Forschen und Lehren in einer digital geprägten Welt : Digitale Didaktik im Darmstädter Modell der Digital Humanities
Forschen und Lehren in einer digital geprägten Welt : Digitale Didaktik im Darmstädter Modell der Digital Humanities
Die Forderungen nach einer flächendeckenden Entwicklung digitaler Kompetenzen sind angesichts einer zunehmend digital verfassten Wissens- und Informationsgesellschaft berechtigt und von entscheidender Bedeutung für ihre Zukunftsfähigkeit. Erst auf der Basis notwendiger Forschungen zu grundlegenden und erweiterten digitalen Kompetenzen bzw. digitaler Bildung können Konzepte zu ihrer Verortung und Vermittlung entwickelt und implementiert werden. Diese Forderungen gelten nicht allein für die Forschung, sondern insbesondere für die Lehre. Hierzu gehört die Frage nach der Domänengebundenheit digitaler Kompetenzen ebenso wie die nach dem Ort der Vermittlung: Neben einer entsprechend ausgerichteten Fort- und Weiterbildung (Kontext life long learning) müssen bestimmte Grundlagen in der schulischen und universitären (Aus)Bildung gelegt werden. Es gilt, die Reichweite einer fachspezifischen Didaktik auszuloten, und zu definieren, welche Ansätze fachspezifisch, welche übertragbar und welche verallgemeinerbar sind. Damit wird ebenfalls die Frage nach der Digital Literacy als vierter Kulturtechnik sowie nach der Abgrenzung zwischen analoger und digitaler Bildung gestellt. Der Beitrag beschreibt, wie im Bereich der universitären Curricula der Geisteswissenschaften Digitalität reflektiert und vermittelt werden kann. Die Betrachtung von Digitalität in fachdidaktischer Entwicklungsperspektive erfolgt konkret am Beispiel der Darmstädter Digital Humanities im Kontext der Ansätze in Deutschland.

