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EPDA - Elektronische Publikationen Darmstadt


Autor: Wahl, Claudia
Titel:Charakterisierung innerer Grenzflächen in mikrokristallinem SiO2 mit Transmissionselektronenmikroskopie
Dissertation:TU Darmstadt, Fachbereich Material- und Geowissenschaften, 2002

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DateinameInhaltFormatGröße (Byte) Kommentar
ClaudiaWahl_1-3.pdf Kapitel 1-3 4349985
ClaudiaWahl_4.pdf Kapitel 4 3584829
ClaudiaWahl_5.pdf Kapitel 5 5022340
ClaudiaWahl_6-9.pdf Kapitel 6-9 2318806

Abstract auf Deutsch:


An den verschiedenen Gefügeausprägungen von mikrokristallinem Quarz wurden TEM-Untersuchungen im m- und sub-m Bereich durchgeführt. Ein Schwerpunkt lag auf der quantitativen Beschreibung der Fehlordnungen im Gefüge von Chalzedon und Quarzin (Quarz-Moganit-Verwachsung) und der Orientierungsbeziehungen. Beide Gefügevarietäten erscheinen im Polarisationsmikroskop faserig. In Chalzedon und Quarzin wurden unterschiedliche Typen der Verwachsung zwischen Quarz und Moganit gefunden. Beim Quarzin beobachtet man einen geordneten Übergang von Quarz zu Moganit, im Chalzedon verläuft dieser über einen stark fehlgeordneten Bereich, in dem Quarz- und Moganitlamellen gegenseitig das Strukturprinzip stören. Diese Ergebnisse wurden durch Dunkelfeldabbildungen und hochaufgelöste TEM-Aufnahmen belegt. Der Ordnungsgrad in Quarzin und Chalzedon kann im Beugungsbild über die Stärke der auftretenden Streaks beurteilt werden. Die Mikrostruktur des reinen Moganit ist im Vergleich zum Moganit als Begleitmineral durch die Dominanz der Fläche (110) bestimmt. Zusätzlich zeigt der Moganit häufig eine Verzwillingung nach dieser Fläche. Einerseits die extreme Strahlempfindlichkeit des Materials im Elektronenstrahl, andererseits die Komplexität des Gefüges führten zur Entwicklung und Anwendung unkonventioneller Beobachtungstechniken über Videotechnik und niedrige Primärvergrößerungen. Eine neuartige Methode der Dunkelfeldabbildung - die Methode der defokussierten Dunkel-feldabbildung (DDF) - wurde für spezielle Gefügeuntersuchungen in Chalzdeon genutzt. Sie dient der Gefügecharakterisierung im 1010.000 nm Bereich. Sie ermöglicht es, Orientierungsänderungen im Gefüge in die 3. Dimension abzubilden. Im Gefüge von Chalzedon konnte damit der Aufbau des Gefüges aus verschiedenen Populationen von leicht gegeneinander fehlorientierten Kristalliten mit Abmessungen zwischen ca. 10 und 1000 nm und der Orientierungszusammenhang zwischen diesen Kristalliten analysiert werden.


Abstract auf Englisch:

Different fibrous fabric varieties of microcrystalline quartz were investigated with TEM in the scale of m and sub-m. The emphasis lied on the quantitative discription of the disorder in the fabric of chalcedony and quartzine (quartz-moganite-intergrowth) and the orientational relations. Different types of intergrowth between quartz and moganite were found in chalcedony and quartzine. Quartzine shows an ordered translation from quartz to moganite, chalcedony shows a disordered zone, where moganite lamellae alternate with quartz lamellae. This results were demonstrated with dark-field-images and HRTEM-images. The degree of order can be quantified with the intensity of appearing streaks in the SAED-image. The microstructure of pure moganite in comparison to moganite as accompanying mineral is dominated by the (110)-face. Additionally moganite frequently shows a twinning to the (110)-face. Due to the high beam sensitivity of this material most HRTEM-images were recorded on video. A new methode - the Defocussed Dark Field methode (DDF) - was used for special investigations on the fabric of chalcedony. It is used for the characterization of the fabric in the range 10 10.000 nm. It is possible to show the orientation spectrum of the fabric in the 3rd dimension. In chalcedony the fabric builts up of slightly disoriented crystallites with dimensions from 10 to 1000 nm.

Dokument aufgenommen :2002-03-08
URL:http://elib.tu-darmstadt.de/diss/000197