Wirkung und Akzeptanz prosodischer Interferenzen ungarischer Deutschlehrer auf deutsche Muttersprachler und ungarische Germanistikstudenten
Wirkung und Akzeptanz prosodischer Interferenzen ungarischer Deutschlehrer auf deutsche Muttersprachler und ungarische Germanistikstudenten
In verschiedenen Untersuchungen mit ungarischen DaF-Lehrern (Sprecher) und deutschen Muttersprachlern (Hörer) konnte herausgearbeitet werden, dass Muttersprachler im Aussprachebereich über interiorisierte textsortenabhängige Erwartungsnormen verfügen. Prosodische Interferenzen innerhalb verschiedener Textsorten wurden von den deutschen Hörern unterschiedlich stark wahrgenommen und akzeptiert. Dieselben Untersuchungen mit ungarischen Hörern (Germanistikstudenten der ELTE Budapest) bestätigten auch bei ihnen textsortenabhängige Erwartungsnormen an die Ausspracheleistung ungarischer Deutschlehrender. Prosodische Interferenzen im textgebundenen Sprechen wurden jedoch aufgrund eigener, in der Regel landestypischer Aussprachenormen nur begrenzt wahrgenommen. Die Aussprachenormen für DaF-Lehrende sollten folglich hinsichtlich verschiedener Kommunikationssituationen, Textsorten und Sprechintentionen konkretisiert und präzisiert werden.

