HOME-WORK - Ergebnisse aus einem empirisch forschenden Seminar mit Studierenden an der TU Darmstadt
HOME-WORK - Ergebnisse aus einem empirisch forschenden Seminar mit Studierenden an der TU Darmstadt
Die (Re-)Organisation der Hausarbeit ist unter dem Gesichtspunkt von geschlechtlichen Rollenverständnissen in der Geschichte des Wohnungsbaus und der Stadtplanung ein wiederkehrendes Thema. Davon zeugen gebaute Wohnexperimente des frühen 20. Jahrhunderts wie das Einküchenhaus, Forschungen der räumlichen Organisation der Hausarbeit im Labor in Schweden im Zusammenhang mit dem einsetzenden Massenwohnungsbau ab den 1940er Jahren oder empirische Untersuchungen von Grundrisstypologien, wie sie in den 1970er Jahren in der feministisch orientierten Planung vorgenommen wurden. Nicht erst seit der Pandemie überlagern sich im Wohnen Haushaltstätigkeiten auch mit Erwerbsarbeit. Damit verbundene Raumverhandlungsprozesse stellen die Aufgabe an Architekt:innen, sich mit Fragen der räumlichen (Neu-)Organisation von Haus-Arbeit in all ihren Facetten, innerhalb der eigenen vier Wände und zwischen Wohnung und Stadt, zu beschäftigen. Vor der Hintergrundfolie historischer Referenzbeispiele wurden in diesem forschenden Lehrformat Wohnpraktiken und deren räumliche (Un-)Ordnungen empirisch untersucht. Ziel war es, die Erkenntnisse daraus für den Entwurf fruchtbar zu machen. Auf Grundlage ihrer Analysen entwickelten die Seminarteilnehmer:innen räumliche Interventionen.

