Wissensvermittlung in Kinderunivorlesungen : Eine linguistische Analyse
Wissensvermittlung in Kinderunivorlesungen : Eine linguistische Analyse
Der Wissens- und Wissenschaftstransfer von Experten ihres Fachgebiets in die Gesellschaft zählt zu einem wichtigen interdisziplinären Forschungsbereich. Dabei zeigt sich, dass im außerschulischen Kontext die Zielgruppe Kind aus sprachwissenschaftlicher Sicht marginal behandelt wird. Die vorliegende Arbeit adressiert das Ziel, die deutschsprachigen Kinderunivorlesungen – d. h. Vorlesungen für 8- bis 12-jährige Kinder – zu analysieren. Kinderunivorlesungen wurden bereits aus mehreren Perspektiven (u. a. psychologischer, pädagogischer und literaturwissenschaftlicher) erörtert, allerdings nicht aus sprachwissenschaftlicher. Die zentralen Fragestellungen, denen aus dieser Perspektive nachgegangen wird, lauten: Wie sind Kinderunivorlesungen aufgebaut und was charakterisiert diese Art von Vorlesungen? Welcher Strategien bedienen sich Kinderunidozenten bei der Wissensvermittlung? Vorlesungen verschiedener Fachgebiete weisen bekanntermaßen inhärente Unterschiede auf. Deshalb wurde, um nicht einige davon fälschlich als Hauptmerkmale von Kinderunivorlesungen zu identifizieren, das Korpus aus zwei verschiedenen Fachrichtungen gewählt. Die Naturwissenschaften werden durch vier Vorlesungen aus dem Themenbereich „Klimaforschung“ repräsentiert und die Geisteswissenschaften anhand von vier Vorlesungen aus dem Themenbereich „Geschichte des Mittelalters“ abgedeckt. Es handelt sich um eine explorative Arbeit, für die kein unmittelbares methodisches Vorbild vorliegt.
Knowledge and science transfer from experts to society belongs to the one of the most present interdisciplinary research fields. However, in the context of non-formal education the target group “children” is dealt with marginally from a linguistic perspective. The aim of the thesis is to analyse German speaking children’s lectures – the so-called “Kinderunivorlesungen” – addressing 8 to 12 year old children. “Kinderunivorlesungen” have already been examined from different perspectives (psychological, pedagogical and literary studies) but not from a linguistic one. The core questions originating from this perspective are: How are children's lectures structured and what characterises this type of lecture? What strategies are being used by lecturers in science transfer? Lectures from different disciplines are known to have inherent differences. Therefore, in order not to incorrectly identify some of them as main characteristics of children’s lectures, two unrelated research areas have been chosen for the analysis. The natural sciences are represented by four lectures from the area of “Climate Research” and the humanities are covered by four lectures from the “History of Middle Ages”. The work is exploratory without any immediate methodological model.

