„Wenn es unbedingt Fleisch sein muss …“ – Fleischkonsum in deutschen Frauenzeitschriften
„Wenn es unbedingt Fleisch sein muss …“ – Fleischkonsum in deutschen Frauenzeitschriften
Fleisch als Symbol männlicher Macht und körperlicher Stärke hat bereits in unterschiedlichen soziologischen Arbeiten große Beachtung gefunden. Jedoch wird der „weibliche Fleischkonsum“ bisher kaum thematisiert. Das Vorhaben dieses Beitrags ist es deshalb, den genauen Zusammenhang von Weiblichkeit und Fleischkonsum aus diskurstheoretischer Perspektive herauszuarbeiten. Die hierbei zentral entwickelte These ist, dass der „weibliche Fleischkonsum“ starken Regulierungen unterliegt. Diese Regulierungen stellen sich allerdings nicht direkt oder immer als solche dar, sondern werden über körperliche Gesundheit und normative Schönheitsideale vermittelt. Vor diesem Hintergrund sind vielfach Verbindungen zu weiblichen Körper- und Gesundheitsnormen zu finden und es lassen sich weitreichende Zusammenhänge rekonstruieren. Ziel dieses Beitrags ist es, die explizite, aber auch implizite Thematisierung des weiblichen Fleischkonsums durch eine diskurstheoretische Analyse deutscher Frauenzeitschriften herauszuarbeiten und zu rekonstruieren, um so theoretisch als auch empirisch fundierte Zugänge zu den Themenbereichen Weiblichkeit und Fleischkonsum eröffnen zu können.
Meat as a symbol of male power and physical strength has already received considerable attention in various sociological works. However, “female meat consumption” has hardly been addressed so far. The intention of this paper is therefore to elaborate the exact connection between femininity and meat consumption from a discourse-theoretical perspective. The central hypothesis developed here is that “female meat consumption” is subject of strong regulations. However, these regulations do not present themselves directly or always as such but are mediated through bodily health and beauty norms. With this background, connections to female body and health norms can be found in many cases, and far-reaching connections can be reconstructed. The aim of this paper is to elaborate and reconstruct the explicit as well as implicit thematization of female meat consumption through a discourse-theoretical analysis of German women’s magazines to be able to open theoretically as well as empirically grounded approaches to the topics of femininity and meat consumption.

