Zur subjektiven Wahrnehmung des Rollenverständnisses, Handelns und emotionalen Erlebens ehrenamtlicher Sprachlernhelfer*innen an Grundschulen. Eine explorative Studie
Zur subjektiven Wahrnehmung des Rollenverständnisses, Handelns und emotionalen Erlebens ehrenamtlicher Sprachlernhelfer*innen an Grundschulen. Eine explorative Studie
In den letzten Jahren wurden nach der Ankunft einer großen Zahl von Geflüchteten häufig Ehrenamtliche eingesetzt, um erste Deutschkenntnisse zu vermitteln. Um die Ehrenamtlichen auf diese Aufgabe vorzubereiten, wurden von verschiedenen Institutionen Konzepte zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen entwickelt. Da die Institutionen, die die Konzepte entwickelten, nicht auf Forschungsergebnisse oder Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifen konnten, orientierten sie sich häufig an Konzepten für Lehrkräfte. Um zukünftig passgenauere Konzepte entwickeln zu können, wurden im Rahmen dieser Studie Ehrenamtliche befragt, die bereits über einen längeren Zeitraum im Bereich der Sprachvermittlung tätig waren. Ziel dieser Arbeit war es, herauszufinden, wie Konzepte für Ehrenamtliche in der Sprachvermittlung entwickelt werden müssen, um den Besonderheiten der Zielgruppe gerecht zu werden. Dazu wurde untersucht, welche Rollen Ehrenamtliche während ihres Engagements einnehmen. Darüber hinaus wurde überprüft, welche Aufgaben sie im Rahmen ihres Engagements übernehmen und wie sie die Tätigkeit erleben. Für die Datenerhebung wurden Tagebücher genutzt, die die Ehrenamtlichen nach den Treffen mit den Grundschüler*innen ausfüllten. Weiterhin wurden Daten mittels Repertory Grid-Interviews erhoben. Die Daten wurden mithilfe der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei wurde deutlich, dass vor allem curriculare Vorgaben und die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen bemängelt wurden. Aus den Aussagen der Ehrenamtlichen wurden erste Leitgedanken abgeleitet, die bei der Entwicklung zukünftiger Konzepte helfen können, die Ehrenamtlichen besser auf ihren Einsatz vorzubereiten und sie in ihrer Arbeit effektiver zu unterstützen.
In recent years, following the arrival of large numbers of refugees, volunteers have often been deployed to teach initial German language skills. In order to prepare volunteers for this task, various institutions have developed concepts for the qualification of volunteers. As the institutions that developed these concepts were unable to draw on research or previous experience, they often relied on concepts developed for teachers. To be able to develop more customised concepts in the future, this study interviewed volunteers who had been working in the field of language teaching for a longer period. The aim of the study was to find out how approaches toward volunteers in language teaching need to be developed in order to meet the specific needs of the target group. To this end, the roles that volunteers assume during their involvement were analysed. The study also looked at the tasks they undertake as part of their commitment and how they experience their work. Data was collected through diaries that the volunteers kept after their meetings with the primary school children. Data was also collected using repertory grid interviews. The data was analysed using a structuring qualitative content analysis, where it became clear that the curriculum requirements and the cooperation between volunteers and full-time staff were the main areas of criticism. Initial guiding principles were derived from the volunteers' statements, which can help in the development of future concepts to better prepare volunteers for their work and to support them more effectively in their work.

