Effekte von Tutorentraining und die Kompetenzentwicklung von MINT-Fachtutor*innen in Lernunterstützungsfunktion
Effekte von Tutorentraining und die Kompetenzentwicklung von MINT-Fachtutor*innen in Lernunterstützungsfunktion
Die vorliegende Dissertation richtet den Blick auf zwei bislang kaum erforschte Fragen. Erstens: welche Effekte haben Tutorentrainings in MINT-Fächern für die Fachtutorinnen und für die Studierenden in diesen Tutorien? Und zweitens: welche Kompetenzen sollten bei Fachtutorinnen in Tutorentrainings zukünftig gefördert werden, damit sie den Studierenden im Tutorium effektive Lernunterstützung geben können? Die Ergebnisse mehrerer Studien mit quasi-experimentellem Design in dieser Arbeit belegen, dass das Niveau mehrerer Variablen durch Tutorentraining sprunghaft ansteigt: dazu zählen didaktisches Wissen, selbsteingeschätzte Kompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung bei den Tutorinnen. Bei den Studierenden, die die Tutorien besuchen, zeigen sich gemischte Resultate: Teilweise wird die Betreuungsqualität bei Tutorinnen mit Training besser beurteilt als bei Tutorinnen ohne Training. Unterschiede bei Prüfungsergebnissen der Studierenden und der fremdeingeschätzten Tutorenkompetenz konnten bei drei Tutorinnengruppen (Zwei-Tages-Training, Halb-Tages-Training und ohne Training) jedoch nicht nachgewiesen werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird ein Kompetenzmodell für Fachtutorinnen in Lernunterstützungsfunktion entwickelt Die einzelnen Kompetenzaspekte werden mit Originalzitaten aus Interviews mit Tutorinnen illustriert. Abschließend werden auf Basis des Modells Empfehlungen für zukünftige Fachtutorentrainings vorgestellt.
This dissertation adresses two questions, which have currently not been tackled in this field of research. First: What effects does training in peer-instruction (MINT subjects) have on the peer-facilitators and on students in their supplemental instruction courses (group tutoring)? Second: What skills should be trained in the future so that peer-facilitators can offer effective support and scaffolding for students’ learning? The results of several studies with a quasi-experimental design in this dissertation show the rapid rising of several variables during the training: the level of knowledge on teaching, self-evaluated teaching skills and expectation of self-efficacy of the peer-facilitators. Mixed results are found with the students in the supplemental instruction courses of the peer-facilitators. Partially the quality of the facilitation is rated higher when peer-facilitators took part in a training than if they did not. Differences in exams results of the students or in teaching skills (in the evaluation by the students), however, could not be found between three groups (two-day, half-a-day, no training of peer-facilitators). In the second part of the dissertation a competence model for peer-facilitators is developed (teaching skills). The different aspects of teaching competence are illustrated with quotes from peer-facilitators. Based on this model recommendations for future trainings are presented in the end.

