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Autor: Irmer, Andreas T.
Titel:Kontraktmanagement als staatswirtschaftliches Steuerungsinstrument
Dissertation:TU Darmstadt, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, 2001

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Abstract auf Deutsch:


Vor dem Hintergrund zunehmenden fiskalischen Konsolidierungsdrucks und der Erkenntnis, daß die Mobilisierung interner Effizienzreserven auf absehbare Zeit die wichtigste Ressourcenquelle des öffentlichen Haushalts darstellen wird, werden seit Mitte der 90er Jahre verschiedene Reformkonzepte für die öffentliche Verwaltung diskutiert. Unter den Lösungsansätzen nimmt das Kontraktmanagement eine prädominante Stellung ein. Gleichwohl läßt sich konstatieren, daß die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Ansatz bisher noch zu wünschen übrig läßt. Kontraktmanagement wird als Steuerungskonzept für das gesamte parlamentarisch-administrative System verstanden. Durch die Anwendung von Marktanalogien sollen verkrustete bürokratische Strukturen modernisiert werden und in der Folge eine effiziente Organisation der Leistungserstellungsprozesse öffentlicher Güter ermöglicht werden. Dysfunktionalitäten, unter anderem hervorgerufen durch die einnahmen-/ ausgabenartenbasierte Sichtweise des kameralen Haushalts- und Rechnungswesens sollen durch Kontraktmanagement abgebaut werden und einer unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten planenden öffentlichen Verwaltung den Weg ebnen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der proklamierten Leistungsfähigkeit dieses produktorientierten Steuerungssystems für den staatlichen Bereich im Vergleich mit dem traditionellen System der Verwaltungskameralistik. Für die Analyse des Sachverhalts werden die theoretischen Ansätze der Neuen Institutionenökonomik mit ihren Hauptsträngen der Principal-Agent-Theorie, der Property-Rights-Theorie und der Transaktionskostentheorie herangezogen.


Abstract auf Englisch:

Due to increasing pressure for fiscal consolidation and the awareness that a mobilisation of internal efficiency potential will represent the most important financial resources for the funding of public budget in the near future, different reform concepts for the public administration have been discussed since the mid-90's. Amongst the methods for resolution, "Kontraktmanagement" takes a predominant position. However, it can be stated that a comprehensive scientifical assessment of this approach has yet not been undertaken. "Kontraktmanagement" is perceived as a steering concept for the entire parliamentary-administrative system. Incrusted and bureaucratic structures shall be modernised by making use of market analogies, thus facilitating an efficient organisation of processes for public goods and services. Dysfunctionalities, which are due to the revenue and expense centred viewpoint of the "kamerale" budgeting system shall be abolished by "Kontraktmanagement". Hence, the way towards a public administration shall be paved that takes aspects of profitability into account,. The goal of the study at hand is a comparative examination of the proclaimed capacity of this product-oriented steering system for the state sector with the traditional system of "Verwaltungskameralistik". For the analysis of these circumstances, three major streams of the new institutional economics - principal-agent-theory, property-rights-theory and transaction-cost-theory - are taken into account.

Dokument aufgenommen :2002-01-07
URL:http://elib.tu-darmstadt.de/diss/000181