002, Deutsch als Fremdsprache in Europa vom Mittelalter bis zur Barockzeit
Das vorliegende Buch führt mitten hinein in ein Thema, das bislang für den Bereich des Fremdsprachenerwerbs vereinzelt behandelt wurde, für Deutsch als Fremdsprache aber so gut wie gar keine Rolle gespielt hat und das sich als sehr vielversprechend für Sprach- und Literaturwissenschaftler, für Fremdsprachendidaktiker und Historiker erweisen kann. Aufbau und Profil des Buches sind geprägt von der Tätigkeit der ‚Arbeitsstelle zur Geschichte des Deutschen als Fremdsprache’, die seit dem Jahre 2000 an der Universität Bamberg existiert und deren Leiter der Verfasser ist. Die Arbeitsstelle ist im Mai 2001 mit einem Symposium zum Thema Die Volkssprachen als Lerngegenstände in Europa im Mittelalter und in der frühen Neuzeit an die Öffentlichkeit getreten, sie betreut eine einschlägige Publikationsreihe und koordiniert Forschungsprojekte zum Erwerb des Deutschen als Fremdsprache vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Der personelle und thematische Schwerpunkt der Arbeitsstelleliegt derzeit im süddeutschen Raum und in angrenzenden Gebieten, hauptsächlich in Böhmen und Mähren, in Norditalien, aber auch in der baltischen Region (Lettland) sowie in Russland und im skandinavischen Raum (v.a. Dänemark).

