Montanarchäologische Befunde als Quellengattung - ein Überblick: Relikte der Montanwirtschaft und ihr Spiegelbild in der Flussaue
Montanarchäologische Befunde als Quellengattung - ein Überblick: Relikte der Montanwirtschaft und ihr Spiegelbild in der Flussaue
Die Montanarchäologie beschäftigt sich mit den technischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten der Nutzung natürlicher Rohstoffvorkommen durch den Menschen im Wandel der Zeiten. Dabei werden mittels zerstörungsfreier Prospektionsmethoden und/oder durch Grabungen die materiellen Hinterlassenschaften an Gewinnungsorten einerseits und an Lokationen der Weiterverarbeitung andererseits untersucht. Beide sind eingebettet in die historische Kulturlandschaft sowie deren Siedlungs- und Infrastruktur. Ausgangspunkt für die interdisziplinär-naturwissenschaftliche Beurteilung der Befunde und Funde sind die geologisch-lagerstättenkundliche Betrachtung der Rohstoffvorkommen und die geographische Analyse der weiteren natürlichen Ressourcen im Kontext des Montansektors. Bergbau, Steingewinnung und die Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen hinterlassen direkte und indirekte Spuren in der Landschaft, die als Teil der fluvialen Anthroposphäre oder als ihr weiteres Einzugsgebiet interpretiert werden können.
