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  5. Empirische Begleitforschung zu berufsorientierenden Coachings in den Naturwissenschaften für Mädchen mit Migrationshintergrund
 
  • Details
2022
Erstveröffentlichung
Dissertation
Verlagsversion

Empirische Begleitforschung zu berufsorientierenden Coachings in den Naturwissenschaften für Mädchen mit Migrationshintergrund

File(s)
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Hauptpublikation
Dissertation_Stubbe_Ulla.pdf
CC BY-NC-ND 4.0 International
Format: Adobe PDF
Size: 23.08 MB
TUDa URI
tuda/8147
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-206433
DOI
10.26083/tuprints-00020643
Autor:innen
Stubbe, Ulla ORCID 0000-0001-5797-6096
Kurzbeschreibung (Abstract)

Im MINT-Beschäftigungsbereich überwiegt immer noch der Anteil an Männern gegenüber dem der Frauen (Bundesagentur für Arbeit, 2019c; Bundesagentur für Arbeit, 2019d). Auch Erhebungen zum Interesse Jugendlicher und zu deren Ausbildungs- und Studienwahl zeigen, dass die MINT-Bereiche von Frauen weniger favorisiert werden (Bundesagentur für Arbeit, 2019d; Großkopf, 2016; Schiepe-Tiska et al., 2016). Im Rahmen des Projekts DiSenSu wurde daher ein Berufsorientierungscoaching entwickelt, um das Interesse von Adoleszentinnen an naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu stärken. Der Fokus lag hier insbesondere auf Adoleszentinnen mit Migrationshintergrund, da sie in der Arbeitswelt eine doppelte Benachteiligung haben können (Färber et al., 2008). Das Coaching wurde im Multi-Method-Design sowie diversity- und gender-sensibel gestaltet. Die Teilnehmerinnen wurden auf verschiedene Arten und durch praktische Übungen an typische Tätigkeiten von naturwissenschaftlicher Berufen herangeführt. Diese Arbeit stellt die Entwicklung der Coachings vor und legt die begleitende quantitative Forschung mit den Schwerpunkten Berufsaspekte, Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) und Attribution dar. Im Rahmen von DiSenSu wurden im Raum Darmstadt und Olpe 279 einstündige Berufsorientierungscoachings mit Adoleszentinnen (183 mit Migrationshintergrund und 96 ohne Migrationshintergrund) durchgeführt. Die Begleitforschung, die in dieser Arbeit dargestellt wird, zeigt Ergebnisse zu den genannten Schwerpunkten auf, von denen nachfolgend exemplarisch für jeden Bereich Ergebnisse dargestellt sind. Die Teilnehmerinnen ohne und mit Migrationshintergrund zeigten unterschiedliche Präferenzen der Berufsaspekte. Während den Teilnehmerinnen ohne Migrationshintergrund Vereinbarkeit von Familie und Beruf am wichtigsten war, wollten die Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund vor allem anderen helfen. Für die selbstentwickelten Items zur spezifischen SWE der praktischen Übungen wurde die Konstruktvalidität und Reliabilität (Cronbachs α > .78) geprüft und angenommen. Die Teilnehmerinnen ohne Migrationshintergrund schätzten sich in der allgemeinen SWE und der spezifischen SWE der Übung zum räumlichen Denken signifikant besser ein als die Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund (p < .01). Es konnten Zusammenhänge der allgemeinen und spezifischen SWE nachgewiesen werden. Die Schulnoten, als Indikator vergangener Leistungen, zeigten ebenfalls Zusammenhänge mit den drei Arten der SWE, wobei sie sich für die Gruppen der Teilnehmerinnen ohne und mit Migrationshintergrund unterschieden. Bezogen auf den Attributionsstil zeigten alle Teilnehmerinnen eine selbstwertdienliche Attribution. Sie attribuierten bei guten Leistungen eher intern, auf Fähigkeiten und Anstrengung, und bei schlechter Leistung eher extern, auf Pech und Aufgabenschwierigkeit. Die Bedeutungen der Befunde im Rahmen einer naturwissenschaftsbezogenen Berufsorientierung werden in der Arbeit diskutiert und davon ausgehend Empfehlungen abgeleitet.

Sprache
Deutsch
Alternativtitel
Empirical Research on Career Orientation Coachings in Natural Sciences for Girls with a Migration Background
Alternatives Abstract

In STEM employment, men still outnumber women (Bundesagentur für Arbeit, 2019c; Bundesagentur für Arbeit, 2019d). Surveys on young people's interest and choice of education and studies also show that STEM fields are less favored by women (Bundesagentur für Arbeit, 2019d; Großkopf, 2016; Schiepe-Tiska et al., 2016). Therefore, a career orientation coaching was developed as part of the DiSenSu project, to strengthen the interest of adolescent women in scientific career fields. The focus was on adolescent women with a migration background, as they may face a double disadvantage in the world of work (Färber et al., 2008). The coaching used a multi-method design and was conceptualized considering diversity- and gender-sensitive aspects. Participants were introduced to typical activities of science careers in a variety of ways and through hands-on exercises. This paper presents the development of the coaching sessions and the accompanying quantitative research focusing on occupational aspects, self-efficacy expectancy and attribution. As part of DiSenSu 279 one-hour career orientation coaching sessions were conducted with adolescent women (183 with a migration background and 96 without a migration background) in and around the area of Darmstadt and Olpe. The accompanying research, which is presented in this paper, shows examples of the results on the key aspects mentioned above. The participants without and with migration background showed different preferences of the occupational aspects. While to participants without a migration background reconciling family and career was most important, the participants with a migration background preferred to help others. The self-developed items on the specific self-efficacy expectancy of the practical exercises showed construct validity and reliability (Cronbach's α > .78). Participants without a migration background rated themselves significantly better in the general self-efficacy expectancy and the specific self-efficacy expectancy of the spatial ability exercise than participants with a migration background (p < .01). Correlations of the general and specific self-efficacy expectancy were demonstrated. School grades, as an indicator of past performance, also showed correlations with the three types of self-efficacy expectancy, although they differed for the groups of participants without and with a migration background. In terms of attribution style, all participants showed self-esteem-serving attribution. When they performed well, they mainly attributed internally, to ability and effort, and when they performed poorly, they mainly attributed externally, to bad luck and task difficulty. The significance of the findings in context of scientific career orientation is discussed in this paper and recommendations are derived from it.

Fachbereich/-gebiet
07 Fachbereich Chemie > Fachdidaktik Chemie
DDC
100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
500 Naturwissenschaften und Mathematik > 540 Chemie
Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort
Darmstadt
Datum der mündlichen Prüfung
31.01.2022
Gutachter:innen
Prechtl, MarkusORCID 0000-0002-5870-6570
Spitzer, Philipp
Handelt es sich um eine kumulative Dissertation?
Nein
Name der Gradverleihenden Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort der Gradverleihenden Institution
Darmstadt
PPN
492785937

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