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  5. Alterungsprozesse an Infiltrationsanlagen im Hessischen Ried - Aging processes on infiltration systems in Hessian Ried
 
  • Details
2019
Erstveröffentlichung
Masterarbeit

Alterungsprozesse an Infiltrationsanlagen im Hessischen Ried - Aging processes on infiltration systems in Hessian Ried

File(s)
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Hauptpublikation
Masterarbeit_Behle.pdf
Urheberrechtlich geschützt
Format: Adobe PDF
Size: 42.95 MB
TUDa URI
tuda/4324
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-83440
DOI
10.26083/tuprints-00008344
Autor:innen
Behle, Vera Rebecca
Kurzbeschreibung (Abstract)

Zur Deckung eines gestiegenen Wasserbedarfs, dessen Gründe vielfältig sein können und von örtlichen Gegebenheiten abhängen, wird vermehrt Wasser aus dem Grundwasser entnommen. Dies kann gebietsweise zu einer starken Grundwasserabsenkung führen, die wiederum Folgen für die Umwelt hat. Dies sind bspw. Setzungsschäden an Gebäuden sowie Trockenheitsschäden in Wäldern und Feuchtbiotopen. Um eine ausreichende Versorgung mit Wasser gewährleisten zu können und gleichzeitig die Grundwasserressource nicht übermäßig zu beanspruchen, werden im Zustrom zu Entnahmebrunnen Infiltrationsanlagen zur künstlichen Grundwasseranreicherung betrieben. Im Hessischen Ried wird hierfür Wasser aus dem Rhein entnommen und zu Wasser mit Trinkwasserqualität aufbereitet, bevor es über verschiedene Anlagen infiltriert wird. Beim Betrieb der Infiltration zeigt sich, dass an Anlagen bestehend aus Kiesbohrlöchern die Infiltrationsleistung mit der Zeit bedingt durch eine Kolmation in der Filterschicht stark beeinflusst wird. Dieser Alterungsprozess ist dagegen an Sickerschlitzgräben nicht im gleichen Maß zu beobachten.

Mit der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit werden zwei Finite-Element-Modelle erstellt, eins für ein Infiltrationsorgan bestehend aus Kiesbohrlöchern und eins für einen Sickerschlitzgraben, mit denen durch verschiedene Simulationen die für die Infiltrationsleistung maßgeblichen grundwasserhydraulischen Parameter identifiziert und quantifiziert werden. Der Modellaufbau orientiert sich hierbei an zwei bestehenden Infiltrationsanlagen im Hessischen Ried und ist im Nahbereich der Anlagen fein diskretisiert, um die gekoppelten Innen- und Außenströmungen an den Anlagen abbilden zu können. Neben augenscheinlichen einflussnehmenden Parametern wie dem hydraulischen Gradienten, zeigt die Temperatur des Infiltrationswassers große Auswirkungen auf die Infiltrationsleistung. Die Temperatur des Infiltrationswassers schwankt zwischen Winter- und Sommermonaten um 20 °C, was direkt die Dichte und die dynamische Viskosität des Wassers bestimmt. Im Winter liegt daher allein aufgrund der Temperatur des Wassers die Infiltrationsleistung um 35 % niedriger als im Sommer. Im Hinblick auf die Untersuchungsergebnisse werden verschiedene Vorschläge für eine konstruktive Verbesserung der Infiltrationsanlagen bestehend aus Kiesbohrlöchern dargestellt.

Sprache
Deutsch
Fachbereich/-gebiet
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Institut IWAR - Wasser- und Abfalltechnik, Umwelt- und Raumplanung > Fachgebiet Wasserversorgung und Grundwasserschutz
Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort
Darmstadt
Datum der mündlichen Prüfung
11.2018
Gutachter:innen
Behle, Vera Rebecca
Name der Gradverleihenden Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort der Gradverleihenden Institution
Darmstadt
PPN
440698391

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