Plaudereien über Plunder? Marginalien und Marginalisiertes in Briefen von Frauen sichtbar machen
Plaudereien über Plunder? Marginalien und Marginalisiertes in Briefen von Frauen sichtbar machen
Briefe sind ein Genre aus dem Zwischenreich: zwischen Kunst und Leben, Werk und Entwurf, zwischen den Lebensorten und -zeiten, zwischen Lebenswirklichkeit und Lebenstraum, Ich und Du, dem Hier und Dort. Mit unserer Tagung in Darmstadt im November 2024 wollten wir einen neuen Blick auf Briefe von Frauen werfen und neue Fragen generieren. Wir wollten die Briefe ‚für sich‘ nehmen, wahrnehmen, was sie in ihrer „Objektivation“ tatsächlich enthalten an weiblichem Alltag, Erleben, Denken und Handeln. Wir freuen uns der Briefe solch schöpferischer Frauen, denn sie scheinen identitätsbildend und eine „Frauentradition“ intellektuellen Weltzugangs zu begründen. Die Tagung und der Band bieten auch die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie der digitale Wandel den hermeneutischen Prozess durch Verfahren wie statistische Analysen und Textmodellierung beeinflusst und neue Perspektiven und Erkenntnisse über unsere Forschungsgegenstände hervorbringt.

