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  5. Spatial Transformation in Historical Perspective: Evidence from Late 19th and Early 20th Century Berlin
 
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2010
Erstveröffentlichung
Dissertation

Spatial Transformation in Historical Perspective: Evidence from Late 19th and Early 20th Century Berlin

File(s)
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TUDa URI
tuda/1422
URN
urn:nbn:de:tuda-tuprints-21834
DOI
10.26083/tuprints-00002183
Autor:innen
Wendland, Nicolai
Kurzbeschreibung (Abstract)

This work presents a one-of-a-kind historical data set on Berlin, Germany, from 1875 to 1936, in order to empirically test theoretical implications derived from a general Urban Economics framework in a historical context. A high level of spatial disaggregation of the data allows for assessing the role of rail-based public infrastructure in the generation of effective market access, and property prices within a rapidly growing and very dynamic urban area. It furthermore analyses the transport network’s influence on urban decentralization and changing spatial patterns of economic activity. The development of a multi-level centrality indicator provides the opportunity to assess the contribution of generated market access to the emergence of gradually dispersed commercial activity and sub-centers. While working with both cross-sectional and time-difference estimates, the variation in transport technology serves to test for a gradual change in accessibility and hence the marginal effects of reduced transport costs and increased proximity to stations on historical land values, which are presented at block level. While endogenously determining the moving center of gravity (CBD) over time, it additionally features the observation of both land gradients and travel time gradients in order to test for variation in the city structure until a possible break-up of the historically evolved monocentric equilibrium. Results suggest that centrality generated by the public railway system had a major influence on (re-)location decisions for firms within a growing and decentralizing urban area, which permanently changed the urban patterns. While both a reduction in distance to a station and a reduction of transport costs to the CBD led to a significant premium paid for commercially used plots, which basically supports tendencies towards a rather polycentric structure, the evolution of land gradients in combination with travel time gradients indicates that the monocentric city model still fitted Berlin’s structure until the mid-20th century.

Sprache
Englisch
Alternativtitel
Räumliche Transformation aus historischer Perspektive: Anhaltspunkte für das Berlin des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Alternatives Abstract

Die vorliegende Arbeit präsentiert einen bisher einzigartigen, historischen Datensatz für Berlin, Deutschland von 1875 bis 1936, anhand dessen Theorien der Stadtökonomie in einem historischen Kontext empirisch überprüft werden sollen. Die Rolle der öffentlichen Schieneninfrastruktur in Bezug auf effektiven Marktzugang und steigende Bodenpreise wird mit Hilfe einer besonders feingliedrigen räumlichen Betrachtung der relevanten Variablen und in einer rasant wachsenden und außerordentlich dynamischen Metropolregion untersucht. Des Weiteren wird der direkte Einfluss des Schienennahverkehrs auf urbane Dezentralisierungstendenzen und auf sich wandelnde räumliche Strukturen ökonomischer Aktivität analysiert. Die Entwicklung eines mehrstufigen Zentralitätsindikators erlaubt es, den unmittelbaren Einfluss von generiertem Marktzugang auf eine schrittweise Streuung gewerblicher Aktivität und der Bildung von Nebenzentren zu isolieren. Die Nutzung von sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittsanalysen macht es möglich, anhand einer exogenentechnologischen Variation, die Veränderungen in der effektiven Erreichbarkeit und damit die marginalen Effekte sinkender Transportkosten und steigender Nähe zu Stationen auf historische Bodenpreise zu ermitteln. Darüber hinaus dienen Land- und Reisezeitgradienten, ausgehend von einem endogen ermittelten Gravitationszentrum (CBD), einer Untersuchung der stadtstrukturellen Variation bis hin zu einem möglichen Aufbruch des historisch gewachsenen, monozentrischen Gleichgewichts. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Ausmaß an Zentralität, wie es vom Netz des Schienennahverkehrs erzeugt wurde, großen Einfluss auf gewerbliche Standortentscheidungen ausübte und die räumlichen Strukturen der Stadt nachhaltig veränderte. Die Reduzierung sowohl der Entfernungen zu Stationen des Schnellbahnnetzes, als auch der effektiven Reisezeit zum Stadtzentrum, führte zu einem signifikanten Preisaufschlag für kommerziell genutzte Grundstücke. Hierdurch wurden generelle Tendenzen stimuliert, die eine Entstehung polyzentrischer Räume begünstigen können. Dennoch führt die gemeinsame Betrachtung der Entwicklung von Land- und Reisezeitgradienten zu dem Schluss, dass das Modell der monozentrischen Stadt bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Berlins Stadtstruktur hinreichen zu beschreiben vermag.

Fachbereich/-gebiet
01 Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften > Volkswirtschaftliche Fachgebiete
DDC
300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort
Darmstadt
Datum der mündlichen Prüfung
01.06.2010
Gutachter:innen
Nitsch, VolkerORCID 0000-0002-3021-4961
Sturm, Daniel
Handelt es sich um eine kumulative Dissertation?
Nein
Name der Gradverleihenden Institution
Technische Universität Darmstadt
Ort der Gradverleihenden Institution
Darmstadt
PPN
223888532

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